Politik

Trotz vollständiger Impfung: Sieben Tote in Pflegeheim nach Ausbruch der „Kolumbien-Linie“ der Kappa-Variante

In einem belgischen Pflegeheim sind sieben Senioren an der sogenannten „Kolumbien-Linie“ der Kappa-Variante des Corona-Virus verstorben. Sie waren alle vollständig geimpft.
06.08.2021 22:07
Aktualisiert: 06.08.2021 22:07
Lesezeit: 1 min
Trotz vollständiger Impfung: Sieben Tote in Pflegeheim nach Ausbruch der „Kolumbien-Linie“ der Kappa-Variante
Eine Krankenschwester impft im temporären Impfzentrum am Freizeitpark "Nürnbärland" einen Mitarbeiter des Parks mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson. (Foto: dpa) Foto: Daniel Karmann

Sieben Bewohner eines Pflegeheims in Belgien sind gestorben, nachdem sie sich trotz vollständiger Impfung mit einer Variante des Coronavirus infiziert hatten, die erstmals in Kolumbien entdeckt wurde, teilte das zuständige Virologie-Team am Freitag mit.

Das Virologie-Team sagte, die Bewohner seien mit der B.1.621-Linie von Corona infiziert worden, die aus Kolumbien stammt und in den vergangenen Wochen in den USA entdeckt wurde, teilt der englischsprachige Dienst der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten hat die B1.621-Linie als Teil der Kappa-Variante des Coronavirus aufgeführt, jedoch nicht als Variante selbst.

Die sieben Menschen, die im Pflegeheim im belgischen Zaventem in der Nähe von Brüssel starben, waren alle um die 80 oder 90 Jahre alt, sagte Marc Van Ranst, Virologe an der Universität Leuven.

Van Ranst kommentierte die Tatsache, dass die Bewohner starben, obwohl sie vollständig gegen Corona geimpft waren, mit den Worten: „Das ist besorgniserregend.“

„Wir haben keine Ahnung, wie das Virus in den Dienst gelangt ist“, zitiert die Zeitung „La Libre“ die Personal- und Pflegeleiterin der Einrichtung, Kathleen Boydens.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Die Krise der deutschen Automobilindustrie: Wo geht die Reise hin?
11.10.2026

Die deutsche Automobilindustrie, das historische Rückgrat des nationalen Wohlstands, steckt in ihrer schwersten Krise seit Jahrzehnten....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Umgang mit Cookies: BGH verhandelt zu Cookie-Speicherung – darum geht's
10.10.2026

Der Bundesgerichtshof prüft, ob Unternehmen für das Speichern von Cookies auf fremden Internetseiten ohne Einwilligung haften müssen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Uber-Robotaxis in Deutschland: Erst Stellen streichen, dann Jobs versprechen
10.10.2026

Uber streicht Tausende Stellen und verspricht gleichzeitig neue Arbeitsplätze in Deutschland. Was widersprüchlich klingt, folgt einer...

DWN
Finanzen
Finanzen Revolut-Bank greift an: Dieser Fintech-Riese will Europas Banken überholen
10.10.2026

Die Revolut-Bank wächst in einem Tempo, von dem klassische Geldhäuser nur träumen können: fast 70 Millionen Kunden, Milliardenbewertung...

DWN
Technologie
Technologie KI-Prompts für Marketing und Vertrieb: 7 KI-Vorlagen für KMU und Selbstständige
10.10.2026

Fast jedes zweite kleine Unternehmen sieht noch keinen echten Nutzen in KI – dabei liegt der Unterschied oft nur im richtigen Prompt....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dacia Sandero Stepway: Europas Bestseller hat ein Sicherheitsproblem
10.10.2026

Europas meistverkauftes Auto kommt nicht von Volkswagen, Toyota oder Peugeot, sondern von Dacia. Der Sandero Stepway punktet mit enormer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kingspan Group-Aktie unter Druck: EU greift nach geplatztem Deal durch
10.10.2026

Ein geplatzter Milliardendeal? Nein, ein gescheiterter Firmenkauf mit teuren Folgen. Weil der irische Baustoffkonzern Kingspan die...

DWN
Politik
Politik Marine Le Pen plant finanzpolitischen Kurs mit großen Einsparungen: Auf den Straßen wächst die Wut
10.10.2026

Frankreich steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Während Zehntausende junge Menschen gegen marode Schulen und fehlende Investitionen...