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Bernegger analysiert: Das Virus stammt vermutlich aus dem Labor in Wuhan - die USA brachten es dorthin

Lesezeit: 8 min
18.07.2021 10:00
Lesen Sie heute den zweiten und abschließenden Teil der großen Analyse von DWN-Korrespondent Michael Bernegger über den Ursprung des Corona-Virus.
Bernegger analysiert: Das Virus stammt vermutlich aus dem Labor in Wuhan - die USA brachten es dorthin
Mitglieder des Teams der Weltgesundheitsorganisation (WHO) treffen am "Wuhan Institut für Virologie" (WIV) ein. Offiziell suchen sie nach dem Ursprung des Corona-Virus - doch in Wirklichkeit ist diese Untersuchung eine Farce. (Foto: dpa)

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Die Debatte um die Labor-Leck-Hypothese hat in den USA neue Fahrt aufgenommen. In dem am vergangenen Sonntag erschienenen ersten Teil dieses Artikels haben wir aufgezeigt, wie die Publikation des Wissenschafts-Journalisten Nicholas Wade von Anfang Mai 2021 als Katalysator in den amerikanischen Massenmedien wirkte, während in den sozialen Medien Mosaiksteine der Evidenz vorher schon während eines vollen Jahres Stück für Stück zutage getreten waren.

Anfänglich war die Labor-Leck-Hypothese nicht mehr als eine erste wütende Reaktion auf das Verhalten der chinesischen Führung. Doch was Nicholas Wade zusammentrug und zusammenfasste, ist eine neue, dem Publikum und offenbar selbst der Trump-Administration zunächst nicht deutlich gewordene Dimension.

Unter Leitung von Prof. Ralph Baric von der University of Northern Carolina hatten die USA seit 2001 Experimente mit Coronaviren durchgeführt. Baric ist ein spezialisierter Mikrobiologe mit einer langen Liste von Publikationen und bedeutenden Forschungsergebnissen. Diese Forschung beinhaltete, an sich harmlose Coronaviren durch Anreicherung („gain-of-function“-Forschung) für Menschen ansteckend zu machen und Krankheiten verschiedenen Schweregrades hervorzurufen. Die Forschung war durch verschiedene Kanäle staatlich, das heißt durch den amerikanischen Steuerzahler, finanziert worden. Eine bedeutende Quelle war von Anfang an die von Antony Fauci geleitete Gesundheitsbehörde „National Agency for Allergies and Infectous Diseases“ (NIAID), darüber hinaus die amerikanische Gesundheitsbehörde NIH sowie das Pentagon. Da die Biowaffen-Forschung seit 1989 illegal ist, wird diese Aktivität heute verharmlosend als „gain-of-function“-Forschung bezeichnet.

Die exakte Formulierung im Gesetzes-Text von 1989, des „Biological Weapons Anti-Terror Act“ (Anti-Terror-Gesetz gegen biologische Waffen“), der immer noch Gültigkeit hat, lautet folgendermaßen:

“Wer wissentlich biologische Wirkstoffe, Gifte oder Trägersysteme, die zur Nutzung als Waffe geeignet sind, entwickelt, produziert, hortet, transferiert, käuflich erwirbt, aufbewahrt oder besitzt, oder wer wissentlich einem ausländischen Staat oder einer ausländischen Organisation hilft, dergleichen zu tun, wird mit einer Geldstrafe belegt oder/oder zu einer lebenslangen oder einer zeitlich befristeten Gefängnisstrafe veurteilt.”

Unter dem verharmlosenden Titel gain-of-function“-Forschung wurde diese Biowaffen-Forschung dennoch weiter betrieben, und zwar mit der Begründung,

  1. dass durch die Entwicklung von Viren auch Impfstoffe oder Medikamente gegen mögliche zukünftige Infektionskrankheiten oder Pandemien entwickelt werden könnten;
  2. dass diese Forschung Verteidigungszwecken diene und damit legitim sei.

Dieser Doppelcharakter der „gain of function“-Forschung gründet in einer rechtlichen Grauzone. Wie in anderen Bereichen auch, hat die Bush-Regierung nach dem 11. September 2001 unter dem Vorwurf der Nationalen Sicherheit viele eindeutige Verfassungsartikel, Gesetze und Regulierungen, auch Umweltgesetze oder rechtsstaatliche Prinzipien verletzt, und so möglichem Missbrauch und Willkür Tür und Tor geöffnet.

Zu a): Nach fast zwei Jahrzehnten solcher Forschung ist noch keine sinnvolle Medikamenten-Entwicklung gelungen, hingegen - möglicherweise - mit der Finanzierung der „gain-of-function“-Forschung in Wuhan ein nationales und globales Desaster geschaffen worden.

Zu b): Diese Forschung wird im Wesentlichen so betrieben, dass weltweit nach Tieren als Virusträger gesucht wird. Mit ihnen werden im Labor Experimente aller Art durchgeführt, um sie infektiös zu machen. Diese Labors befinden sich teilweise im Ausland, in Osteuropa, Afrika, Asien – was soll das mit der nationalen Sicherheit, mit der Verteidigung der USA zu tun haben?

Spezifisch für die Coronavirus-Pandemie ist, dass nach einer Serie von Lecks in amerikanischen Biolabors und Protesten von Wissenschaftlern die Obama-Administration diese Art der Forschung im Jahr 2014 verbot, und Antony Fauci, der sie als Direktor des „Nationalen Institut für Allergien und Infektionskrankheiten“ (NIAID) mitfinanzierte, deswegen die Forschung 2015 nach Wuhan verlagerte, genauer gesagt zum „Wuhan-Institut der Virologie“. Die rechtliche Basis war offenbar eine Sonderbewilligung. Zu diesem Zweck trat die NGO „EcoHealth Alliance“ als Zwischen- und Bindeglied auf. Deren Leiter Peter Daszak, ein Brite, hatte schon länger mit Dr. Shi Zhengli zusammengearbeitet und Artikel verfasst, ebenso mit Ralph Baric. Dr. Shi hatte im Institut von Baric dessen Techniken gelernt und mit ihm zusammen Forschung vorzugsweise für die Anreicherung von Fledermäusen betrieben. Fauci leitete die Mittel fortan zur „EcoHealth Alliance“ weiter, und diese finanzierte und überwachte die Aktivitäten in Wuhan.

Gleich drei organisierte Vertuschungsaktionen

Der Formulierung im amerikanischen Biowaffen-Gesetz von 1989 macht klar, warum die ganze Sache für die amerikanischen Akteure heikel ist, auch in persönlicher Hinsicht.

Doch auch in China sind die Forscher restringiert. „Forschung ist grenzüberschreitend, aber alle Forscher haben eine Heimat“, ließ der Große Vorsitzende Xi Jinping die Forschungsakteure in einer Rede im letzten Jahr wissen. Jeder in China weiß, was dies bedeutet oder bedeuten kann. Das „Wuhan-Labor der Virologie“ (WIV) war zusätzlich am 26. Januar 2020 der Volksbefreiungsarmee sowie einer neuen Leitung unterstellt worden.

1. Die erste Serie von Vertuschungsaktionen

Damit begann auch in dem Institut eine Serie von Vertuschungsaktionen, und zwar ausgeführt von Dr. Shi. Diese sind in diesem Artikel gut dargestellt. Dr. Shi musste mehrfach im Jahr 2020 die Ergebnisse ihrer früheren Forschungsarbeiten korrigieren, und internationale Forscher fanden immer neue Widersprüche in ihren korrigierten Publikationen und Addenden. Konkret geht es um die Frage, ob eine SARS Cov-19 sehr nahe Variante bereits 2012/13 in den Laboren des WIV verfügbar war. Diese Daten sollten aufgrund der Zusammenarbeit auch bei der „EcoHealth Alliance“ verfügbar sein.

Dr. Shi und das WIV vernichteten die Coronavirus-Datenbanken und zerstörten die Laborberichte. Gegenüber der WHO-Untersuchungskommission sagten die chinesischen Behörden aus, dass das WIV kurz vor Ausbruch der Pandemie Opfer einer feindseligen Hacker-Attacke über das Internet geworden sei, was im Übrigen von der Kommission als glaubwürdig erachtet wurde. Dass für solche Fälle normalerweise Back-ups vorhanden sind, wussten diese Personen offenbar nicht … beziehungsweise sie wollten es nicht wissen.

2. Zweite Vertuschungsaktion

Die zweite Vertuschungsaktion ist durch die Veröffentlichung des E-Mail-Verkehrs von Antony Fauci bekannt geworden. Sie basiert auf einer Anfrage der Webseite „BuzzFeed News“ auf Grundlage des „Freedom of Information Act“. Folgendes Bild ergibt die Auswertung der E-Mails:

Nachdem die WHO am 29. Januar 2020 eine Warnung herausgegeben hatte, fand am 1. Februar eine Krisensitzung in Form einer Telefon-Konferenz unter der Leitung von Antony Fauci statt. Fauci war vom Virologen Kristian Anderson auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht worden, dass das neue Virus aufgrund erster Erkenntnisse seines Instituts eine Laborkreation sein könnte. Die Eigenschaften des Genoms würden dafür sprechen, sie entsprächen nicht denen einer natürlichen Entwicklung. Damit war für Fauci eine schwierige Situation entstanden, hatte er doch solche Experimente in Wuhan finanziert und organisiert. Die Gruppe von Wissenschaftlern, die an der Konferenz teilnahm, verständigte sich auf höchstmögliche Geheimhaltung, und dass alle Schritte geplant und koordiniert würden.

Die Gruppe entschloss sich zu zwei Initiativen. Peter Daszak, Präsident der „EcoHealth Alliance“, übernahm es, einen Aufruf, der am 18. Februar 2020 in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ erschien, zu entwerfen, zu redigieren und zu koordinieren. Daszak legte dabei Wert darauf, dass es nicht so erschien, als ob eine Organisation oder Person dahinter stünde. Tatsächlich war das Ganze unter seiner Führung von der „EcoHealth Alliance“ organisiert. Ralph Baric partizipierte an den Diskussionen, aber auf seine Unterschrift wurde verzichtet. 27 zumeist prominente Forscher und Wissenschaftler unterschrieben den offenen Brief und erklärten dabei, keine Interessenkonflikte aufzuweisen. Im Text hieß es unter anderem:

“Das rasche, offene und transparenten Teilen von Daten, die diesen Ausbruch betreffen, ist durch Gerüchte und Desinformation im Hinblick auf die Herkunft des Ausbruchs gefährdet. Gemeinsam verurteilen wir aufs Schärfste jegliche Verschwörungstheorie, laut der COVID-19 keinen natürlichen Ursprung hat.”

Der erste Satz ist eine Beschönigung der Kommunikation der chinesischen Führung, aber auch einzelner chinesischer Wissenschaftler. Der zweite Satz hat es in sich. Die 27 renommierten Wissenschaftler verengten sich auf eine rein zoonotische Erklärung (Zoonosen sind Erkrankungen, die von Wirbeltieren auf den Menschen und umgekehrt vom Menschen auf Wirbeltiere übertragbar sind) und schlossen ein Labor-Leck kategorisch aus. In diesem an sich sehr guten Artikel wird die ganze Aktion deshalb als Verschwörung bezeichnet. Diese Charakterisierung trifft meines Erachtens auf genau mindestens zwei Personen sicher zu: Auf Antony Fauci, der den Brief nicht unterschrieben hat, aber von der ganzen Aktion wusste, sowie auf Peter Daszak. Die anderen Unterzeichner müssen sich zumindest den Vorwurf gefallen lassen, dass sie als Wissenschaftler versagt und sich diskreditiert haben. Wissenschaft beinhaltet ein exaktes, ergebnisoffenes Arbeiten, das keine Hypothese a priori ausschließt. Erst wenn klare, unwiderlegbare Belege vorhanden sind, erfolgt eine solche Ausschließung. Aus dem E-Mail-Verkehr geht hervor, dass die ganze Aktion in einer Atmosphäre erheblicher Unsicherheit erfolgte: Noch wenige verfügbaren Informationen, kein klares Bild. Sich so festzulegen, hat mit Wissenschaft nichts zu tun, sondern impliziert Kollusion (unerlaubtes Zusammenwirken mehrerer Beteiligter mit der Absicht, jemanden zu schädigen) und die Vereinnahmung von Wissenschaftlern durch organisierte Interessen. Entscheidend für die meisten anderen Personen dürfte gewesen sein, dass Daszak, der am meisten wusste, den Aufruf unterschrieb, und darüber hinaus noch keine Interessenkonflikte bekanntgab. Da die anderen ihm vertrauten, öffnete dies den Weg zur Unterschrift.

Die zweite Aktion der Gruppe bestand aus einem hastig zusammengeschriebenen wissenschaftlichen Artikel, der am 17. März 2020 in der Zeitschrift „Nature“ erschien. Eine Vorversion wird bereits im Unterstützerbrief vom 18. Februar erwähnt. Anderson et al argumentierten, dass das neue Fledermaus-Virus keineswegs durch Labor-Manipulation entstanden sein könne, sondern rein zoonotischen Ursprungs sei, wahrscheinlich durch Übertragung via eines malayischen Pangolins (ein Schuppentier). Dass der Artikel hastig zusammengeschrieben wurde, behaupte ich deshalb, weil die Meinungsänderung von Kristian Anderson innerhalb dreier Tage Anfang Februar im Anschluss an die Telefon-Konferenz erfolgte. Zuvor hatte er telefonisch und in Emails an die Gruppe von Wissenschaftlern noch das genaue Gegenteil suggeriert.

Dieser Artikel wurde umgehend wenige Tage später einer absolut vernichtenden Kritik ausgesetzt. Er wurde nämlich als Paradebeispiel für korrupte Wissenschaft charakterisiert, und mit dem Artikel gleich auch noch die Zeitschrift „Nature“. Diese habe über die letzten Jahre über 1.000 Artikel auf Geheiß von Chinas Regierung zensiert (welche das genau waren, wird in den Quellenangaben des Artikels aufgeführt). Darüber hinaus habe China “Product Placement“ durch Kolumnen in der Zeitschrift betreiben können. Was die Kritiker nicht wissen konnten: Der Artikel war nicht auf Geheiß von China, sondern von der Gruppe um Peter Daszak und Antony Fauci verfasst worden. In der Konsequenz aber war der Artikel eine Reinwaschung des WIV.

Eine inhaltlich gleiche, in der Sprache schön modulierte Zusammenfassung dieser Kritik, gibt der erwähnte Artikel von Nicholas Wade. Die beiden von Anderson genannten Argumente werden wunderbar auseinandergenommen. Das erste Argument ist inhaltlich falsch, weil es eine imaginäre Methodik der Optimierung voraussetzt, die in der Labor-Praxis gar nicht stattfindet oder sogar nicht stattfinden kann. Und das zweite Argument unterstellt eine enge Restriktion der Manipulations-Möglichkeiten, während in der Realität ein weites Spektrum offen steht.

Was der Artikel von Anderson et al zudem verschwieg, war die methodische Innovation von Ralph Barics Werk. Baric vermochte schon in den frühen 2000er Jahren die Coronaviren so zu manipulieren, dass keinerlei Spur der Manipulation sichtbar bleibt. In einem Patent von 2002 bezeichnete Baric die Methodologie als Methode, die keinerlei sichtbare Spuren hinterlässt.

Die beiden Artikel in „Lancet“ und „Nature hatten“ in der Medien-Landschaft durchschlagenden Erfolg. Sie machten jede Form von abweichender Auffassung zu Sektierertum oder zur Verschwörungstheorie und verhalfen den Autoren beziehungsweise deren Auftraggeber Fauci praktisch zum Monopol der Expertise in der „Wissenschaft“. Doch nicht nur in der Wissenschaft, weit gefehlt: Sie verhalfen diesem Zweig von Wissenschaftlern zu ungeahnter und präzedenzloser politischer Durchsetzungsmacht: Wiederholte Lockdowns oder Shutdowns, soziale Distanzierung, keine medikamentöse Behandlung im Frühstadium, wenn sie hoch effektiv ist, dafür eine Impfung, wenn möglich oder nötig mit Zwang. Wissenschaftler anderer Meinung wurden diskreditiert, unter willfähriger Hilfe der Medien und vor allem der großen Tech-Konzerne wie Facebook oder Google.

3. Dritte Vertuschungsaktion

Die dritte Vertuschungsaktion erfolgte Anfang dieses Jahres. Nach längerer Vorbereitung reisten je eine Delegation der WHO sowie der Zeitschrift „Lancet“ gemeinsam nach China. Die Untersuchung der WHO war von Australien vorgeschlagen worden, was dem tapferen 25-Millionen-Einwohner-Land einen Handelskrieg mit seinem wichtigsten Wirtschaftspartner China (1,4 Milliarden Einwohner) einbrachte. China durfte die Mitglieder der Besucher-Delegation handverlesen, Themenpunkte und Informationen nach seiner Wahl festlegen, inklusive der Schluss-Stellungnahme. Die Delegation von „Lancet“ war mit Unterzeichnern der Solidaritäts-Stellungnahme vom 18. Februar gespickt. Peter Daszak war Mitglied beider Delegationen und leitete die der Zeitschrift sogar. Die gemeinsame „Erkenntnis“ (man scheut sich fast, dieses Wort zu schreiben) war, dass SARS-Covid-19 von außerhalb Chinas, hauptsächlich aus dem südostasiatischen Raum, importiert worden sein musste. Das traf sich bestens mit den Interessen von Daszak. Fest steht: Die ganze Sache war eine Farce - die glücklicherweise zu einem Aufschrei und einer Neubewertung der Situation führte.

Risiken und Fehlinterpretationen

Der amerikanische Präsident Biden hat eine umfassende Untersuchung durch die Geheimdienste angeordnet, die bis Ende August vorliegen sollte. Das Risiko ist, dass diese Untersuchung einfach zu einem reinen China-Bashing führen könnte.

Was in den letzten 20 Jahren passiert ist, kann folgendermaßen zusammengefasst werden: Die Vereinigten Staaten haben im Kampf gegen den Terror die Biowaffen-Forschung forciert und auf neue Wege gebracht. Die Innovation erfolgte – etappenweise - durch Ralph Baric und seine Mitarbeiter. Diese Forschung ermöglicht unbegrenzte Manipulation, unsichtbar, ohne Spuren, aber extrem gezielt in Bezug auf ihre Wirkung. Euphemistisch wird dies „gain-of-function“-Forschung genannt. Teile dieser Forschungstätigkeit wurden von chinesischen Forschern durchgeführt, auch – aber nicht nur – von Dr. Shi. Diese Forschung wurde in den USA als zu gefährlich angesehen und nach Wuhan ausgelagert, offenbar unter völlig ungenügenden Sicherheitsvorkehrungen.

Diejenigen, welche diese Forschung auslagerten, haben grob fahrlässig gehandelt, inklusive die oberste politische Führung und die Nationalen Sicherheitsdienste. Operativ verantwortlich dafür waren Antony Fauci und Peter Daszak. Diese Leute gehören nicht geschützt, sondern gefeuert, und zwar unabhängig davon, ob effektiv ein Labor-Leck in Wuhan für die Pandemie entscheidend ist oder nicht. Es ist ein schlechter Scherz, dass Antony Fauci als der oberste Verantwortliche noch befördert worden ist. In der Privatwirtschaft wäre so etwas in einem nur halbwegs gut geführten Unternehmen undenkbar.

Die meisten Analysten unterschätzen darüber hinaus die Gefährlichkeit einer politischen und militärischen Konfrontation zwischen den USA und China. Die in diesem Artikel diskutierte Variante von Biowaffen ermöglicht heimtückische Massenvernichtung, die nicht nachweisbar und beispielsweise von Virusmutationen - etwa durch Anpassung an geimpfte Bevölkerungsgruppen - nicht ohne Weiteres unterscheidbar ist. Diese Forschung sollte daher weltweit verboten und auf der Stelle beendet werden. Doch dies setzt den politischen Willen zu einer gemeinsamen Konfliktregelung voraus, der weder in Washington noch in Peking erkennbar ist.


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