Deutschland

Lokführer streiken ab Samstag: Personenverkehr ist ab Montag betroffen

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL einen weiteren Arbeitskampf angekündigt.
20.08.2021 11:20
Aktualisiert: 20.08.2021 11:20
Lesezeit: 1 min
Lokführer streiken ab Samstag: Personenverkehr ist ab Montag betroffen
Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), lacht auf einer Kundgebung vor dem Dresdner Hauptbahnhof. (Foto: dpa) Foto: Sebastian Kahnert

Im Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn hat die Lokführergewerkschaft GDL einen weiteren Arbeitskampf angekündigt. Es werde ab Samstag, 17.00 Uhr bis Mittwoch, 02.00 Uhr gestreikt, kündigte GDL-Chef Claus Weselsky am Freitag an. Beginnen werde der Ausstand im Güterverkehr, ab Montag um 02.00 Uhr werde auch der Personenverkehr bestreikt. „Wir haben erneut Rücksicht auf das vor uns liegende Reisewochenende genommen“, sagte Weselsky. „Das werden wir in Zukunft nicht mehr gewährleisten können.“ Enden soll der Ausstand am Mittwoch um 02.00 Uhr.

Bereits in der vergangen Woche hatten die Lokführer weite Teile des Fern- und Nahverkehrs über Tage lahmgelegt. GDL-Chef Weselsky hatte danach mit weiteren Arbeitsniederlegungen gedroht, sollte die Bahn kein verbessertes Angebot vorlegen. Bisher hat dies der Konzern nicht getan. Die Bahn hat der GDL zuletzt Lohnerhöhungen in zwei Schritten angeboten: 1,5 Prozent zum 1. Januar 2022 und 1,7 Prozent zum 1. März 2023, bei einer Laufzeit bis Ende Juni 2024. Der GDL reicht dies nicht. Sie fordert unter anderem frühere Lohnerhöhungen, eine kürzere Laufzeit und einen Corona-Bonus von 600 Euro.

Die Bahn hatte am Donnerstag signalisierte, dass es vorerst keine neue Offerte geben werde. Aber man sei zu Kompromissen bereit und in der Lage, am Verhandlungstisch Lösungen zu finden, hieß es beim Staatskonzern. Deshalb sei ein weiterer Streik überflüssig und unnötig.

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