Finanzen

Der Winter soll mild werden: Gute Nachrichten für die Strom- und Gaspreise in Deutschland?

Prognosen zufolge soll die Wintersaison relativ mild verlaufen. Normalerweise sind das gute Nachrichten für die privaten Haushalte, da sie weniger für Strom und Gas zahlen müssen. Doch die deutschen Strom- und Gasversorger wollen die Preise ab Januar 2022 deutlich anheben.
27.11.2021 14:38
Aktualisiert: 27.11.2021 14:38
Lesezeit: 1 min

In Europa dürfte die Nachfrage nach Erdgas und Strom im Dezember 2021 zurückgehen, da der jüngste Kälteeinbruch in Nordwesteuropa Mitte nächster Woche nachlassen wird. Die Durchschnittstemperaturen für diese Jahreszeit bis zum 5. Dezember 2021 liegen über dem Normalwert. Die Strompreise sinken, weil die Prognosen für den Wärmebedarf eine geringere Nachfrage aufweisen.

Das niederländische Benchmark-Gas für den nächsten Monat fiel ebenfalls um mehr als 3,6 Prozent auf 89,65 Euro pro Megawattstunde.

Doch eine neue aufkommende Sorge stellt die sich verschlechternde Corona-Situation dar. Andrew Hill, Leiter der europäischen Gasanalyse bei „BloombergNEF“, wörtlich: „Es ist unklar, was dies genau für die Gasnachfrage bedeutet“, da einige frühere Sperren einen ,doppelten Heizeffekt' aufwiesen, bei dem sowohl Wohnungen als auch Büros gleichzeitig beheizt wurden.

Dass sich Europa auf einen wärmeren Winter einstellen muss, ist eigentlich eine positive Nachricht aus der Perspektive der Energiepreise.

Trotzdem meldete die Nachrichtenagentur dpa am 19. November 2021: „Ab dem Jahreswechsel müssen Millionen von Haushaltskunden deutlich mehr für Strom und Gas bezahlen. Die Vergleichsportale Check24 und Verivox berichteten am Freitag von mehreren hundert Gas- und Stromversorgern, die vor allem ihre Grundversorgungstarife erhöhen wollen. Bis zu diesem Samstag müssen die Unternehmen Erhöhungen zum Jahreswechsel angekündigt haben - sechs Wochen vor dem Stichtag. Die Verbraucherzentrale riet dazu, in diesem Jahr Post vom Energieversorger besonders aufmerksam zu lesen. Laut Verivox haben seit Juli insgesamt 463 Gasversorger die Preise erhöht oder Erhöhungen angekündigt, im Durchschnitt um 21 Prozent. Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden bedeute dies Mehrausgaben von 305 Euro im Jahr. Rund 3,9 Millionen Haushalte seien davon betroffen. Check24 kommt auf anderer Datengrundlage auf eine jährliche Mehrbelastung von im Schnitt 369 Euro (…) In Deutschland gibt es rund 42,8 Millionen Wohnungen (Stand 2020). Knapp die Hälfte wird mit Gas beheizt.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bonuszahlungen: Wenn Boni aus dem Ruder laufen
02.10.2026

Bonusprogramme waren früher oft spontane Belohnungen, heute sind sie ein professionelles Steuerungsinstrument für Vorstände und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lukoil: Der russische Öl- und Gaskonzern soll Förderlizenz nahe der Kurischen Nehrung erhalten
02.10.2026

Der russische Öl- und Gaskonzern Lukoil soll bis Ende dieses Jahres eine Lizenz zur Erschließung des Ölfelds „Nadeschda“ in der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Galeria-Insolvenz: Warenhauskette stellt erneut Insolvenzantrag
02.10.2026

Die Krise bei Galeria verschärft sich erneut: Nach mehreren Insolvenzen, Filialschließungen und finanziellen Engpässen folgt der...

DWN
Politik
Politik DWN-Podcast Folge 45: Die Woche im Rückblick – KW 40
02.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Midterms in den USA: Trump startet Wahlkampfoffensive
02.10.2026

Gut einen Monat vor den Midterms erhöht Donald Trump das Tempo im Wahlkampf. Der US-Präsident reist durch mehrere Bundesstaaten, setzt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Heizölpreis so hoch wie seit 2022 nicht mehr: Was Haushalte jetzt wissen müssen
02.10.2026

Der Heizölpreis ist zum Start der Heizperiode deutlich gestiegen. Viele Haushalte fragen sich deshalb, ob sie ihren Öltank jetzt füllen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toyota Corolla Cross im Test: Der Hybrid, der an einen Diesel erinnert
02.10.2026

Der Toyota Corolla Cross verbindet Hybridtechnik mit viel Komfort und erstaunlich niedrigem Verbrauch. In der getesteten GR-Sport-Version...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU und China an der Schwelle zum Handelskrieg: Die Schüsse fallen noch nicht, aber die Geschütze sind geladen
02.10.2026

Auch wenn die ersten Schüsse noch nicht gefallen sind, zeichnet sich zwischen der Europäischen Union und China ein Handelskonflikt ab....