Deutschland

Spahn bedient Turbolader: „Wir impfen Deutschland in die Freiheit zurück“

Am 22. August 2021 hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gesagt: „Wir impfen Deutschland in die Freiheit zurück.“ Reuters meldet: „Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möchte allen Bürgern eine Auffrischimpfung anbieten.“
22.08.2021 21:44
Aktualisiert: 22.08.2021 21:44
Lesezeit: 1 min
Spahn bedient Turbolader: „Wir impfen Deutschland in die Freiheit zurück“
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt sich vor dem Pflege-Campus der St. Elisabeth-Gruppe seinen Mund-Nasen-Schutz richtig herum auf. (Foto: dpa) Foto: Roland Weihrauch

Jens Spahn sagte am Sonntag am Stadtstrand in Bad Kissingen im Rahmen einer Wahlkampfrede: „Wir impfen Deutschland in die Freiheit zurück.“

Die dpa meldet: „Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg am Samstag erstmals seit Mai wieder über 50. Am Sonntag hatten sich 54,5 pro 100 000 Menschen innerhalb sieben Tagen neu mit Corona infiziert. Das Land mit der stärksten Steigerung ist derzeit mit Abstand Nordrhein-Westfalen mit 99,2, gefolgt von Berlin mit einer Inzidenz von 67,3. Flächenländer wie Baden-Württemberg (46,6) und Bayern (41,1) liegen unter dem Bundesschnitt. Die Zahl der Klinikpatienten mit Corona steigt. Vor allem 35- bis 59-Jährige sind betroffen. Fast alle Infektionen gehen auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurück. Menschen mit vollem Impfschutz erkranken dabei nur vergleichsweise selten an Corona und sehr selten schwer, wie eine Auswertung des Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt. Zwar gab es seit Februar mehr als 13 000 Infektionen trotz Impfung. Nur 2,4 Prozent der Corona-Intensivpatienten von 18 bis 59 Jahren waren zuletzt aber voll geimpft. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie sagte der Deutschen Presse-Agentur: ,Für Geimpfte ist die Situation weiterhin vergleichsweise entspannt.‘ Insgesamt zählte das RKI seit Pandemiebeginn knapp 3,9 Millionen Corona-Infektionen.“

Reuters meldet: „Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möchte allen Bürgern eine Auffrischimpfung anbieten. ,Eine Booster-Impfung ist von den Zulassungen gedeckt, sie verstärkt und verlängert den Impfschutz‘, sagt Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland einem Vorabbericht zufolge. Die Länder starteten jetzt bereits schrittweise mit den Booster-Impfungen in den Pflegeeinrichtungen und für besonders gefährdete Menschen. Außerdem könnten sich diejenigen noch einmal impfen lassen, die bislang nur Vektorimpfstoffe bekommen hätten. ,In einem zweiten Schritt können wir dann darüber nachdenken, auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten‘, so der Minister. Impfstoff sei ausreichend vorhanden.“

Die DWN dokumentieren die leeren Versprechen und Widersprüche, die Bundesgesundheitsminister Jens Spahn betreffen, in einem Artikel – HIER.

Am 2. September 2021 hatte DWN-Chefredakteur Hauke Rudolph in einem meinungsstarken Kommentar ausgeführt: „Wollen wir hoffen, dass sich die Wähler dann ans Frühjahr 2020 zurückerinnern. Wobei es natürlich noch besser wäre, wenn sich Jens Spahn seiner Verantwortung stellen würde. Und zwar heute schon. Und deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einmal meine Forderung bekräftigen und wiederholen: ,Herr Bundesgesundheitsminister, treten Sie zurück!‘“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Rechnungen digitalisieren: Wie Unternehmen Liquidität und Cashflow smarter steuern

Umsatz bedeutet noch keine gesicherte Liquidität. Zwischen der erbrachten Leistung und dem tatsächlichen Eingang des Geldes können...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Tesla-Aktien stürzen ab, Öl erreicht 101 US-Dollar
23.07.2026

Turbulente Zeiten an den globalen Handelsplätzen: Was die Anleger jetzt in Atem hält.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Heliumknappheit: Europas Industrie droht der nächste Rohstoffschock
23.07.2026

Helium klingt nach Luftballons, ist aber ein unersetzlicher Rohstoff für Mikrochips, Magnetresonanztomografen und die Luftfahrt....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preisoffensive im Handel: Wie Sie jetzt bei Haushaltswaren und Hörbüchern kräftig sparen können
23.07.2026

Sommerzeit ist Angebotszeit: Während Verbraucher ihre Ausgaben genauer planen, überbieten sich Händler mit attraktiven Preisaktionen....

DWN
Politik
Politik Insa-Umfrage zur Berlin-Wahl: AfD zieht knapp an CDU und Linken vorbei auf Platz eins
23.07.2026

Politisches Beben vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Erstmals führt die AfD eine repräsentative Umfrage in der Bundeshauptstadt an....

DWN
Finanzen
Finanzen EZB belässt Leitzins bei 2,25 Prozent: Bringt der Iran-Krieg die Zinswende im September?
23.07.2026

Die Europäische Zentralbank legt im Euroraum eine geldpolitische Pause ein: Trotz bestehender Inflationsrisiken belassen die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Alarmierende Studie: Jede dritte alleinerziehende Familie von Armut bedroht
23.07.2026

In Deutschland ist das Armutsrisiko für alleinerziehende Mütter und Väter alarmierend hoch: Fast 29 Prozent dieser Haushalte gelten laut...

DWN
Politik
Politik Rekordwert beim Sozialbudget: Ausgaben steigen auf fast ein Drittel der gesamten Wirtschaftskraft
23.07.2026

Die finanziellen Aufwendungen für den Sozialstaat erreichen in Deutschland ein neues Hoch: Im vergangenen Jahr sind die Sozialausgaben auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wettbewerbsverstoß: EU verhängt 890 Millionen Euro Bußgeld gegen Google
23.07.2026

Die Europäische Kommission greift im Digitalmarkt hart durch: Wegen unlauteren Wettbewerbs belegt die EU den US-Tech-Riesen Google mit...