Politik

US-Armee behält Stützpunkte, die an Deutschland zurückgegeben werden sollten

Das US-Militär will mehrere Standorte behalten, die eigentlich an Deutschland zurückgegeben werden sollten. Zudem wird eine zur Schließung anstehende Basis reaktiviert.
09.08.2021 13:20
Aktualisiert: 09.08.2021 13:20
Lesezeit: 1 min

Das US-Militär will mehrere Standorte behalten, die eigentlich an Deutschland zurückgegeben werden sollten. Grund sei der wachsende Bedarf an Einrichtungen auf dem europäischen Kontinent, wie die US-Army am Montag in Wiesbaden in ihrem europäischen Hauptquartier mitteilte. Betroffen seien das Amelia Earhart Center in Wiesbaden, die Pulaski Barracks in Kaiserslautern, die Barton Barracks im bayerischen Ansbach, die Coleman Barracks in Mannheim sowie Weilimdorf Warehouse in Stuttgart. Außerdem soll die Husterhohe Kaserne in Pirmasens von der US-Army zur US-Air Force wechseln.

Die Schließung der Coleman Barracks wurde den Angaben zufolge 2010 angekündigt, die Pläne für die anderen Standorte wurden 2015 im Rahmen der Konsolidierung der europäischen Infrastruktur des Verteidigungsministeriums öffentlich.

Im April war bekannt geworden, dass die USA ihre Truppen in Deutschland um 500 Soldaten aufstocken wollen. Die Männer und Frauen sollen im Herbst im Raum Wiesbaden stationiert werden. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hatte erklärt, die Stationierung sei auch als Bekenntnis der USA zum Verbündeten Deutschland zu verstehen.

Der frühere US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Sommer kurz vor seiner Abwahl den Abzug von 12 000 der rund 35 000 US-Soldaten in Deutschland als Strafaktion für die aus seiner Sicht mangelnden deutschen Militärausgaben angekündigt. Sein Nachfolger Joe Biden hatte diesen Truppenabzug bereits gestoppt.

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