Politik

Affenpocken-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist es nach offiziellen Angaben zu einem Affenpocken-Ausbruch gekommen. „Radio Okapi“, ein Hörfunksender in der Demokratischen Republik Kongo, titelt: „Maniema: Gouverneur erklärt Affenpocken-Epidemie.“
09.12.2021 20:33
Aktualisiert: 09.12.2021 20:33
Lesezeit: 1 min
Affenpocken-Ausbruch im Osten der Demokratischen Republik Kongo
Das Affenpocken-Virus ist normalerweise nicht tödlich. (Screenshot via The Scientist)

Die Regierung von Maniema, einer Provinz im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRC), erklärte am Donnerstag offiziell den Ausbruch der Affenpocken.

Mit 191 Affenpocken-Fällen, darunter 24 Todesfällen, die seit dem 27. September 2021 gemeldet wurden, erklärte Afani Idrissa Mangala, der amtierende Gouverneur von Maniema, in einer Erklärung den Ausbruch in der Provinz.

Der Ausbruch wurde bestätigt, nachdem Proben an das „National Institute of Biomedical Research“ (INRB) gesendet wurden, teilte Mangala nach Angaben der chinesischen Nachrichtenagentur „Xinhua“ mit. Er forderte die Bevölkerung auf, wachsam zu sein und bei Fieber die nächsten Gesundheitszentren aufzusuchen.

Die Viruserkrankung wurde erstmals 1958 bei Laboraffen identifiziert. Die ersten menschlichen Fälle wurden 1970 in der Demokratischen Republik Kongo entdeckt. Als Krankheitssymptome wurden unter anderem Fieber, juckende Zehen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und geschwollene Lymphknoten identifiziert. Die Krankheit ist normalerweise nicht tödlich und kann unter Umständen durch die Pockenimpfung verhindert werden. „Radio Okapi“, ein Hörfunksender in der Demokratischen Republik Kongo, titelt: „Maniema: Gouverneur erklärt Affenpocken-Epidemie.“

Das RKI berichtet: „Die Inkubationszeit für Affenpocken beträgt zwischen 5 und 21 Tagen. Insgesamt ist die Prognose als günstig zu bewerten, allerdings beobachtet man bei Kindern unter 16 Jahren eine Letalität von bis zu 11% mit zentralafrikanischen Virusvarianten. Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken sind Affenpocken jedoch in der Regel eine leichtere Krankheit; die meisten Menschen erholen sich innerhalb von mehreren Wochen. Bei einigen Personen kann jedoch eine schwere Erkrankung auftreten. Erste Symptome der Krankheit sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Einige Tage nach dem Auftreten von Fieber entwickelt sich ein Pocken-ähnliches Exanthem, das oft im Gesicht beginnt und sich dann auf andere Körperteile ausbreitet. Der Hautausschlag verändert sich und durchläuft verschiedene Stadien, bevor sich schließlich Krusten bilden, die später abfallen. Die Therapie ist symptomatisch und supportiv, wichtig ist das Verhindern bakterieller Superinfektionen. Ein kürzlich von der FDA zugelassenes Medikament zur Behandlung von Menschenpocken (TPOXX) könnte zukünftig auch zur Behandlung von Affenpocken eingesetzt werden (…) Die Pocken-Impfung (z.Z. in Europa nicht verfügbar) schützt auch vor Affenpocken, ist jedoch nach WHO-Empfehlungen wegen der möglichen Nebenwirkungen gegenwärtig nicht indiziert.“

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