Politik

Schock in Asien: Japan entdeckt Kontamination bei Moderna-Impfdosen

Die japanischen Behörden haben entdeckt, dass zahlreiche Moderna-Impfdosen kontaminiert sind. Fast zwei Millionen Impfdosen wurden in einer ersten Reaktion aus dem Verkehr gezogen. Besonders pikant: Es wurde bisher nicht bekanntgegeben, welche Art von Fremdstoffen in den Impfstoffen entdeckt wurden.
29.08.2021 16:45
Aktualisiert: 29.08.2021 16:45
Lesezeit: 1 min
Schock in Asien: Japan entdeckt Kontamination bei Moderna-Impfdosen
Ein Rentner erhält eine Dosis des Corona-Impfstoffs von Moderna in einem neu eröffneten Massenimpfzentrum. Angesichts wachsender Kritik an der schleppenden Impfkampagne hat Japan nun auch die Corona-Impfstoffe Moderna und Astrazeneca für Erwachsene zugelassen. (Foto: dpa) Foto: Carl Court-Pool

In Japan sind zwei Menschen verstorben, nachdem sie Moderna-Impfungen erhalten hatten, berichtet der englischsprachige Dienst von „Reuters“. Ob es eine Verbindung zwischen Tod und Impfung gab, wird untersucht.

Am 26. August 2021 führte „Reuters“ aus: „Japan hat am Donnerstag die Verwendung von 1,63 Millionen Dosen des COVID-19-Impfstoffs von Moderna ausgesetzt- mehr als eine Woche nachdem der inländische Händler Berichte über Verunreinigungen in einigen Fläschchen erhalten hatte.“ Der Auftragnehmer, das spanische Pharmaunternehmen ROVI, teilte am Donnerstag in einer Erklärung mit, dass man die Ursache der Kontamination untersucht. Besonders pikant: Es wurde bisher nicht veröffentlicht, welche Art von Fremdstoffen entdeckt wurden.

France24“ berichtet in einem anderen Fall: „Die japanische Region Okinawa hat am Sonntag die Verwendung des Covid-19-Impfstoffs von Moderna ausgesetzt, nachdem eine weitere Kontamination entdeckt worden war, teilte die regionale Regierung mit.“

„Wir setzen die Verwendung der Covid-19-Impfstoffe von Moderna aus, da in einigen von ihnen Fremdstoffe entdeckt wurden“, so die Regional-Behörden. Die von der am Samstag in Okinawa entdeckte Kontamination betroffenen Partien unterscheiden sich laut lokalen Medienberichten von den 1,63 Millionen Dosen, die nach den beiden Todesfällen ausgesetzt wurden.

Bis Ende September hat die Regierung in Tokio einen Vertrag über 50 Millionen Moderna-Impfstoffe unterzeichnet. Bisher wurden etwa 18 Millionen Moderna-Dosen verwendet, hauptsächlich in Massenimpfzentren der Zentralregierung und der Präfekturen, so die „Japan Times“.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Welche Funktionen sind 2026 bei Trading-Plattformen wirklich wichtig?

Trading-Plattformen entwickeln sich rasant weiter. Im Jahr 2026 geht es längst nicht mehr nur darum, Wertpapiere oder andere...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Algerien: Wenn ein Gebrauchtwagen teurer ist als ein Neuwagen
02.08.2026

Algerien will weniger abhängig von Öl und Gas werden und setzt auf eine eigene Autoindustrie. Nach Jahren des Mangels, explodierenden...

DWN
Finanzen
Finanzen Adieu Frankreich, adieu Deutschland: Wohin Europas Reiche ziehen
02.08.2026

Politische Unsicherheit, hohe Steuern: Das sind die wichtigsten Gründe, warum Reiche die zwei stärksten Länder Europas verlassen. Wohin...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Entwürfe für die Euro-Banknoten: Stimmen Sie für Ihren Favoriten ab!
01.08.2026

Die Europäische Zentralbank hat zehn Entwürfe für neue Euro-Banknoten vorgestellt. Bürger können bis zum 21. September über ihr...

DWN
Panorama
Panorama Bahn, Solarstrom und Ganztag: Das ändert sich im August
01.08.2026

Mit dem Start in den August treten mehrere Neuerungen in Kraft, die Millionen Menschen in Deutschland betreffen. Ob auf der Schiene, im...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft In europäischen Fabriken gehen die Lichter aus: Wer schließt sie, wer entlässt Mitarbeiter?
01.08.2026

VW, Bosch, BASF, Evonik, ThyssenKrupp, Michelin: In der Automobil-, Chemie- und Stahlindustrie reihen sich Werksschließungen, Entlassungen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der beste Freund des Recruiters: Tiere im Büro ziehen Talente stärker an als Boni
01.08.2026

Viele Unternehmen holen ihre Beschäftigten zurück ins Büro. Doch klassische Benefits verlieren an Zugkraft. Eine neue Studie zeigt: Für...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BYD Sealion 5 im Test: Viel Auto für vergleichsweise wenig Geld
01.08.2026

Der BYD Sealion 5 verbindet viel Platz, hohen Komfort und einen erstaunlich großen Aktionsradius. Als Plug-in-Hybrid schafft er im Test 80...

DWN
Politik
Politik EU in Gefahr: Wie Großmächte Europas Vetorecht ausnutzen
01.08.2026

Orbáns Wahlniederlage eröffnet der EU eine seltene Reformchance. Doch neue Blockierer könnten schon bald nachrücken. Experten warnen:...