Unternehmen

Supermärkte: Die Gewinner der Corona-Krise

Nach einer Studie konnten Supermärkte ihren Umsatz im Jahr 2021 erneut steigern.
23.06.2022 17:58
Lesezeit: 1 min
Supermärkte: Die Gewinner der Corona-Krise
Der Eindruck täuscht: Supermärkte waren die Gewinner in der Corona-Krise. (Foto: dpa) Foto: Rolf Vennenbernd

Die Gewinner in der Krise: Nach einer Studie des Forschungs- und Bildungsinstitutes für den Handel und seine Partner, kurz EHI genannt, konnten Supermärkte ihren Umsatz im Jahr 2021 erneut leicht steigern.

Allerdings meint Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung beim EHI, sei davon auszugehen, dass einige Verbraucher künftig wohl vermehrt die Discounter ansteuern würden. Der Hauptunterschied zwischen Supermärkten und Discountern liegt im Warenangebot und in den Preisen.

Insgesamt erzielten die Supermärkte 2021 einen Gesamtumsatz von 58,8 Mrd. Euro und erreichten damit eine Umsatzsteigerung von 1,6 Prozent. Dabei erwirtschafteten große Supermärkte mit einer Verkaufsfläche zwischen 2.500 und 5.000 Quadratmetern einen Gesamtumsatz von 20,3 Mrd. Euro. Das entsprach einem Plus von 6,8 Prozent.

Leichte Umsatzverluste verzeichneten die Selbstbedienungs-Warenhäuser (SB-Warenhäuser), während der Umsatz von Discountern mit 79,5 Milliarden Euro und der kleinen Lebensmittelgeschäfte mit 4,8 Milliarden Euro stabil blieb.

Die Studie weist weiter darauf hin, dass neben der Anzahl keiner Lebensmittelgeschäfte mit weniger als 400 Quadratmeter Verkaufsfläche auch der Markt der Supermärkte langsam schrumpft.

Mit insgesamt 10.850 Märkten ist die Anzahl im Jahre 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent zurückgegangen. Die Anzahl von großen Supermärkten ist hingegen leicht auf 1.256 angestiegen.

Die größte Anzahl an Filialen weisen die Discounter mit 15.910 auf. Sie sind stabil geblieben. Während die Zahl von SB-Warenhäusern um 59 auf 730 zurückgegangen ist. Laut Studie hängt das mit Schließungen wie vorübergehenden Sanierungsmaßnahmen des Lebensmitteleinzelhändlers Real zusammen.

Das EHI Retail Institute ist ein Forschungs- und Beratungsinstitut für den Handel und seine Partner mit rund 80 Mitarbeitern. Sein internationales Netzwerk umfasst rund 850 Mitgliedsunternehmen aus Handel, Konsum- und Investitionsgüterindustrie sowie Dienstleister.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau bei Volvo: Autohersteller baut nach Verlust 2.500 Stellen ab
23.10.2026

In China bricht der Umsatz von Volvo nahezu um die Hälfte ein, auch in den USA lief es schwach. Wie der Autobauer auf die Krise reagiert -...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung wird zur Kostenfalle: Jetzt muss Brüssel seine eigenen Regeln korrigieren
23.10.2026

Eigentlich sollte die EU-Verpackungsverordnung den europäischen Binnenmarkt vereinheitlichen. Doch für kleine Onlinehändler wurde sie...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Technologie
Technologie Energieverbrauch: Wann sich eine Wärmepumpe rechnet
23.10.2026

Eine Wärmepumpe kostet beim Kauf mehr als eine Gasheizung – doch mit Förderung kann sich der Aufpreis auszahlen. Der WWF hat...

DWN
Technologie
Technologie Batteriespeicher boomen: Deutschland baut Kapazität massiv aus
23.10.2026

Der Ausbau von Batteriespeichern nimmt in Deutschland deutlich Fahrt auf. In den ersten neun Monaten des Jahres gingen bereits rund eine...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Seltene Erden: Europa bricht mit Russland, doch der Plan hat einen Haken
23.10.2026

Europa will sich bei Seltenen Erden aus der Abhängigkeit von Russland befreien. Ein Werk in Estland soll dabei eine Schlüsselrolle...

DWN
Politik
Politik Elektronische Patientenakte: Hausärzte warnen vor Kassen-Zugriff auf Patientenakten
22.10.2026

Werden Patienten mit einem neuen Digitalgesetz besser vor Krankheiten geschützt - oder werden sie neuen Risiken anderer Art ausgesetzt?...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: CoreWeave und Sandisk im Tech-Ausverkauf schwer getroffen
22.10.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Auslöser die Wall Street in Aufruhr versetzen und was das für die Märkte bedeutet.