Deutschland

Deutsche Flughäfen in Not

An den deutschen Flughäfen drohen den Reisenden weitere Flugstreichungen
22.06.2022 15:47
Aktualisiert: 22.06.2022 15:47
Lesezeit: 1 min

Frust für Reisende: Ob Flugausfälle, Verspätungen oder Warteschlangen, der Urlaub startet nicht selten für viele Reisende mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch.

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat nun ergeben, dass derzeit rund 7.200 Fachkräfte an den deutschen Flughäfen fehlen. Gleichzeitig gebe es „keine Reserven mehr am Arbeitsmarkt“, um diese Lücken beim Luft- und Bodenpersonal zu füllen, so das Institut.

Ein nicht unwesentlicher Grund für diese Misere ist der mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie begonnene Personalabbau. Viele der Beschäftigten orientierten sich daraufhin neu und kehrten nicht mehr in den Beruf zurück.

Demnach schrumpfte die Zahl der Beschäftigten in der Luftfahrt zwischen 2019 und 2021 um rund vier Prozent. Bei Servicekräften gab es einen Rückgang von 6000 Beschäftigten, dazu kommen 1200 Bodenkräfte im technischen Luftverkehrsbetrieb. Nun, da Fliegen wieder möglich ist, treffe wenig Personal auf eine hohe Nachfrage und es gebe „deutlich mehr offene Stellen als Arbeitslose“, erklärte das IW.

Bei den Pilotinnen und Piloten ging die Beschäftigung im betrachteten Zeitraum nur um 1,5 Prozent zurück. Der am häufigsten ausgeübte Beruf in der Luftfahrt ist jedoch die Servicefachkraft im Luftverkehr, auf den rund die Hälfte der Beschäftigten entfällt. Dazu gehören Check-in-Personal oder Stewards.

Auf den Flughäfen arbeiten Fachkräfte im technischen Luftverkehrsbetrieb, also etwa Flugzeug-Abfertiger und der Bodenverkehrsdienst.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wall Street schiebt Unsicherheit beiseite und legt zu
18.02.2026

Die US-Aktienmärkte schlossen den Tag im Plus. Der S&P 500 stieg um 0,56 %, der Nasdaq Composite um 0,78 % und der Dow Jones Industrial...

DWN
Technologie
Technologie Ostsee-Stromprojekt: Baltic-German PowerLink geplant
18.02.2026

Das Ostsee-Stromprojekt zwischen Deutschland, Lettland und Litauen nimmt konkrete Formen an. Mit dem Baltic-German PowerLink entsteht ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Dürr-Aktie springt nach Quartalszahlen deutlich an – jetzt Dürr-Aktie kaufen?
18.02.2026

Der Dürr-Aktienkurs ist nach überraschend starken Quartalszahlen nach oben geschossen. Vor allem der Nettogewinn überzeugt Investoren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Steuerstreit: Koalition ringt um Spitzensteuersatz – Deutschland bisher im Mittelfeld
18.02.2026

Der Steuerstreit zwischen CDU und SPD spitzt sich in Zeiten schwacher Konjunktur und angespannter Haushaltslage zu. Setzt die Koalition auf...

DWN
Politik
Politik Autonome Kampfdrohnen: Elon Musk steigt in Pentagon-Innovationswettbewerb ein
18.02.2026

Elon Musk bindet SpaceX und xAI in ein sensibles Pentagon-Projekt zur Entwicklung autonomer Kampfdrohnen ein. Welche sicherheitspolitischen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft US-Handelspolitik: Regierung prüft Anpassungen bei Stahl- und Aluminiumzöllen
18.02.2026

Die US-Regierung signalisiert Bereitschaft, den Anwendungsbereich und die Durchsetzung der Stahl und Aluminiumzölle anzupassen, hält...

DWN
Finanzen
Finanzen Brüsseler Personalpoker: Spekulationen um vorzeitigen Rückzug von EZB-Chefin Lagarde
18.02.2026

Christine Lagarde könnte die EZB vor Ende ihrer Amtszeit verlassen. Hintergrund sind offenbar Sorgen, dass nach den Wahlen in Frankreich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Stellenabbau durch KI-Einsatz: Ergo streicht 1000 Arbeitsplätze bis 2030
18.02.2026

Künstliche Intelligenz verändert die Versicherungsbranche und wirkt sich zunehmend auch auf Arbeitsplätze aus. Wird der Stellenabbau bei...