Deutschland

Für die Liebe hat Karl Lauterbach keine Zeit

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat ein Interview mit dem Boulevard-Blatt „Bunte“ geführt.
18.02.2022 14:00
Lesezeit: 2 min
Für die Liebe hat Karl Lauterbach keine Zeit
Lauterbach hat in der Corona-Krise die Rolle des Mahners und Warners übernommen. (Foto: dpa) Foto: Oliver Berg

Die „Bunte“ hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach besucht, um ein Interview mit ihm zu führen. Das Interview wurde mittlerweile veröffentlicht und trägt den Titel „Für die Liebe hat der Arzt und SPD-Politiker keine Zeit“.

Als die „Bunte“ ihn darauf hinweist, dass er der populärste Politiker sei, antwortet Lauterbach genügsam: „Rankings ändern sich, das ist nicht so wichtig. Wichtig ist, dass wir erfolgreich im Kampf gegen diese Pandemie sind. Dafür arbeite ich mit meinem Team sehr hart. 14 bis manchmal sogar 16 Stunden am Tag sind nicht selten, auch am Wochenende. Wir klopfen viele Stunden. Ich habe auch ein paar gute Mitarbeiter von Jens Spahn übernommen, das Parteibuch ist mir dann egal, wenn jemand sehr qualifiziert ist. Ich rede auch nicht negativ über meinen Vorgänger, das gehört sich nicht. Die Amtsübergabe war sehr harmonisch.“

Der Bundesgesundheitsminister will mit seiner Antwort deutlich machen, dass er wirklich hart arbeitet und nicht faul ist, wie die Politiker Frank Spieth und Jens Spahn im Jahr 2009 behauptet hatten.

Lauterbach hatte sich in der Vergangenheit mehrmals darüber beschwert, dass er Single ist. In einem früheren Interview mit der „Bunte“ sagte er: „Ich möchte tatsächlich nicht den Rest des Lebens Single bleiben. Viele Politiker sind einsam, ich bin nicht betroffen. Ich habe Freunde, ich bin nicht der Nerd, für den mich manche halten. Ich bin lebenslustig, mache viel Sport, spiele Tischtennis“, so Lauterbach.

Im Dezember 2021 enthüllte er, dass er jeden Tag Wein trinkt. Der „Tagesspiegel“ berichtete: „Der viel gefragte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kann seinen eigenen Lebensstil derzeit niemandem empfehlen. Da er meistens nachts neue Studien zur Corona-Lage lese, schlafe er zu wenig, sagte Lauterbach dem ,Spiegel‘. ,Gut sind sieben Stunden und mehr - die erreiche ich bei Weitem nicht.‘ Auch sonst mache er derzeit viele Dinge, die nicht dem entsprächen, was er anderen empfehlen würde. ,Ich esse sehr einseitig, ernähre mich nicht vegan, trinke jeden Tag Wein, trinke keinen grünen Tee, sondern schwarzen Kaffee.‘ Er habe auch viel mehr Stress, als er empfehlen würde. ,Ich mache kein Yoga‘, sagte Lauterbach.“

Karl Lauterbach war zuvor mit der Fachärztin Angela Spelsberg verheiratet. Nach der Scheidung sagte Spelsberg im Jahr 2013 kurz nach der Bundestagswahl im Gespräch mit dem Magazin „Bunte“: „Hoffentlich wird er nicht Minister. Ich würde es für besser erachten, wenn Herr Lauterbach das Amt nicht bekäme. Er würde der großen Verantwortung nicht gerecht werden.“

„Er stellt in der Öffentlichkeit immer sein soziales Gewissen in den Vordergrund. Privat habe ich ihn allerdings von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Ich halte es für bedenklich, was in seinem Kopf vorgeht“, so Spelsberg.

Die Zeitung „Kurier“ berichtet: „Karl Lauterbach und Angela Spelsberg lernten einander beim Studium an der Elite-Universität Harvard kennen. Sie heirateten 1996; seit 2004 lebte Lauterbach getrennt von Spelsberg. 2010 erfolgte die Scheidung. In den Jahren zwischen der Trennung und der Scheidung habe man „ununterbrochen“ vor Gericht gekämpft, so Spelsberg. Es ging um Unterhaltszahlungen für die vier Kinder im Alter von 14 bis 20 Jahren. ,Vor Gericht hatte ich den Eindruck, als ob Geld und Karriere das Wichtigste für ihn seien‘, sagte Spelsberg der Bunten. Und: ,Ich wollte nie Unterhalt für mich, nur für meine Kinder.‘“

Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Chip-Aktien ziehen Wall Street ins Minus, während der Ölpreis in die Höhe schießt
08.10.2026

Welche Marktkräfte die Wall Street heute ins Wanken brachten und warum Anleger jetzt genau hinsehen sollten.

DWN
Politik
Politik Trump will Wähler mit Geld locken: „Einfach nur peinlich“
08.10.2026

Donald Trump verspricht jedem erwachsenen Amerikaner rund 4.450 Euro, wenn die Republikaner die Kongresswahlen gewinnen. Doch ausgerechnet...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Iran-Krieg bremst Deutschland weniger als erwartet
08.10.2026

Deutschlands Wirtschaft kommt trotz Iran-Krieg und hoher Energiepreise überraschend glimpflich davon. Doch der Aufschwung steht auf...

DWN
Finanzen
Finanzen Schufa schlägt Alarm: Millionen Verbraucher kämpfen mit Zahlungsproblemen
08.10.2026

Die hohen Preise setzen immer mehr Verbraucher finanziell unter Druck: 2025 stieg der Anteil der Menschen mit Zahlungsstörungen auf 8,1...

DWN
Immobilien
Immobilien BEG-Reform: Wärmepumpen-Förderung sinkt ab 2027 weiter
08.10.2026

Die Wärmepumpen-Förderung sinkt ab 2027 weiter: Wer zu spät beantragt oder falsch plant, dem könnten Tausende Euro Zuschuss durch die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung: Neue Bürokratie macht Exporte unrentabel
08.10.2026

Ein paar Kartons, wenige Gramm Plastik und plötzlich Hunderte Meldepflichten: Die neue EU-Verpackungsverordnung stellt kleine Unternehmen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nissan Qashqai im Test: Elektrogefühl ohne Ladekabel
08.10.2026

Der Nissan Qashqai e-Power ist ein Hybrid, funktioniert aber anders als die meisten Konkurrenten. Die Räder treibt immer ein Elektromotor...

DWN
Finanzen
Finanzen Nvidia-Aktie: Diese Geldmaschine schlägt alle anderen Chipkonzerne
08.10.2026

Nvidia verdient mit dem KI-Boom so viel wie kaum ein anderes Unternehmen der Welt. Auf das eingesetzte Kapital erzielt der Chipkonzern...