Finanzen

Autowerte im Fokus: Wie die LKW-Sparte von Daimler den Mutterkonzern in den Keller schickt

Die Börsen sind relativ ruhig. Ein Ereignis war ganz wichtig.
10.12.2021 11:55
Aktualisiert: 10.12.2021 11:55
Lesezeit: 1 min
Autowerte im Fokus: Wie die LKW-Sparte von Daimler den Mutterkonzern in den Keller schickt
Die Märkte sind heute eher ruhig. (Foto: dpa)

Der Dax hat heute bis 11.30 Uhr 0,3 Prozent auf 15.598 Punkte verloren. Zum Wochenausgang sucht das deutsche Leitbarometer nach seiner Richtung.

Im Fokus standen die Autowerte. Denn die LKW-Tochter des deutschen Autobauers, Daimler Truck, hat ihren Einstand an der Börse gefeiert.

Die Aktie, die erstmalig an der Börse gelistet wurde, gewann 5,2 Prozent auf 29,48 Euro. Der Börsenwert von 23 Milliarden Euro lag am unteren Ende der Schätzungen der Analysten, die bis zu 40 Milliarden Euro gehofft hatten. Der erste Preis der Aktie lag bei 28 Euro. Sie wird nur heute im Dax gehandelt und wird ab Montag aus dem deutschen Leitindex herausfallen.

Der Chef von Daimler Truck, Martin Daum, sagte:

„Heute ist ein historischer Tag für Daimler Truck: 125 Jahre lang war unser Lkw- und Busgeschäft Teil des Daimler-Konzerns – nun werden wir ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen. […] jetzt geht es für Daimler Truck erst richtig los. Jetzt blicken wir mutig und zuversichtlich nach vorne. Jetzt freuen wir uns darauf, mit unserem großartigen globalen Team die Gestaltungsmöglichkeiten als eigenständiges Unternehmen zu nutzen – für noch mehr unternehmerischen Erfolg in der Zukunft. Davon sollen alle profitieren – unsere Belegschaft, unsere Kunden und natürlich unsere Aktionäre."

Darüber hinaus hat Porsche ein Plus von einem Prozent auf 85,18 Euro gewonnen, gefolgt von Continental, das 0,8 Prozent auf 94,97 Euro zulegte. Zudem gewinnt Volkswagen 0,4 Prozent auf 183,18 Euro. Doch gab es auch Verlierer unter den Autowerten: So hat BMW 0,5 Prozent auf 89,58 Euro eingebüßt.

Nachmittags kommen noch einmal die Verbraucherpreis-Indizes aus den USA für den November. Die Ökonomen rechnen mit einem Plus von 6,9 Prozent. Bei der letzten Messung waren es noch 6,2 Prozent gewesen. Darüber hinaus erfahren die Anleger, wie sich das Verbraucher-Vertrauen entwickelt. Die Fachleute rechnen beim Reuters/ Michigan-Index mit einem Wert von 67,1, der beim letzten Mal bei 67,4 gelegen hat.

Bereits gestern hat sich der Dax so ähnlich wie heute Morgen präsentiert. Der Dax hat 0,3 Prozent auf 15.639 Zähler eingebüßt. Diejenige Aktie, die am meisten verlor, war HelloFresh, das 2,6 Prozent auf 78,34 Euro gewann. E.ON hat 1,6 Prozent auf 11,31 Euro, gefolgt von Merck (plus 1,5 Prozent auf 224,50 Euro).

Darüber hinaus gab es Verlierer: Die Deutsche Bank hat 3,4 Prozent auf 11,02 Euro eingebüßt, während Delivery Hero zwei Prozent auf 107,05 Euro verlor. Der Dritte im Bunde war Airbus, das ein Minus von 1,7 Prozent auf 105,48 Euro hinnehmen musste.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
Anzeige
DWN
Unternehmen
Unternehmen Rechtliche Stolperfallen bei Unternehmensgründung und Vertragsgestaltung - Was Entscheidungsträger wissen sollten

Die Gründung eines Unternehmens ist ein entscheidender Schritt für Unternehmerinnen und Unternehmer - eine Phase, die sowohl Chancen als...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen Zalando-Aktie: Logistikzentrum Erfurt schließt, 2.700 Jobs betroffen
08.01.2026

Der Berliner Modekonzern Zalando zieht die Reißleine und schließt sein Logistikzentrum in Erfurt. 2.700 Beschäftigte verlieren ihren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Abfindung verhandeln: Wie Sie das Optimale aus Ihrem Jobverlust herausholen
08.01.2026

Die deutsche Wirtschaft streicht Stellen. Um Jobs abzubauen, bieten Unternehmen Mitarbeitern oft hohe Abfindungen an, um die...

DWN
Politik
Politik Venezuelas Ölreserven: Warum Trumps Zugriff die Weltordnung erschüttern könnte
08.01.2026

Donald Trump beansprucht Venezuelas Ölreserven und erhebt damit einen Machtanspruch, der weit über Lateinamerika hinausreicht. Hinter der...

DWN
Politik
Politik Bürgergeld adé – Kabinett beschließt neue Grundsicherung
08.01.2026

Union und SPD haben sich auf das Ende des Bürgergeldes und eine neue Grundsicherungs-Reform geeinigt. Doch die Gesetzesänderung ist...

DWN
Politik
Politik Private Städte im Vormarsch: Tech-Elite baut Siedlungen außerhalb des Staates
08.01.2026

Tech-Unternehmer und Investoren entwickeln weltweit neue Städte und Sonderzonen mit eigenen Regeln. Geht es um effizientere Strukturen...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie hebt ab: Was hinter dem Aufwärtstrend des DAX-Werts steckt und welche Rolle Venezuela spielt
08.01.2026

Die Rheinmetall-Aktie ist am Donnerstag kräftig nach oben geklettert. Der DAX-Wert setzt damit seine Aufwärtsrally seit Beginn des neuen...

DWN
Technologie
Technologie 2025 rund zehn Prozent deutscher Gasimporte über LNG-Terminals
08.01.2026

Deutschlands Gasversorgung hat sich schneller verändert als lange gedacht. LNG-Terminals, einst politisch umstritten, tragen inzwischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Humanoide Roboter: KI treibt Robotik voran und schafft Milliardenmarkt
08.01.2026

Humanoide Roboter entwickeln sich von der Vision zur realen Technologie mit tiefgreifenden Folgen für Wirtschaft und Arbeit. Steht die...