Politik

US-Experte: Russland würde Ukraine innerhalb von 30 Minuten besiegen

Ein US-Militärexperte teilte der Zeitung „New York Times“ mit, dass die russische Armee die Ukraine im Kriegsfall innerhalb einer halben Stunde zur Kapitulation zwingen würde. Ukrainische Militärs sagen, dass sie ohne westliche Unterstützung einen konventionellen Krieg gegen Russland nicht gewinnen könnten. Doch ein Partisanenkrieg sei möglich.
14.12.2021 19:46
Aktualisiert: 14.12.2021 19:46
Lesezeit: 1 min
US-Experte: Russland würde Ukraine innerhalb von 30 Minuten besiegen
Ein Soldat der russischen Armee erzeugt während einer Übung auf dem Schießplatz Kadamovskiy ein Feuer mit seiner Waffe. (Foto: dpa) Foto: Uncredited

Im Falle bewaffneter Zusammenstöße wird Russland einen erheblichen Teil der ukrainischen Militäreinheiten in weniger als einer Stunde besiegen. Das behauptet zumindest der ehemalige US-Marine Robert Lee vom King's College London im Gespräch mit der Zeitung „New York Times“.

„Wenn Russland seine konventionellen Fähigkeiten wirklich entfesseln will, könnte es in kürzester Zeit massiven Schaden anrichten. Sie können das ukrainische Militär im Osten sehr schnell innerhalb der ersten 30 bis 40 Minuten niederringen“, so Lee.

Aus der DWN-Analyse „Droht der Ukraine eine Teilung entlang des Dnepr-Flusses?“ gehen zwei mögliche Kriegsszenarien hervor.

Der „New York Times“ zufolge teilen einige Beamte in Kiew dieselbe Ansicht. Der Chef des Geheimdienstes des ukrainischen Verteidigungsministeriums, General Kirill Budanow, sagte, dass es im Falle eines umfassenden Konflikts ohne die Unterstützung westlicher Länder unrealistisch sei, Russland in einem hypothetischen Krieg zu besiegen.

Der General meint, dass das ukrainische Militär sehr schnell neutralisiert werden würde. Seine Führung wäre nicht in der Lage, die Verteidigung zu koordinieren und die Front zu versorgen. Budanow ist wütend über die Zurückhaltung des Westens. „Sie müssen entscheiden, ob wir entweder Verbündete sind, wie sie behaupten – und in diesem Fall helfen sich die Verbündeten gegenseitig – oder sie müssen sagen, dass das nicht der Fall ist. Wenn die zivilisierte Welt eine Katastrophe vermeiden will – und dies wird eine Katastrophe für alle sein – brauchen wir jetzt militärisch-technische Unterstützung, nicht morgen, nicht übermorgen, nicht in einem Jahr. Jetzt!“, so der General.

Ein hochrangiger ukrainischer Militärbeamter, der unter der Bedingung der Anonymität mit dem US-Blatt sprach, sagte, wenn der Westen die Ukraine nicht unterstützen würde, würde das Militär seine Waffendepots öffnen, damit die Ukrainer alles nehmen können, was sie wollen. Darüber hinaus stellte der urkrainische General Pavlyuk fest, dass es in der Ukraine bis zu einer halben Million Menschen mit militärischer Erfahrung gebe, die „einen Partisanenkrieg beginnen“ würden, wenn sie keine westliche Unterstützung erhalten würden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Rechnungen digitalisieren: Wie Unternehmen Liquidität und Cashflow smarter steuern

Umsatz bedeutet noch keine gesicherte Liquidität. Zwischen der erbrachten Leistung und dem tatsächlichen Eingang des Geldes können...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Heliumknappheit: Europas Industrie droht der nächste Rohstoffschock
23.07.2026

Helium klingt nach Luftballons, ist aber ein unersetzlicher Rohstoff für Mikrochips, Magnetresonanztomografen und die Luftfahrt....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preisoffensive im Handel: Wie Sie jetzt bei Haushaltswaren und Hörbüchern kräftig sparen können
23.07.2026

Sommerzeit ist Angebotszeit: Während Verbraucher ihre Ausgaben genauer planen, überbieten sich Händler mit attraktiven Preisaktionen....

DWN
Politik
Politik Insa-Umfrage zur Berlin-Wahl: AfD zieht knapp an CDU und Linken vorbei auf Platz eins
23.07.2026

Politisches Beben vor der Abgeordnetenhauswahl in Berlin: Erstmals führt die AfD eine repräsentative Umfrage in der Bundeshauptstadt an....

DWN
Finanzen
Finanzen EZB belässt Leitzins bei 2,25 Prozent: Bringt der Iran-Krieg die Zinswende im September?
23.07.2026

Die Europäische Zentralbank legt im Euroraum eine geldpolitische Pause ein: Trotz bestehender Inflationsrisiken belassen die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Alarmierende Studie: Jede dritte alleinerziehende Familie von Armut bedroht
23.07.2026

In Deutschland ist das Armutsrisiko für alleinerziehende Mütter und Väter alarmierend hoch: Fast 29 Prozent dieser Haushalte gelten laut...

DWN
Politik
Politik Rekordwert beim Sozialbudget: Ausgaben steigen auf fast ein Drittel der gesamten Wirtschaftskraft
23.07.2026

Die finanziellen Aufwendungen für den Sozialstaat erreichen in Deutschland ein neues Hoch: Im vergangenen Jahr sind die Sozialausgaben auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Wettbewerbsverstoß: EU verhängt 890 Millionen Euro Bußgeld gegen Google
23.07.2026

Die Europäische Kommission greift im Digitalmarkt hart durch: Wegen unlauteren Wettbewerbs belegt die EU den US-Tech-Riesen Google mit...

DWN
Politik
Politik Karlsruhe kippt Klage gegen Heizungsgesetz
23.07.2026

Mit dem Heizungsgesetz wollte die Ampel das Heizen in Deutschland klimafreundlicher machen. Es hagelte Kritik – nicht nur am Inhalt,...