Unternehmen

Lieferketten-Probleme: Software-Unternehmen wittern das große Geschäft

Unternehmen aus der Tech- und Industriebranche wollen wachsende Lieferketten-Probleme mit einer Software in den Griff bekommen.
02.06.2022 15:00
Lesezeit: 1 min
Lieferketten-Probleme: Software-Unternehmen wittern das große Geschäft
Nicht nur auf hoher See sorgen Staus für Lieferketten-Probleme. (Foto: dpa) Foto: Gareth Fuller

Ein boomendes Geschäft: Der börsennotierte Softwarekonzern SAP und das Industrieunternehmen Bosch wollen die wachsenden Lieferprobleme mit einer speziellen Software in den Griff bekommen. Dabei treffen sie auf eine hohe Nachfrage. Der Grund: Derzeit sind viele Logistikzentren überlastet, und Störungen in den Lieferketten, vor allem wenn sie straff organisiert sind, kosten Unternehmen viel Geld und Zeit.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist es keine Seltenheit, dass Bilder von überfüllten Containerhäfen, wie zuletzt in Shanghai und Los Angeles, um die Welt gehen. Auch sorgen immer wieder Lockdowns dafür, dass Unternehmen den Überblick über ihre Lieferketten verlieren, zudem Frachtkosten ansteigen und die Kunden der Unternehmen enttäuscht auf die Waren warten müssen.

Das ändern wollen vermehrt Software-Anbieter für intelligentes Lieferketten-Management. Zwar gelingt es auch der Software nicht, festgesetzte Schiffe in Bewegung zu setzen. Allerdings lassen sich die Auswirkungen auf die Unternehmen abmildern.

So kann eine durchgängige digitale Vernetzung von Produktionsanlagen, Lagerbeständen und Logistikströmen den verschiedenen Mitarbeitern, sprich Einkäufern, Werksleitern und Disponenten, dabei helfen, einen besseren Überblick zu behalten. Konkret: Wo muss wann welches Produkt an einem Standort sein, damit die Produktion nicht still steht.

Dabei ist das Supply-Chain-Management (SCM) vor allem für Unternehmen wie SAP und Bosch, die aus der Tech- und Industrie-Branche kommen, und das nötige Know-how besitzen, ein lukratives Geschäft.

Der US-amerikanische Marktforscher Gartner erwartet, dass die Ausgaben für Software bis 2025 um rund vierzehn Prozent auf 31,8 Milliarden Dollar wachsen werden, und er geht davon aus, dass die Cloud-Dienste eine immer größere Rolle spielen werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street schließt im Plus, während sich die Märkte auf das Rekord-Debüt von SpaceX vorbereiten
11.06.2026

Geopolitische Spannungen und gigantische Vorbereitungen sorgen für ein Wechselbad der Gefühle auf dem Börsenparkett – was Anleger...

DWN
Politik
Politik Eskalation am Golf: Iran erklärt Straße von Hormus für gesperrt
11.06.2026

Trotz einer offiziellen Waffenruhe eskaliert der Konflikt zwischen den USA und dem Iran massiv. Als Reaktion auf erneute US-Luftangriffe...

DWN
Politik
Politik Neues Heizgesetz: Chancen für die Wärmewende oder Kostenfalle?
11.06.2026

Die Debatte um das neue Heizgesetz spaltet die Politik. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht im...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schwarz-Gruppe wächst: 300 neue Standorte für Lidl und Kaufland
11.06.2026

Die Schwarz-Gruppe treibt ihr Wachstum weiter voran. Im Geschäftsjahr 2025/26 vergrößerten Lidl und Kaufland ihr Filialnetz weltweit um...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB reagiert auf Iran-Krieg: Erste Zinserhöhung seit fast drei Jahren
11.06.2026

Wegen des inflationstreibenden Ölpreisschocks infolge des Iran-Kriegs hebt die Europäische Zentralbank die Zinsen wieder an. Der wichtige...

DWN
Panorama
Panorama Fußball-WM 2026: Wer wird Weltmeister? Prognosen widersprechen sich deutlich
11.06.2026

Spanien, Frankreich, England, Argentinien, die Niederlande? Während die Wettmärkte auf die bewährten Favoriten setzen, erwarten einige...

DWN
Technologie
Technologie Frequenzstreit: Aus für das Antennenfernsehen ab 2031?
11.06.2026

In wenigen Jahren enden zentrale Nutzungsrechte für Funkfrequenzen. Telekommunikationskonzerne fordern diese schon heute vehement ein....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Selbst die Chinesen waren erstaunt, wie schnell diese Fabrik errichtet wurde
11.06.2026

Wir haben uns die Produktion des elektrisch angetriebenen BMW iX3 angesehen, die auf 400 Hektar ehemaliger Ackerflächen am Rande der...