Deutschland

„Klima-Aktivisten“ blockieren erneut kritische Infrastrukturen

Subversive Elemente führen ihre Störaktionen gegen kritische Infrastrukturen fort.
23.02.2022 10:51
Aktualisiert: 23.02.2022 10:51
Lesezeit: 1 min

An mehreren Flughäfen in Deutschland haben sich am Mittwoch „Klimaaktivisten“ auf Zufahrtswegen angeklebt. Am Münchner Flughafen zählte die Polizei fünf Aktivisten der Gruppierung „Aufstand der letzten Generation“. Sie blockierten damit am Mittwochmorgen auf einem Zebrastreifen eine Zufahrtsstraße zum Frachtbereich, wie ein Reporter vor Ort beobachtete. Die Verkehrsbehinderungen hielten sich allerdings in Grenzen. Nachdem sich zunächst ein Rückstau gebildet hatte, fanden die Lastwagen offenbar eine alternative Route. Die Polizei nahm vor Ort Personalien auf.

Am Frankfurter Flughafen protestierten ebenso Aktivisten der Initiative „Letzte Generation“ gegen Lebensmittelverschwendung und für eine konsequentere „Klimapolitik“. Demnach hätten in Frankfurt sechs Aktivisten eine Zufahrtstraße zum Cargo-Bereich blockiert. Dabei hielten sie Banner mit der Aufschrift „Essen Retten, Leben Retten“ hoch. Eine weitere Protestaktion wurde nach Angaben der „letzten Generation“ von der Polizei verhindert. Es gebe Aktionen rund um den Frankfurter Flughafen, etwa auf den Zubringerstraßen und Kreuzungsbereichen, sagte ein Polizeisprecher. „Dadurch kommt zu Verkehrsbehinderungen.“

Auch an den Flughäfen in Berlin und Hamburg gab es ähnliche Störaktionen. „Die Letzte Generation fordert mit ihren Aktionen eine Umsetzung der Maßnahmen des repräsentativen Bürgerrates Klima und ein sofortiges Essen-Retten-Gesetz“, erklärten die Aktivisten.

Erst vor wenigen Tagen hatten Aktivisten eine Straße im Hamburger Hafen blockiert. Am Dienstag versperrten mehreren Personen eine Straße in Nürnberg. Vor einigen Wochen wurden mehrfach Autobahnen und Schnellstraßen in Berlin blockiert.

Die Gruppe hatte der Bundesregierung vor einigen Tagen mit der Blockade kritischer Infrastrukturen gedroht, wenn nicht auf die Forderungen eingegangen werde.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Online-Broker-Vergleich: Die besten Aktiendepots für Anleger – Tipps zur Anbieterauswahl

Ein Online-Broker-Vergleich beginnt beim Wertpapierdepot: Ein Depot ist die Eintrittskarte zur Börse, nur mit einem Depot können Anleger...

DWN
Politik
Politik Kanada und EU: Von der Leyens Plan könnte den Binnenmarkt verändern
27.09.2026

Kanada soll enger an die Europäische Union rücken als je zuvor. Ursula von der Leyen bringt dafür sogar eine "assoziierte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Horacio Pagani im Porträt: Seine Autos sind verkauft, bevor die Öffentlichkeit sie sieht
27.09.2026

Horacio Pagani baut keine Autos für den Massenmarkt. Im vergangenen Jahr sollen es gerade einmal rund 50 gewesen sein, das günstigste...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Unternehmensnachfolge: Mehr Schließungs- als Übergabepläne im Mittelstand
27.09.2026

Erstmals wollen mehr Mittelständler dichtmachen als übergeben. Betroffen sind auch profitable Betriebe mit vollen Auftragsbüchern. Oft...

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI für Anwälte: Der 26-Jährige, dem Investoren Milliarden hinterhertragen
27.09.2026

Drei Gründer, drei Jahre und inzwischen eine mögliche Milliardenbewertung: Der erst 26-jährige Max Junestrand baut mit Legora eines der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autoindustrie Slowakei: Der Autoriese ohne eigene Automarke
26.09.2026

Kein anderes Land produziert gemessen an seiner Einwohnerzahl so viele Autos wie die Slowakei. Volkswagen, Kia, Porsche und Land Rover...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreichs Wirtschaft: Fünf Warnsignale vor der Präsidentenwahl
26.09.2026

Frankreichs Wirtschaft kommt kaum noch vom Fleck, während der Schuldenberg weiter wächst und Anleger höhere Zinsen verlangen....

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis im Aufwärtsmodus: Während KI träumt, verdienen Ölkonzerne Milliarden
26.09.2026

Der Ölpreis steigt rasant und stellt die Weltwirtschaft vor unbequeme Fragen. Teure Energie kann Inflation anheizen, Wachstum bremsen und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmenskultur: Was Firmen von Netflix wirklich lernen können
26.09.2026

Netflix gilt vielen Unternehmen als Vorbild für Freiheit, Verantwortung und weniger Bürokratie. Doch wer erfolgreiche Managementmodelle...