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Thyssenkrupp verkauft italienische Edelstahltochter AST an Arvedi

Thyssenkrupp treibt mit dem Verkauf seiner italienischen Edelstahltochter AST den Konzernumbau voran.
16.09.2021 10:34
Aktualisiert: 16.09.2021 10:34
Lesezeit: 1 min
Thyssenkrupp verkauft italienische Edelstahltochter AST an Arvedi
Das Logo und der Schriftzug von Thyssenkrupp spiegeln sich vor der Konzernzentrale auf nassen Pflastersteinen. (Foto: dpa) Foto: Rolf Vennenbernd

Thyssenkrupp treibt mit dem Verkauf seiner italienischen Edelstahltochter AST den Konzernumbau voran. Das Unternehmen mit Sitz in Terni übernehme der italienische Konkurrent Arvedi, teilte Thyssenkrupp am Donnerstag mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Transaktion solle im ersten Halbjahr 2022 abgeschlossen werden. Thyssenkrupp prüfe zudem eine mögliche Minderheitsbeteiligung an der AST Gruppe. Diese beschäftigt 2700 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. Analysten von Jefferies hatten den Wert von AST auf rund 400 Millionen Euro beziffert mit Luft nach oben.

Der Deal umfasst den Angaben zufolge auch die Vertriebsorganisationen von AST in Deutschland, Italien und der Türkei. Arvedi habe im Zusammenhang mit der Übernahme signifikante Investitionen angekündigt. "Wir arbeiten unsere Prioritäten ab und machen weitere Fortschritte bei unserem Umbau von Thyssenkrupp", sagte Konzernchefin Martina Merz. "Die Geschwindigkeit bei der Fokussierung des Portfolios ist entscheidend für unseren Veränderungsprozess." Gleichzeitig bleibe die Steigerung der Leistungsfähigkeit die wichtigste Aufgabe. "Auch da sind wir gut unterwegs und bleiben dran."

Insidern zufolge war zuletzt neben Arvedi auch der heimische Wettbewerber Marcegaglia im Rennen um AST. Zu den Interessenten hätten zuvor auch der koreanische Stahlkonzern Posco und Baosteel gehört. In Italien hatte es aber starke Stimmen dafür gegeben, AST in heimischer Hand zu belassen.

Thyssenkrupp hatte AST in die Sparte Multi Tracks verschoben. Hier sammelt der Konzern Unternehmen, für die ein Partner oder ein Käufer gesucht wird - oder die sonst geschlossen werden. AST ist dort der größte Brocken. Erst kürzlich hatte der Ruhrkonzern sein Geschäft mit Bergbaumaschinen verkauft. Bis Ende des Monats will Thyssenkrupp sein Grobblechwerk in Duisburg schließen.

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