Politik

Mehrere Frauen auf SPD-Sommerparty mit KO-Tropfen betäubt

Lesezeit: 1 min
11.07.2022 11:00  Aktualisiert: 11.07.2022 11:02
Auf einer Sommerparty der SPD sollen mindestens acht Frauen mit KO-Tropfen betäubt worden sein.
Mehrere Frauen auf SPD-Sommerparty mit KO-Tropfen betäubt
Eine Frau trinkt auf einer Messe einen Schluck Wein. (Foto: dpa)

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Der Tagesspiegel berichtet:

Bei einem Fest der SPD-Bundestagsfraktion sind mehrere Frauen Opfer einer Attacke mit sogenannten K.o.-Tropfen geworden. Das geht aus einem SPD-internen Chat vor, der dem Tagesspiegel vorliegt. „Es gibt mittlerweile 8 Betroffene, einen durch Test bestätigten Fall und eine Anzeige gegen Unbekannt“, heißt es darin. Die Berliner Polizei ermittelt.

Die Vorfälle ereigneten sich am vergangenen Mittwoch beim Hoffest der Fraktion im Tipi-Zelt am Kanzleramt, an dem Abgeordnete, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Deutschen Bundestag und den Wahlkreisen teilnahmen, insgesamt gab es nach Fraktionsangaben rund 1000 Teilnehmer.

(...)

Bundeskanzler Olaf Scholz nahm ebenfalls an der Veranstaltung teil. Dem Tagesspiegel liegt dazu auch ein Schreiben von SPD-Fraktionsgeschäftsführer Mathias Martin an die SPD-Bundestagsabgeordneten vor, darin heißt es: „Auf unserem Sommerfest gab es offenkundig Angriffe auf Kolleginnen mit KO-Tropfen. Dies ist ein ungeheuerlicher Vorgang, der unsererseits sofort bei der Bundestagspolizei gemeldet wurde“. Die SPD-Fraktion empfehle möglichen weiteren Betroffenen, „dies unverzüglich bei der Polizei zur Anzeige zu bringen“.

Als K.o.-Tropfen werden verschiedene Arten von Drogen bezeichnet, etwa Ketamin, ein Narkosemittel aus der Tiermedizin, und GHB (Gammahydroxybuttersäure), umgangssprachlich Liquid Ecstasy genannt. Täter schütten die Substanzen ihren Opfern heimlich in Getränke, um sie zu betäuben oder wehrlos zu machen. Die Opfer werden häufig ausgeraubt oder sexuell missbraucht. Tatorte sind meist Kneipen, Bars und Clubs. In Clubs werden die Mittel in niedrigeren Dosierungen auch freiwillig als Partydrogen genommen.


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