Finanzen

Dax versucht, Vortagsverluste aufzuholen - große Entladung von Inflationsängsten

Lesezeit: 1 min
20.07.2021 11:04
Heute Morgen sieht die Welt nach den großen Rückgängen vom Montag wieder freundlicher aus. Nachmittags warten die Anleger auf US-Konjunkturdaten.
Dax versucht, Vortagsverluste aufzuholen - große Entladung von Inflationsängsten
Nachmittags wird es für Anleger interessant, die auf russische Aktien setzen. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Dax hat bis 11 Uhr 0,6 Prozent auf 15.222 Punkte gewonnen. Damit erholte sich der Index zumindest etwas von seinen starken Einbrüchen vom Vortag. Die Anleger hatten Angst davor, dass die Pandemie wieder aufleben könnte. Die Delta-Mutante habe sich stark ausgebreitet, sagten Händler. Doch waren auch die Umsätze am Montag sehr dünn gewesen, erklärten sie. Zusätzlich haben sich zum Wochenstart Inflationssorgen entladen, welche die ganze Zeit schon am Markt die Runde machten, war eine weitere Erklärung.

Nachmittags warten die Anleger wieder auf eine ganze Reihe von US-Konjunkturdaten. Dazu gehört die Zahl der Hausbeginne und Baugenehmigungen, die im Juni erteilt worden sind. Die Ökonomen rechnen mit einem Wachstum von 0,8 beziehungsweise 0,5 Prozent. Doch das ist noch nicht alles: Die Verantwortlichen veröffentlichen den Redbook-Index, der die Entwicklung der größten US-Einzelhändler abbildet. Es geht diesmal um die Woche zwischen dem 10. und 17. Juli. In Vorwoche hatte es ein Wachstum von 14 Prozent gegeben.

Darüber hinaus müssen sich die Anleger, die sich für russische Aktien interessieren, 17 Uhr MEZ in ihrem Terminkalender notieren. Hier erklärt Moskau, wie sich die Arbeitslosenquote im Juni entwickelt hat. Die Volkswirte rechnen mit einer Rate von fünf Prozent. Zusätzlich erfahren die Börsianer, wie die Real-Löhne im Mai gewachsen sind. Die Experten gehen von einem Plus von 7,8 Prozent aus. Zudem gibt es Informationen, wie die Einzelhandelsumsätze und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im sechsten Monat ausgefallen sind. Die Fachleute rechnen im Jahresvergleich mit einem Wachstum von 15 Prozent beziehungsweise von 10,9 Prozent.

Die Märkte in Deutschland müssen sich heute unbedingt weiter von den Rückschlägen vom Vortag erholen. Der Dax war um 2,6 Prozent auf 15.133 Zähler eingebrochen. Es waren ausnahmslos Verlierer zu beobachten. So hat Deutsche Wohnen 0,1 Prozent auf 51,66 Euro eingebüßt und war damit noch diejenige Aktie, die am besten performt hat. Danach folgte Delivery Hero, das 0,5 Prozent auf 121,20 Euro verlor, während die Deutsche Börse 0,7 Prozent auf 142,65 Euro nachgab.

Derjenige Kurs, der am meisten verlor, war der von MTU (minus sechs Prozent auf 192,90 Euro). Die Nummer zwei auf der Liste war die Münchener Rück, die einen Verlust von fünf Prozent auf 216,80 Euro verzeichnete. Die Deutsche Telekom verbuchte ein Minus von 4,4 Prozent auf 17,54 Euro.


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Milliardengrab für den Westen: Die Ukraine ist zahlungsunfähig

Die Ratingagenturen S&P und Fitch haben die Ukraine als teilweise zahlungsunfähig herabgestuft. Den Gläubigern im Westen drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen Der Kampf ums Bargeld entscheidet sich in Europa

Die Bargeldabschaffung bekommt immer stärkere Kraft und beschleunigt sich. Gute Nachrichten für das Bargeld sind rar. Von 100 Nachrichten...

DWN
Politik
Politik Nato-Deal: Schweden liefert ersten Mann an die Türkei aus

Im Gegenzug für den Nato-Beitritt von Schweden hatte die Türkei die Auslieferung einer Reihe von Personen gefordert. Nun will Stockholm...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energie-Krise: Russland erhöht Erdgas-Lieferungen an Ungarn

Ungarn hatte Russland um mehr Gas gebeten, um die Energieversorgung für den kommenden Winter sicherzustellen. Dieser Bitte kommt Gazprom...

DWN
Finanzen
Finanzen Die größten Vermögensverwalter der Welt setzen plötzlich auf Krypto

Die Vermögensverwalter Abrdn, BlackRock und Charles Schwab haben im August massive Geschäfte im Krypto-Sektor gestartet. Sie erwarten...

DWN
Finanzen
Finanzen George Soros: Big-Tech-Investment kam zum richtigen Zeitpunkt

Nachdem die Investmentfirma von George Soros ihre Beteiligungen an großen US-Technologiefirmen deutlich erhöhte, sind deren Aktienkurse...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Lithium: Engpässe und explodierende Preise beim Treiber der „Verkehrswende“

Lithium gilt als strategischer Rohstoff für Batterien und die Elektromobilität. Allerdings ist die Versorgung nicht gesichert, schon...

DWN
Deutschland
Deutschland Energie-Krise: Bäcker ächzen unter steigenden Kosten

Angesichts explodierender Energiekosten warnen die Bäcker in Deutschland vor einem teuren Herbst und fordern Unterstützung von der...