Politik

Neuer Gesundheitsminister? Die Chancen für Lauterbach steigen deutlich

Einem Bericht zufolge könnte Karl Lauterbach tatsächlich der nächste Bundesgesundheitsminister werden. Zuvor hatte er angekündigt, sich für diesen lukrativen Posten zu interessieren. „Ich bin zudem recht zuversichtlich, dass mich diese Aufgabe nicht überfordern würde“, so Lauterbach.
21.10.2021 15:29
Aktualisiert: 21.10.2021 15:29
Lesezeit: 1 min

„Der Westen“ berichtet: „Die Chancen für Karl Lauterbach Gesundheitsminister einer Ampel-Koalition zu werden sind seit Mittwoch deutlich gestiegen. Es bahnt sich noch eine weitere Ampel-Überraschung bei den möglichen SPD-Ministern an.“

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für „BILD“ ergab, dass 34,9 Prozent der Deutschen sich Karl Lauterbach als Minister wünschen. „Nur 15 Prozent der Deutschen wollen Partei-Chefin Saskia Esken (60) in der nächsten Bundesregierung sehen. Olaf Scholz nannte sie bereits ,ministrabel‘. 38 Prozent lehnen Esken im Kabinett ab. Ähnlich schwach schneidet Eskens Co-Vorsitzender Norbert Walter-Borjans (68) ab. Ihn wünschen sich nur 13 Prozent als Minister, 35 Prozent sagen: bitte nicht! Eine weitere Klatsche für ,NoWaBo‘: Fast jeder Dritte (28 Prozent) kennt den SPD-Vorsitzenden nicht einmal“, so die BILD.

Lauterbach liebäugelt nach der Bundestagswahl mit dem Amt des Gesundheitsministers, meldete die dpa zuvor. Er finde die Aufgabe „nach wie vor sehr reizvoll“, sagte der 58-Jährige dem „Spiegel“. „Ich bin zudem recht zuversichtlich, dass mich diese Aufgabe nicht überfordern würde.“

Dass Lauterbach der nächste Bundesgesundheitsminister wird, ist gar nicht so abwegig. Schließlich hatte die SPD kurz nach der Wahl eine gezielte und unterschwellige PR-Kampagne für den Politiker durchgeführt. Die Webseite „t-online.de“ berichtete am 30. September 2021: „Ein Foto der SPD-Fraktion sorgt derzeit auf Twitter für Wirbel. Nach der Bundestagswahl veröffentlichte die SPD ein Gruppenbild ihrer frisch gewählten Abgeordneten im Deutschen Bundestag – doch ein Detail sorgt nun für Kritik. Was auf den ersten Blick auffällt – und was das Foto wohl zeigen sollte –, ist die große Anzahl der SPD-Mitglieder. Insgesamt 206 hatten es in die Fraktion im Bundestag geschafft. ,Wir sind jünger, ostdeutscher und diverser‘, schrieb die SPD zu dem Foto auf Twitter. Das lässt sich alleine über das Foto schwer ablesen. Was aber vielen Usern sofort auffiel: Keine der Personen trägt Maske. Bis auf eine Ausnahme: Karl Lauterbach.“

Offenbar sollte er unter anderem von seinen „Corona-Sünden“ reingewaschen werden. Am 25. August 2021 wurde im Bundestag über die Verlängerung der Corona-Notlage abgestimmt. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach trug auf den Fluren des Bundestags keine Corona-Maske.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Diese fünf Chip-Aktien müssen Sie haben, Bitcoin hat 30 Prozent Potenzial
04.10.2026

Der S&P 500 legt trotz höherer Zinsen und geopolitischer Spannungen weiter zu. Investoren hoffen auf eine historisch starke Schlussrallye...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Saatgutproduzent Christopher Rudloff im Interview: „Wir können keine Sonderschichten fahren“
04.10.2026

Hitze erreicht die Bilanz von Saatgutproduzenten mit zwei Jahren Verzögerung. Christopher Rudloff führt die RUDLOFF GmbH in Sereetz bei...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienvermögen: Warum Erben Arbeit schlägt
04.10.2026

Deutschlands Wohlstandsversprechen gerät ins Wanken: Während Immobilien- und Erbschaftsvermögen immer wichtiger werden, lässt sich mit...

DWN
Politik
Politik Handwerkerbonus wird gekappt: Bis zu 300 Euro weniger – Fiskus profitiert
04.10.2026

Mehr Geld im Portemonnaie – das verspricht die Einkommensteuerreform 2027. Beim Handwerkerbonus passiert das Gegenteil: Statt 1.200 Euro...

DWN
Finanzen
Finanzen 800 Milliarden Dollar für KI: Was passiert mit der Börse, wenn das größte Technologierennen langsamer wird?
04.10.2026

Die größten US-Techkonzerne investieren in diesem Jahr fast 800 Milliarden Dollar, vor allem in Rechenzentren, Chips und Infrastruktur...

DWN
Politik
Politik „Auf dünnem Eis“: Weltenergie-Chef warnt, drei neue Schocks könnten Europas Preise in die Höhe treiben
04.10.2026

Europa könnte vor einem schwierigen Winter stehen. Nach Einschätzung von IEA-Chef Fatih Birol laufen gleich drei Faktoren aus, die die...

DWN
Panorama
Panorama Sie bezahlte ein Croissant mit Karte und tippte ihre PIN ins Trinkgeldfeld
04.10.2026

Ein gewöhnlicher Einkauf in einer Bäckerei am Bahnhof von Winterthur endete für eine Seniorin mit einer Abbuchung von rund 1.707 Euro....

DWN
Politik
Politik Bundesregierung sucht Erfolgsgeschichten: Klingbeils schwierige Mission
04.10.2026

Lars Klingbeil will zeigen, dass die milliardenschweren Investitionen der Bundesregierung inzwischen auf Baustellen oder in der Forschung...