Deutschland

Erneut Massenschlägerei in Berliner Freibad

Einer langen Tradition folgend finden auch dieses Jahr wieder Massenschlägereien und Großeinsätze der Polizei in Berliner Freibädern statt.
27.06.2022 16:00
Lesezeit: 1 min
Erneut Massenschlägerei in Berliner Freibad
Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma gehen am 03.08.2013 in Berlin durch das Prinzenbad. Die Berliner Bäder-Betriebe schicken schon seit Jahren zahlreiche Wachleute in die Freibäder. Sie kontrollieren Taschen auf Waffen und andere gefährliche Gegenstände und patrouillieren über die Liegewiesen. (Foto: dpa) Foto: Paul Zinken

Erneut ist es in einem Berliner Freibad zu einer Schlägerei, Tumulten und einem großen Polizeieinsatz gekommen. Polizisten und Wachleute wurden am Sonntagnachmittag in dem Neuköllner Columbiabad von bis zu 250 Badegästen bedrängt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Wie vor einer Woche entstand den Angaben zufolge ein Streit nach Spritzen mit einer Wasserpistole. Eine Frau spuckte demnach einen Mann an, der brach ihr mit einer Wasserpistole die Nase.

Immer mehr Menschen mischten sich ein, die Situation eskalierte, wie die Polizei berichtete. Die meisten Menschen hätten die Anweisungen der Wachleute missachtet, schließlich wurde das Bad geschlossen. Die Polizei rief Verstärkung, erst nach und nach beruhigte sich die Lage.

Nicht der erste Großeinsatz der Polizei

Gegenseitiges Bespritzen mit Wasserpistolen hatte wenige Tage zuvor in einem anderen Berliner Freibad zu einem heftigen Streit und schließlich zu einer Massenschlägerei von etwa einhundert Menschen geführt. Die Polizei rückte am Sonntag mit 13 Streifenwagen und Teilen einer Einsatzhundertschaft am Sommerbad am Insulaner an, um die Lage zu beruhigen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei sollen sich in dem Freibad im Stadtteil Steglitz gegen 16.25 Uhr zwei Gruppen aus vier und zehn Personen mit Wasserpistolen bespritzt haben. Dann entbrannte ein Streit und Teilnehmer griffen sich auch körperlich an.

Als Wachleute, die in Berlin in den meisten Bädern üblich sind, eingriffen, eskalierte die Situation. Schließlich beteiligten sich rund hundert Menschen an der Schlägerei.

Die Polizei ermittelte vier Verdächtige im Alter zwischen 15 und 23 Jahren. Gegen sie läuft nun ein Verfahren wegen besonders schweren Landfriedensbruchs. Einer von ihnen soll auch auf einen Wachmann eingeschlagen haben. Der Angegriffene erlitt leichte Verletzungen an Kopf und Rumpf. Ein weiterer Verdächtiger sagte, er sei mit einem Messer angegriffen worden, seine Verletzungen am Arm wurden vor Ort behandelt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Politik
Politik Wachsende Defizite: Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten
04.11.2026

Die Finanzlöcher deutscher Krankenhäuser werden immer tiefer: Eine Welle von Klinik-Insolvenzen wird erwartet. Um gegenzusteuern, wollen...

DWN
Politik
Politik Auch ohne Zuckersteuer: Industrie produziert weniger Zuckergetränke
04.11.2026

Weniger zuckerhaltige Cola und Limonade, mehr Light-Getränke: Die Produktion verschiebt sich. Was die Zahlen über den Durst der Menschen...

DWN
Politik
Politik Schweden bestätigt Taurus-Lieferung: Marschflugkörper erreicht mehr als 500 Kilometer
04.11.2026

Schweden hat erstmals bestätigt, bereits Taurus-Marschflugkörper erhalten zu haben. Die Waffe kann Ziele in mehr als 500 Kilometern...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Erholung bei Chip-Aktien stützt Nasdaq – Anleger warten auf Midterm-Ergebnisse
03.11.2026

Blick auf die Wall Street: Welche Dynamiken jetzt bei Tech-Riesen und Leitindizes die Richtung vorgeben.

DWN
Finanzen
Finanzen 21 Millionen Rentner: Gesetzliche Rente steigt 2027 um mehr als vier Prozent?
03.11.2026

Eine Erhöhung von mehr als vier Prozent steht voraussichtlich für Deutschlands Rentner an. Von 2028 an müssen sich Arbeitnehmer und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schaeffler-Aktie rutscht ab: Werke und Jobs werden Opfer der Sparmaßnahmen
03.11.2026

Die Krise in der deutschen Industrie setzt sich fort: Der fränkische Autozulieferer Schaeffler will vier deutsche Standorte schließen und...

DWN
Politik
Politik Analyse: Trumps Korruption und Kleptokratie haben ihn eingeholt
03.11.2026

Kurz vor den Zwischenwahlen rückt ein Thema überraschend an die Spitze der Sorgen amerikanischer Wähler: Korruption. Donald Trumps...

DWN
Finanzen
Finanzen Nationale Reserven: Goldkäufe der Notenbanken steigen deutlich
03.11.2026

Notenbanken haben ihre Goldkäufe im dritten Quartal deutlich ausgeweitet, während Anleger weniger Barren und Münzen kauften. Welche...