Finanzen

Dax steigt wieder: Wie die Anleger die Zins-Ängste verdrängen

Lesezeit: 1 min
31.01.2022 11:50
Die Börsen sind weiter sehr unruhig. Heute kommen wieder Käufer in den Markt zurück.
Dax steigt wieder: Wie die Anleger die Zins-Ängste verdrängen
Gerade Henkel, das am Freitag besonders stark verlor, macht wieder Boden gut. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der Dax hat bis 11 Uhr 1,3 Prozent auf 15.515 Zähler gewonnen und damit die Verluste wieder kompensiert, die das Leitbarometer am Ende der vergangenen Woche erlitten hatte. Starke Vorgaben aus den USA, die am Freitagabend an den Märkten die Runde machten, haben die Anleger zumindest wieder etwas beruhigt. Derzeit sitzt nach wie vor die Befürchtung in ihren Köpfen, die US-Notenbank könne schneller als erwartet die Zinsen wieder anheben. Die hohe Inflation ist eine Belastung, ebenso wie der schwelende Ukraine-Konflikt.

Doch diese Ängste haben heute Morgen viele von ihnen verdrängt. Sie trieben somit mit ihren Engagements die Kurse erneut nach oben. Diejenige Aktie, die zum Wochenstart am meisten gewann, war Delivery Hero, das 4,2 Prozent auf 66,14 Euro zulegte und damit die Verluste vom Ende der vergangenen Woche erneut ausglich. Ebenso stemmte sich Henkel mit einem Plus von 3,4 Prozent auf 72,18 Euro gegen die Rückgänge. Gerade die Chemie-Aktie hatte am Freitag besonders hohe Verluste hinnehmen müssen. Auf dem dritten Platz lag Infineon, das drei Prozent auf 36,05 Euro zulegte.

Nachmittags um 14 Uhr besteht die Chance, dass wieder neue Impulse in den Markt kommen. Denn dann wird in Deutschland der Verbraucherpreis-Index publiziert – und zwar für den Januar. Die Ökonomen rechnen mit einem Niveau von 4,4 Prozent, nachdem die Rate im Dezember noch bei 5,3 Prozent gelegen hatte.

Darüber hinaus werden danach zwei bedeutende makroökonomische Daten aus den USA veröffentlicht. Es geht um die Produktions-Aktivitäten in Texas, die vom Dalles-Fed-Manufacturing-Index abgebildet werden. Die Volkswirte gehen von einem Wert von acht aus, der im Dezember noch bei 8,1 gelegen hat. Zusätzlich präsentieren die Verantwortlichen den PMI-Chicago-Business-Manager-Index, der im Januar Schätzungen zufolge wohl bei 62 gelegen hat. Bei der letzten Messung betrug das Niveau 63,1.


Mehr zum Thema:  

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Staatsakt: Steinmeier erwartet "härtere Jahre" - werden Bewährung bestehen
23.05.2024

Mehr politische Prominenz geht kaum: Zur Feier des Grundgesetzes versammelt sich die Spitze des Staates. Der Bundespräsident beschwört...

DWN
Politik
Politik Mobilfunkanbieter erwägen Klage bei Huawei-Verbot für 5G-Netz
23.05.2024

Das 5G-Netz soll das Internet in Deutschland auf Trab bringen - und damit viele Lebensbereiche digitaler machen. Welche Rolle soll dabei...

DWN
Finanzen
Finanzen Silberpreis erreicht Jahreshoch und knackt Marke von 30 Dollar
23.05.2024

Der Silberpreis legt im Fahrwasser der Goldpreis-Rekorde massiv zu und erreichte nun ein neues Jahreshoch. Was sind die Gründe und wie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Flüchtlingswelle 2015: Drei Viertel der Zugezogenen in Arbeitsmarkt integriert
23.05.2024

Arbeitsmarktexperte bringt mit der Initiative „Job-Turbo“ Geflüchtete schneller in Arbeit: Die Erwerbstätigenquote der 2015 nach...

DWN
Politik
Politik Wahlbetrug bei EU-Wahl: Präparierte Stimmzettel in Bayern aufgetaucht!
23.05.2024

Handelt es sich um einen Wahlfälschungsversuch? In der Stadt Bad Reichenhall ist es zu Unregelmäßigkeiten bei Briefwahlunterlagen für...

DWN
Politik
Politik Der Fall Kirch war sein Verhängnis: Ex-Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer gestorben
23.05.2024

Er prägte über Jahre den Finanzplatz Frankfurt und die Deutsche Bank. Ein Satz kam ihn und seinen damaligen Arbeitgeber teuer zu stehen....

DWN
Technologie
Technologie IW-Regionalranking 2024: Landkreise sind Vorreiter der Energiewende
23.05.2024

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) spielen ländliche Regionen eine zentrale Rolle in der Energiewende...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Handelskonflikt mit USA und EU heizt sich auf: China erwägt höhere Import-Zölle auf Verbrenner
23.05.2024

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert weiter und erfasst nun auch europäische Autobauer, die gar keine E-Autos...