Unternehmen

Digitales Unternehmenskonto kommt bald bundesweit zum Einsatz

Ab dem kommenden Jahr soll das einheitliche „digitale Unternehmenskonto“ bundesweit zum Einsatz kommen, um die Akte zwischen Firmen und Behörden zu erleichtern.
26.07.2021 14:32
Aktualisiert: 26.07.2021 14:32
Lesezeit: 1 min
Digitales Unternehmenskonto kommt bald bundesweit zum Einsatz
Dorothee Bär (CSU), Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung, spricht in der Plenarsitzung des Deutschen Bundestages bei einer Debatte zur Datenstrategie der Bundesregierung. (Foto: dpa) Foto: Gregor Bauernfeind

Ab dem Jahr 2022 soll in allen Bundesländern das einheitliche „digitale Unternehmenskonto“ zum Einsatz kommen. „Heise.de“ berichtet: „Über das Konto können Unternehmen Anträge online stellen und die Bescheide von Behörden und Verwaltungen erhalten. Laut den 2019 veröffentlichten Plänen des IT-Planungsrates sollen bis zum 2022 insgesamt 575 unternehmensorientierte Verwaltungsdienstleistungen digitalisiert werden. Perspektivisch sollen auch die Gerichte eingebunden werden.“

Jedes Unternehmen hat durchschnittlich pro Jahr 200 Kontakte mit behördlichen Stellen. „Wir machen damit einen Quantensprung bei der Kommunikation zwischen Betrieben und Behörden. Wir haben jetzt die Möglichkeit, Verwaltung neu zu denken – und zwar aus Nutzersicht statt aus Behördensicht. Durch Digitalisierung und Technik können wir Prozesse entsprechend verändern und dabei einen modernen neuen Staat schaffen“, zitiert die Zeitung „Die Welt“ die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach.

Der Chefvolkswirt des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW), Dr. Hans-Jürgen Völz, teilte den Deutschen Wirtschaftsnachrichten mit: „Grundsätzlich ist das digitale Unternehmenskonto gut und zeitgemäß. Es verhält sich allerdings so wie bei dem erst kürzlich beschlossenen Register für Unternehmensbasisdaten. In der Umsetzung dauert alles viel zu lange. Konkret: Bis sämtliche analoge Verfahren durch digitale Prozesse ersetzt und damit das bestehende Dickicht bürokratischer Interaktionen zwischen Unternehmen und öffentlicher Verwaltung gelichtet wird, vergehen noch Jahre. Um den Leistungsumfang von Anfang an möglichst schnell und umfassend erschließen zu können, wünsche ich mir mehr Experimentierfreude und weniger Pedanterie seitens der Verantwortlichen in Politik und Verwaltung. Mit höherem Leistungsumfang lassen sich nicht nur Bürokratiekosten senken, sondern auch die öffentlichen Verwaltungen verschlanken.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie Jede siebte Firma lässt KI Arbeitszeugnisse schreiben
19.08.2026

Künstliche Intelligenz schreibt längst nicht mehr nur Texte – sie erstellt inzwischen auch Arbeitszeugnisse und unterstützt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IW: Deutschland müsste fünfmal produktiver werden, um den Wohlstand zu erhalten
19.08.2026

Deutschlands Produktivitätswachstum reicht laut IW nicht mehr aus, um den Wohlstand zu sichern. Der demografische Wandel verschärft den...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Nvidia, Marvell und Micron ziehen Wall Street nach unten
18.08.2026

Spannung an der Wall Street: Warum sich das Blatt für Anleger jetzt wenden könnte.

DWN
Finanzen
Finanzen Echtzeit-Bezahldienst Wero: Gelingt Europas Angriff auf PayPal & Co.?
18.08.2026

Jahrelang haben US-Konzerne den digitalen Zahlungsverkehr in Europa geprägt – jetzt wollen Europas Banken die Kontrolle zurückgewinnen,...

DWN
Finanzen
Finanzen Euribor auf höchstem Stand seit fast zwei Jahren, der Markt erwartet weiteren Anstieg
18.08.2026

Der sechsmonatige Euribor ist auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren gestiegen. Für Kreditnehmer mit variabler Verzinsung und neue...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ferrari Luce: Erst verspottet, jetzt reißen sich Käufer um den Elektro-Ferrari
18.08.2026

Der Ferrari Luce provozierte Fans, verunsicherte Anleger und ließ Zweifel an Ferraris Elektrostrategie wachsen. Nun ist das Verkaufsziel...

DWN
Immobilien
Immobilien Wohnungsbau legt zu: Stärkster Halbjahresanstieg seit 2016
18.08.2026

Die Baugenehmigungen steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr – doch vom Ende der Wohnungsnot kann keine Rede sein. Warum der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dürre ohne Panik: Warum Trockenheit kein Freibrief für allgemeine Preissteigerungen ist
18.08.2026

Fünf Gründe, warum niedrige Flüsse und trockene Felder nicht zu einem neuen Inflationsschock werden dürfen.