Finanzen

Bundesbank-Chef Weidmann: Neues EZB-Inflationsziel ist „klar und leicht zu verstehen“

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zeigt sich mit den Ergebnissen des großen Strategiechecks der Europäischen Zentralbank (EZB) zufrieden.
09.07.2021 10:41
Aktualisiert: 09.07.2021 10:41
Lesezeit: 1 min
Bundesbank-Chef Weidmann: Neues EZB-Inflationsziel ist „klar und leicht zu verstehen“
Die Präsidentin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, und der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, unterhalten sich am 28.05.2015 vor dem sogenannten Familienfoto im Residenzschloss in Dresden (Sachsen). (Foto: dpa) Foto: Arno Burgi

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann zeigt sich mit den Ergebnissen des großen Strategiechecks der Europäischen Zentralbank (EZB) zufrieden. „Die neue Strategie hilft der Geldpolitik, Preisstabilität für die Menschen im Euro-Raum zu sichern“, erklärte Weidmann am Freitag. Eine Inflationsrate von zwei Prozent in der mittleren Frist sei als Ziel klar und leicht zu verstehen. „Wir streben weder niedrigere noch höhere Raten an. Das war mir wichtig,“ so Weidmann.

Die EZB peilt als Ergebnis ihrer Strategieüberprüfung nun mittelfristig einen Anstieg der Verbraucherpreise im Euro-Raum von zwei Prozent an. Das ist eine leichte Erhöhung des Inflationsziels, das bisher auf unter, aber nahe zwei Prozent gelautet hatte. Diese Formulierung war aber in Misskredit geraten, weil sie aus Sicht vieler Experten nahelegt, die EZB wolle eine zu hohe Inflation stärker bekämpfen als eine zu niedrige.

Vorübergehend könne es zu Abweichungen vom Ziel in die eine oder andere Richtung kommen, erklärte Weidmann. „Aber wir machen unsere Geldpolitik nicht von Zielverfehlungen in der Vergangenheit abhängig“, erläuterte er. Die Strategie bleibe nach vorne gerichtet und berücksichtige die neue Herausforderung der effektiven Zinsuntergrenze.

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