Deutschland

Rüstungskonzern Rheinmetall rechnet mit bis zu 3.000 neuen Stellen

Der Rüstungskonzern Rheinmetall rechnet mit 1.000 bis 3.000 zusätzlichen Mitarbeitern für neue Aufträge von der Bundeswehr. Den ersten Auftrag für Tausende Helme habe man bereits in dieser Woche erhalten.
03.03.2022 10:41
Aktualisiert: 03.03.2022 10:41
Lesezeit: 1 min
Rüstungskonzern Rheinmetall rechnet mit bis zu 3.000 neuen Stellen
Das Logo des Rüstungskonzerns Rheinmetall ist an der Fassade der Unternehmenszentrale zu sehen. (Foto: dpa) Foto: Federico Gambarini

Der Rüstungskonzern Rheinmetall rechnet damit, 1.000 bis 3.000 zusätzliche Mitarbeiter für neue Aufträge durch die Bundeswehr-Aufrüstung zu benötigen. Das sagte Vorstandschef Armin Papperger der „Wirtschaftswoche“. Hintergrund sind die Investitionspläne der Bundesregierung. Den ersten Auftrag für mehrere tausend neue Helme habe das Düsseldorfer Unternehmen bereits in dieser Woche erhalten.

Auch die Erhöhungen des Wehretats in den vergangenen Jahren hätten den Investitionsstau bei Rüstungsprojekten bisher nicht auflösen können, sagte Papperger. Viel Geld sei in Großprojekte wie beispielsweise den Bau von Fregatten geflossen. „Die Milliarden, die hierfür benötigt wurden, haben dann gerade bei kleinen und mittleren Projekten gefehlt.“

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte am Sonntag unter dem Eindruck des Kriegs in der Ukraine im Bundestag angekündigt, dass 100 Milliarden Euro als Sondervermögen für die Bundeswehr zur Verfügung gestellt werden und außerdem künftig jedes Jahr mehr als die von der Nato vorgesehenen zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgegeben werden soll. Die Rheinmetall-Aktie hatte daraufhin einen Kurssprung hingelegt.

„Es kann nicht sein, dass wir uns im Falle eines Angriffs nach ein paar Tagen nicht mehr wehren können, weil der Bundeswehr die Munition ausgegangen ist“, meinte Papperger. Der Bestand an Munition könne innerhalb von sechs bis zwölf Monaten deutlich erhöht werden. Der Manager rechnet auch nicht damit, dass die Ausweitung der Produktion am Material scheitert: Im vergangenen Jahr seien die Lager mit Waren im Wert von rund einer Milliarde Euro aufgestockt worden, darunter Stahl, Aluminium und Spezialchips.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gestiegene Betriebskosten: Wachsender Druck auf Produktionsbetriebe

Die deutsche Wirtschaft steht im Jahr 2026 vor enormen Herausforderungen, welche die Gewinnspannen der Betriebe spürbar verringern. Laut...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Technologie
Technologie Datendurst: Rechenzentren verschärfen Deutschlands Wasserproblem
22.09.2026

Deutschlands Rechenzentrumskapazitäten sollen bis 2030 massiv wachsen, sich mindestens verdoppeln – und brauchen dafür nicht nur immer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU und Philippinen einigen sich auf Freihandelsabkommen
22.09.2026

Neue Chancen für Maschinen, Arzneimittel und Schweinefleisch: Die Europäische Union und die Philippinen haben sich auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Evonik-Aktie: Chemiekonzern streicht 3.200 Stellen
22.09.2026

Evonik streicht 3.200 Stellen und will allein in Deutschland 2.150 Jobs abbauen. Der Chemiekonzern setzt zugleich auf Wachstum in Asien und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Onboarding neuer Mitarbeiter: Darauf kommt es an
22.09.2026

Die Vorstellungsgespräche sind geschafft, es wurde sich für einen passenden Bewerber entschieden und dieser hat ebenfalls zugesagt. Damit...

DWN
Politik
Politik Folge der Zerstörung: Saudis liefern kein Öl mehr nach Europa
22.09.2026

Saudi Aramco liefert im Oktober kein Öl an europäische Partner. Huthi-Angriffe auf eine wichtige Pipeline haben die Versorgung des...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quereinstieg wird zum Karrieremodell: Wo Quereinsteiger gefragt sind
22.09.2026

Ein neuer Job, ein anderer Berufsweg, neue Perspektiven: Für immer mehr Menschen in Deutschland ist der Quereinstieg eine attraktive...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Zölle treiben Stahlkunden zurück nach Europa
22.09.2026

Nachdem die EU die Bedingungen für Stahlimporte verschärft hat, hat sie einen Teil der Kunden zu europäischen Herstellern...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Tesla FSD im Test: Wenn das Auto versteht, was um es herum geschieht
22.09.2026

Tesla bringt sein Full-Self-Driving-System nach Europa und zeigt auf einer Testfahrt, wie weit automatisiertes Fahren inzwischen ist. Der...