Deutschland

Firmen aus dem Raum Nürnberg gründen riesige Mitfahrzentrale

Unternehmen rund um Nürnberg haben sich zu einer riesigen Mitfahrzentrale zusammengeschlossen.
09.05.2022 13:27
Lesezeit: 1 min
Firmen aus dem Raum Nürnberg gründen riesige Mitfahrzentrale
Nürnberg: Die Projektion "Himmlische Reise" des in Nürnberg lebenden koreanischen Künstlerpaares Eun Hui und Chang Min Lee illuminiert während der "Blauen Nacht" die Kaiserburg. (Foto: dpa)

Angehörige großer Unternehmen und Institutionen in der Region um Nürnberg haben sich auch angesichts drastisch gestiegener Spritpreise zu einer großen Mitfahrzentrale zusammengeschlossen. Zum Start am vergangenen Donnerstag habe sich bereits ein Nutzerpool von 130 000 Personen zusammengefunden, sagte der Geschäftsführer des aus der Universität Erlangen ausgegründeten Start-ups uRyde, Mathis Weidmann.

Bei uRyde lässt sich über eine App auf dem Mobiltelefon sehen, wo ein Fahrzeug mit welchem Ziel unterwegs und bereit ist, Mitfahrer mitzunehmen. Wer jemanden mitnimmt, erhält ein Entgelt von 14 Cent pro Person und Kilometer. Abgerechnet wird bargeldlos über die App. Auch der Öffentliche Personennahverkehr soll in das System eingebunden werden.

Der Unterschied etwa zum Fahrdienst Uber bestehe darin, dass die Fahrer nicht kommerziell unterwegs sind, sondern Menschen auf ohnehin unternommenen Fahrten mitnähmen. Außerdem handele es sich um ein geschlossenes System, zu dem nicht jedermann Zugang habe, sondern nur Angehörige der teilnehmenden Organisationen und Unternehmen, hieß es.

Zum Start sind Unternehmen wie Siemens, Siemens Healthineers oder Adidas dabei. Viele Mitarbeiter des Sportartikelherstellers im fränkischen Herzogenaurach wohnten etwa in den größeren Nachbarstädten Erlangen oder Nürnberg. Sie könnten künftig gemeinsam zur Arbeit fahren. In Deutschland seien durchschnittlich nur 1,2 Personen in einem Fahrzeug. Auch der Personennahverkehr sei nur zu 22 Prozent ausgelastet. Es gehe um eine Effizienzsteigerung. "Wir wollen mit uRyde diese Auslastung der Fahrzeuge signifikant erhöhen und damit mehr Mobilität mit weniger Verkehr schaffen", sagte der Firmengründer.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Technologie
Technologie Fabrik der Zukunft: Die vollautomatische Produktion ist ein Irrweg
14.07.2026

Die vollständig menschenleere Fabrik galt lange als Ideal der Industrie. Doch ausgerechnet leistungsfähigere KI-Systeme machen...

DWN
Politik
Politik Kreml kritisiert Merz für geplante Sicherheitsgarantien an Kiew
14.07.2026

Der Streit um die künftige Absicherung der Ukraine verschärft sich: Der Kreml attackiert Friedrich Merz, während Bulgarien überraschend...

DWN
Finanzen
Finanzen IBM-Aktie verliert massiv: Quartalszahlen schocken Anleger
14.07.2026

Die IBM-Aktie verliert massiv an Wert, nachdem der IT-Konzern mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Anleger verfehlt hat. Ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Einzelhandel rutscht tiefer in die Krise
14.07.2026

Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher trifft den deutschen Einzelhandel härter als noch vor einem Jahr. Eine neue HDE-Umfrage zeigt, wie...

DWN
Finanzen
Finanzen Fluggastrechtereform: Das ändert sich für Millionen Reisende
14.07.2026

Wer innerhalb Europas fliegt, muss sich auf neue Regeln einstellen. Die geplante Reform verspricht mehr Transparenz und zusätzliche Rechte...

DWN
Politik
Politik Russische Wirtschaft: Das System steht vor der Zerreißprobe
14.07.2026

Russlands Wirtschaft wächst trotz Krieg und Sanktionen, behauptet die staatliche Statistik. Ein schwedischer Geheimdienst kommt zu einem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft China überrollt Deutschland mit Exporten
14.07.2026

China liefert immer mehr Waren nach Deutschland, während deutsche Exporte kaum noch mithalten. Neue Zolldaten zeigen, wie sich das...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Kurs im freien Fall: KI-Aktien ziehen Milliarden ab
14.07.2026

Der Bitcoin-Kurs stürzt ab, Milliarden fließen aus den großen Krypto-Fonds und selbst institutionelle Anleger ziehen sich zurück....