Finanzen

Umfrage: Die Deutschen halten dem Bargeld die Treue

Bankgeschäfte am heimischen PC sind für viele Menschen inzwischen Standard. Beim Bezahlen halten viele dem Bargeld die Treue. Doch gerade jüngere Menschen greifen an der Kasse auch mal zum Smartphone.
25.12.2021 15:00
Aktualisiert: 25.12.2021 15:00
Lesezeit: 1 min
Umfrage: Die Deutschen halten dem Bargeld die Treue
Hier wird das Bargeldverbot für Deutschland geplant. (Bild: Volkspetition.org)

Bargeld ist trotz aller technischen Bezahlmöglichkeiten einer Umfrage zufolge bei gut einem Drittel der Menschen in Deutschland Trumpf. 36 Prozent der mehr als 2000 vom Meinungsforschungsinstitut YouGov befragten Erwachsenen gaben an, sie bevorzugten generell Barzahlung.

Zugleich sagte fast ein Viertel (23 Prozent) der Befragten, Schein und Münze grundsätzlich nur dann zu nutzen, wenn bargeldlose Zahlungen nicht möglich sind. Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) hat 2021 nach eigenen Angaben mindestens ein Mal die Erfahrung gemacht, dass sie zum Beispiel mit Karte zahlen wollten, aber nur Bargeld akzeptiert wurde.

Per Smartphone oder Smartwatch bezahlt allerdings nur eine Minderheit von 27 Prozent. Dieses bargeldlose Verfahren wähle vor allem die Altersgruppen bis Mitte 40, ordnete Friedhelm Beuse vom Genossenschaftsverband die Ergebnisse der Erhebung ein, die im Auftrag der Volks- und Raiffeisenbanken im Verband durchgeführt wurde.

Der Verband mit Sitz in Neu-Isenburg vertritt Institute in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg. Beuse ist Vorstand der Volksbank Münsterland Nord und beim Genossenschaftsverband stellvertretender Leiter des Arbeitsausschusses Markt und Produkte.

Als Grund für Barzahlungen führen 29 Prozent der Befragten an, sie hätten dann mehr Kontrolle über ihre Ausgaben. Nach Beuses Einschätzung wird dieses Motiv mit zunehmender Nutzung von Mobile Banking in den Hintergrund treten.

Derzeit ist die Kontoabfrage via Banking-App auf dem Smartphone der Umfrage zufolge die meistgenutzte Anwendung des Mobile Banking: 24 Prozent sagen, dass sie dafür in der Regel die App verwenden. 42 Prozent bevorzugen zur Einsicht in ihr Konto Onlinebanking am Laptop oder PC, 15 Prozent nutzen beide Möglichkeiten gleichermaßen. Nur 13 Prozent gaben an, die Kontoabfrage überhaupt nicht auf digitalem Wege zu erledigen. Ähnliche Relationen ergaben sich in der Umfrage bei der Frage, wie Bankkunden Überweisungen und Daueraufträge erledigen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nvidia-Aktie: Wie gefährlich ist Nvidias Finanzmaschine?
01.10.2026

Nvidia verdient Milliarden mit dem KI-Boom und steckt immer größere Summen zurück in genau jenes System, das diese Gewinne erzeugt....

DWN
Technologie
Technologie KI-Nutzung: Deutschlands Beschäftigte setzen auf KI – und fürchten um ihre Zukunft
01.10.2026

Deutschland gehört beim Einsatz von KI-Agenten zur weltweiten Spitzengruppe. Die Technologie ist in vielen Büros angekommen und prägt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tankrabatt senkt Benzinpreise und Dieselpreise zum Start deutlich
01.10.2026

Sinkende Spritpreise bringen Autofahrern zum Auftakt des Tankrabatts Entlastung. Besonders bei Super E10 zeigen sich vielerorts günstigere...

DWN
Finanzen
Finanzen Teure Autos, teure Reparaturen: Neue Typklassen in der Kfz-Versicherung
01.10.2026

Bei teuren Autos kosten auch die Reparaturen mehr. Das spiegelt sich in den Typklassen wider. Am günstigsten sind historische Kleinwagen,...

DWN
Technologie
Technologie Er war Spitzenmanager bei der NATO, jetzt hat er zehn Milliarden Euro für eine entscheidende Aufgabe bekommen
01.10.2026

Europa besitzt nur einen Bruchteil der weltweiten KI-Rechenleistung und liegt bei führenden Modellen weit hinter den USA und China. Nun...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street beendet September uneinheitlich
30.09.2026

Ein turbulenter Monat geht zu Ende – erfahren Sie, welche Dynamiken jetzt die Kurse an der Wall Street bestimmen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreich Staatsverschuldung: Die nächste Gefahr für die Eurozone
30.09.2026

Frankreich galt lange als einer der politischen und wirtschaftlichen Pfeiler der Eurozone. Doch an den Anleihemärkten wächst die...

DWN
Finanzen
Finanzen VW kündigt Tarifvertrag: Was jetzt auf 100.000 Beschäftigte zukommt – und auf die VW-Aktie
30.09.2026

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs und kündigt einen Großteil seiner Haustarifverträge. Nach Angaben der IG Metall sind zehn...