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Grundrechte adé: Die DWN warnten bereits im Februar 2021 vor Klima-Lockdowns

Lesezeit: 5 min
07.09.2021 21:42  Aktualisiert: 07.09.2021 21:42
Die DWN hatten im Februar 2021 davor gewarnt, dass es zu einer weiteren Aushebelung der bürgerlichen Freiheiten im Sinne des Grundgesetzes kommen wird. Dabei wurde ganz klar darauf hingewiesen, dass dies nicht in etwa unter dem Vorwand der Corona-Bekämpfung, sondern unter dem Deckmandel des Klima-Schutzes ablaufen würde.
Grundrechte adé: Die DWN warnten bereits im Februar 2021 vor Klima-Lockdowns
Karl Lauterbach (r), SPD-Gesundheitsexperte, und Markus Gabriel, Philosoph, diskutieren zu Beginn des diesjährigen Philosophiefestivals Phil.Cologne über den Umgang mit der Corona-Krise. (Foto: dpa)
Foto: Rolf Vennenbernd

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Die deutsche Gesellschaft tritt Schritt für Schritt in eine Diskussion des Klima-Lockdowns ein. Manche Beobachter mögen diesen Verlauf als „vorsätzliche Klima-Hysterie“ umschreiben. Jeder hat eine andere Meinung, was in einer freiheitlichen Demokratie, in der wir noch (!) leben, normal und erwünscht ist.

Eigenlob stinkt zwar, doch sei es drum.

Die DWN hatten bereits frühzeitig am 18. Februar 2021 über die Gefahr einer Klima-Lockdown-Diskussion gewarnt. Der diesbezügliche Artikel wird wörtlich wiedergegeben:

Wer glaubt, dass die aktuellen Corona-Beschränkungen ein vorübergehendes Phänomen sind, der dürfte sich vielleicht täuschen. Es ist davon auszugehen, dass im Verlauf der Klimadebatte unser Alltagsleben weiteren und neuen Beschränkungen unterworfen sein wird. Dieser Prognose liegen diverse Hinweise zugrunde.

Die OECD hatte zuvor jene Bereiche aufgelistet, die im Verlauf der Klimaziele nachhaltig verändert werden sollen. Dazu zählen die Bereiche der Landwirtschaft, des Baugewerbes, der Stromversorgung, der Industrie und des Verkehrs, die als Haupttreiber der CO2-Emissionen angesehen werden.

Die jüngsten Berichte in den Medien, wonach Beton eine CO2-Klimaschleuder sei, erfolgen nicht zufällig. So berichtet beispielsweise „SWR Wissen“: „Ob beim Bau neuer Brücken, Hochhäuser oder Straßen, überall wo wir uns umschauen finden wir Beton. Für das Klima ist das ein Problem. Denn wenn das wichtigste Baumaterial hergestellt wird, wird eine große Menge des Treibhausgases Kohlendioxid freigesetzt.“

Die kritische Wohndebatte ist offenbar ein Teil der „Great Reset“-Agenda des Weltwirtschaftsforums (WEF), die seit dem Jahr 2016 vorangetrieben wird. Am 19. Juli 2019 veröffentlichte das WEF einen Beitrag unter dem Titel „Dieses winzige nachhaltige Haus könnte die Zukunft des Wohnens sein“. Das WEF wörtlich: „Mit einer Küche, einem Bad, einem Essbereich und einem Schlafbereich für bis zu vier Personen ist der 22 Quadratmeter große Wohnsitz nicht nur Teil des winzigen Heimtrends, sondern verkörpert auch viele der 17 Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Es wird ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben und soll das Potenzial zur Minimierung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen wie Wasser testen. Das Projekt soll der Öffentlichkeit zeigen, was Sie in kleinen Wohnräumen mit minimaler Umweltbelastung tun können.“

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte kürzlich auf „Phoenix“ gesagt: „Ich würde es noch nicht mal für ausgeschlossen halten, dass wir in der Klimakrise in eine Situation kommen, wo wir tatsächlich das ein oder andere verbieten“. Damit machte Lauterbach deutlich, dass in der kommenden Zeit das gewohnte Leben sich nachhaltig verändern wird, was wiederum mit der Aussage des WEF-Gründers Klaus Schwab harmoniert, wonach nach der Pandemie nichts mehr so sein wird wie vorher. „Viele von uns überlegen, wann sich die Dinge wieder normalisieren werden. Die kurze Antwort lautet: Niemals. Nichts wird jemals zu dem ‘gebrochenen’ Gefühl der Normalität zurückkehren, das vor der Krise herrschte, weil die Coronavirus-Pandemie einen grundlegenden Wendepunkt in unserer globalen Entwicklung darstellt“, schreiben Schwab und Thierry Malleret nach Angaben von CNBC in ihrem Buch „Covid-19: The Great Reset“. Schwab führte am 3. Juni 2020 unter dem Titel „Jetzt ist die Zeit für einen ,Great Reset‘“ aus, warum sich die Welt nachhaltig verändern wird.

Lauterbach hatte im Dezember 2020 in einem Beitrag der Zeitung „Die Welt“ angekündigt: „Für mich bleibt der Eindruck, dass es uns in Deutschland und auch in Europa, geschweige denn in den Vereinigten Staaten, ohne die Entwicklung eines Impfstoffes nicht gelungen wäre, diese Pandemie zu besiegen. Eine Impfung gegen CO2 wird es allerdings niemals geben. Somit benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemie-Bekämpfung sind. Ob das erreichbar ist, wage ich zunehmend zu bezweifeln.“

Es ist völlig überflüssig, Lauterbach mit unqualifizierten Attacken zu diskreditieren. Seine Ansichten sind mehr als nur kritikwürdig. Doch sie sind offenbar eingebettet in eine Agenda im Zusammenhang mit den Klimazielen. Umso wichtiger ist es, konstruktive Kritik zu üben. Der Journalist Milosz Matuschek hatte Lauterbachs Artikel über den Nachrichtendienst Twitter mit folgenden Worten kritisiert: „,Somit benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemie-Bekämpfung sind.‘ @Karl_Lauterbach all-in #GreatReset. Aber wer das totalitär nennt, muss natürlich verrückt sein.“

Die sich anbahnenden Beschränkungen werden sich offenbar auch auf unsere Ernährung und unser Reiseverhalten erstrecken. Bereits heute wird Fleischverzicht propagiert (HIER). Es wird darauf hingewiesen, dass im Labor hergestelltes Fleisch weitaus besser sei für das Klima. Doch wer gibt uns eine Garantie dafür, dass die Herstellung von Laborfleisch durch die Agrar- Chemie- und Pharmakonzerne gesünder ist als echtes Fleisch? „Die Verhinderung einer katastrophalen Erwärmung hängt von der Bekämpfung des Fleisch- und Milchkonsums ab, aber die Welt tut sehr wenig. Es wird viel für die Entwaldung und den Transport getan, aber es gibt eine große Lücke im Viehsektor“, zitiert Paul Shapiro in seinem Buch „Clean Meat: How Growing Meat Without Animals Will Revolutionize Dinner and the World“ einen Bericht der britischen Denkfabrik „Chatham House“. In einem Bericht vom 16. Mai 2019 lobt das WEF China als Vorreiter der fleischlosen „Revolution“. Das WEF titelt: „China führt die fleischlose Revolution mit seinem vegetarischen ,Scheinfleisch‘ an“. „Die Regierung hat auch die negativen Auswirkungen des Fleischkonsums erkannt und ergreift Maßnahmen, um ihn einzudämmen (…) Damit Fleischalternativen zum Mainstream werden, können sie nicht nur etwas sein, das nur Vegetarier essen - sie müssen auch Fleischesser ansprechen. Deshalb sind neue Fleischalternativen wie Beyond Meat und Qishan so wichtig: Sie ermutigen die Verbraucher, sich über tierische Produkte hinaus zu diversifizieren, ohne sie zu zwingen, alles aufzugeben, was sie an ihnen mögen. Dies ist besonders wichtig in China, wo es eine tief verwurzelte Tradition gibt, Mahlzeiten aus einer Kombination von Gemüse und Fleisch zuzubereiten.“

Der Flugverkehr verändert diversen Klimaberichten zufolge die atmosphärische Zusammensetzung und trägt damit zum Klimawandel bei. Was dies für unser Leben bedeuten könnte, liegt auf der Hand. So versucht beispielsweise der englischsprachige Dienst der „Deutschen Welle“ die Nutzung von Zügen anstatt von Flugzeugen den Bürgern schmackhaft zu machen. Eine Reise mit einem Flugzeug verursacht dem Blatt zufolge enorme Umweltkosten. „Unter Berücksichtigung aller oben genannten Aspekte zeigt die Grafik, dass die Gesamtkosten einer Zugfahrt jetzt für fast alle Fahrten niedriger sind als die eines Fluges“, so das Blatt.

Das WEF führt in einem Bericht aus, dass die Deutschen zunehmend auf den Zugverkehr als Transportmittel setzen würden. „Während der Deutsche Flughafenverband den Rückgang der Luftfahrt auf eine Reihe von Faktoren zurückführt, darunter steigende Ölpreise sowie wirtschaftliche und handelspolitische Unsicherheiten, glauben Verkehrsanalysten, dass das wachsende Bewusstsein für die Klimakrise eine wichtige Rolle spielt. ,Für mich ist dies ein Beweis dafür, dass das Bewusstsein für den Klimawandel in Bezug auf Verbraucheraktionen gestiegen ist‘, sagte Stefan Goessling, Professor für Verkehrsökonomie an der schwedischen Business School der Linnaeus University, gegenüber Bloomberg. Neben dem Rückgang des deutschen Inlandsflugverkehrs hat die nationale Eisenbahngesellschaft des Landes eine Rekordzahl von Langstreckenpassagieren gemeldet. 2019 nutzten über 150 Millionen den Zug, um diesen Zweck zu erfüllen (…) Die schwedische Regierung investiert über 5 Millionen US-Dollar in Schlafzüge zu Zielen in ganz Europa, um ihren Bürgern zu helfen, nachhaltiger zu reisen“, so das WEF in einem Bericht vom 3. Januar 2020. Es ist auch durchaus denkbar, dass die Nutzung der Privatautos stark reguliert wird, indem Anzahl und Umfang der Fahrten staatliche festgelegt werden.

„Ich glaube, dass wir bestimmte Beschränkungen akzeptieren müssen – wollen wir den Klimawandel beherrschen. Dazu wird zum Beispiel gehören, dass wir nicht, also so viel reisen wie jeder reisen könnte. Dazu gehört auch, den ein oder anderen Konsum freiwillig einschränken“, so Lauterbach.

Wenn die Gesellschaften unter Umgehung des Datenschutzes komplett digitalisiert werden, könnte eine komplette Kontrolle drohen. Sollte dieser Fall wirklich eintreten, wäre es sehr leicht die angestrebten Maßnahmen zur Bewältigung der sogenannten Klima-Krise durchzusetzen. Wer sich dem nicht fügen würde, könnte unter Umständen über ein „Sozialkredit-System“ sanktioniert werden. Dieses System greift bereits in China. In China hat Corona das sogenannte „Sozialkredit-System“ beflügelt. Wer sich konform verhält, erhält Steuervorteile und wird bevorzugt behandelt. Wer sich nicht konform verhält, erhält beispielsweise einen beschränkten Zugang zu Sozialleistungen, wird vom Buchen von Flugzeug- und Flugtickets ausgeschlossen und öffentlich geächtet. Dieses digitale Projekt hat eine „erzieherische Funktion“ und läuft über ein Punktesystem (HIER).


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