Politik

US-Senatoren legen Sanktions-Gesetz gegen Putin, Russland und Europäer vor

In der Nacht vom 12. zum 13. Januar 2022 haben insgesamt 27 US-Senatoren einen Gesetzesentwurf eingebracht, in dem harte Sanktionen gegen Wladimir Putin und das gesamte russische Kabinett, alle russischen Militärchefs, zwölf Banken und sogar gegen hochrangige Europäer und europäische Unternehmen gefordert wird.
13.01.2022 00:02
Lesezeit: 1 min

US-Senator Bob Menendez, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des US-Senats, hat in der Nacht vom 12. zum 13. Januar 2022 gemeinsam mit 26 seiner demokratischen Senatskollegen eine Gesetzesvorlage mit dem Titel „Defending Ukraine Sovereignty Act von 2022“ vorgelegt, um im Falle einer Invasion der Ukraine oder im Falle einer weiteren ungerechtfertigten Militarisierung der Grenzregion schwere Sanktionen gegen Russland zu verhängen.

Nicht später als 180 Tage nach dem Datum des Inkrafttretens dieses Gesetzes sollen Vermögenswerte, Investitionen, Bankkonten und weitere finanzielle Assets von Wladimir Putin (einschließlich Ehepartner, Kinder, Eltern und Geschwister), des russischen Premiers, des russischen Außenministers, des russischen Verteidigungsministers, des russischen Generalstabschefs und weiterer Befehlshaber im Ausland komplett eingefroren werden. Es soll zudem verhindert werden, dass diese Personen in irgendeiner Art und Weise finanzielle Transaktionen tätigen.

Die Sanktionen sollen sich unter anderem auf folgende Banken erstrecken: Sberbank, VTB, Gazprombank, VEB, Credit Bank of Moscow, Alfa-Bank, Rosselhozbank, FC Bank Otkritie, Promsvyazbank, Sovkombank, Transkapitalbank und The Russian Direct Investment Fund.

Aus dem Gesetzesentwurf geht hervor: „Die Nord Stream 2-Pipeline ist ein Instrument des großen Einflusses der Russischen Föderation, und wenn sie einsatzbereit ist, wird sie die Russische Föderation ermutigen, den Druck weiter zu erhöhen und die Ukraine zu destabilisieren. Die Vereinigten Staaten sollten alle verfügbaren und geeigneten Maßnahmen in Betracht ziehen, um die Inbetriebnahme der Nord Stream 2-Pipeline zu verhindern, einschließlich durch Sanktionen gegenüber Einrichtungen und Personen, die für die Planung, den Bau oder den Betrieb der Pipeline verantwortlich sind, und durch diplomatische Bemühungen.“

Doch das bedeutet auch, dass Sanktionen gegen nicht-russische Personen und Unternehmen verhängt werden könnten, falls der Gesetzesentwurf vom US-Senat gebilligt wird. In dem Entwurf wird gefordert, dass die USA ihre militärischen und politischen Beziehungen zu den baltischen Staaten vertiefen, um der „russischen Aggression“ entgegnen zu können.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen Anthropic-IPO: Geleakter Prospekt enthüllt die Milliardenrisiken hinter Claude
03.10.2026

Anthropic gilt als einer der heißesten Kandidaten für den nächsten großen KI-Börsengang. Doch ein geleakter Prospekt zeigt, welchen...

DWN
Panorama
Panorama Notstromversorgung: Warum ein Generator im Ernstfall nicht reicht
03.10.2026

Ein Stromausfall von wenigen Minuten ist lästig. Dauert er mehrere Tage, kann er für Unternehmen existenzbedrohend werden. Erfahrungen...

DWN
Immobilien
Immobilien Hitzeschutz: So bewahren Sie auch ohne Klimaanlage einen kühlen Kopf 
03.10.2026

Deutschland hat einen der heißesten Sommer hinter sich - und es wird nicht der letzte gewesen sein. Um sich in Gegenwart und Zukunft gegen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nissan Qashqai im Test: Elektrogefühl ohne Ladekabel
03.10.2026

Der Nissan Qashqai e-Power ist ein Hybrid, funktioniert aber anders als die meisten Konkurrenten. Die Räder treibt immer ein Elektromotor...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI und Arbeitsmarkt: Der Effizienzboom könnte den Fachkräftemangel verschärfen
03.10.2026

Künstliche Intelligenz macht Unternehmen schneller und produktiver. Doch ausgerechnet junge Berufseinsteiger könnten dafür einen hohen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wann lag die Inflation im Euroraum zuletzt bei vier Prozent?
03.10.2026

Zehn Wendepunkte zeigen, wie schnell eine Krise die Inflation nach oben treiben kann und wie langsam sich die Preise anschließend wieder...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China-Schock trifft Europa: Millionen Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel
03.10.2026

In der kommenden Woche reisen führende EU-Vertreter nach Peking, um von der chinesischen Führung zu verlangen, das enorme...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Anleiherenditen setzen Aktien weiterhin unter Druck
02.10.2026

Zinsängste und Arbeitsmarktdaten bewegen die Börsen – was Anleger jetzt wissen müssen.