Finanzen
Anzeige

Boom, Bust und Zinsen: Nach dem Crash ist vor dem Crash

Die ersten Zinserhöhungen der US-Zentralbank Federal Reserve haben an der Börse einen Bärenmarkt eingeleitet. Wirklich überraschend ist das nicht. Dazu genügt ein Blick auf historische Börseneinbrüche. Doch neben der Zentralbank-Entscheidung ist ein weiterer Aspekt noch viel entscheidender.
21.08.2022 10:11
Lesezeit: 1 min
Boom, Bust und Zinsen: Nach dem Crash ist vor dem Crash
Wenn Zinsen künstlich tief gehalten werden, wird die wirtschaftsinterne Struktur so gestört, dass das ganze Gebilde irgendwann bröckeln muss. (Foto:dpa) Foto: Arne_Dedert

Steigende Zinsen, Inflation und schlechte Konjunktur. Seit dem ersten Crash zum Jahresanfang 2022 hat sich die Stimmung an den Weltbörsen von einem Extrem ins andere gedreht. Der Covid-Bullenmarkt endete nach knapp zwei Jahren ziemlich abrupt. Die Inflation war außer Kontrolle geraten und der Markt preiste deshalb schon Anfang 2022 erste Zinserhöhungen der Notenbanken ein. Diese gelten als das Mittel der Wahl gegen übermäßige Teuerungsraten. An den Aktienmärkten machte sich das an einer starken Korrektur von grob 20 Prozent vom Hochpunkt bemerkbar. Noch übler wurde es dann, als die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) ernst machte und den ersten Zinsschritt um 50 Basispunkte nach oben durchführte.

Steigende Zinsen machen Aktien – relativ gesehen – weniger attraktiv

Warum sind steigende Zinsen tendenziell schlecht für den Aktienmarkt?

Beim Wirtschaften und damit auch beim Geldanlegen geht es immer um Opportunitätskosten. Das Geld, was man in einen Vermögenswert gesteckt hat, hätte man auch anderweitig investieren können. Im Falle von Aktien bedeutet dies, dass man zum Beispiel auch vermeintlich risikolose Staatsanleihen hätte kaufen können. Vermeintlich denn die Wahrheit sieht anders aus.

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.


DWN
Panorama
Panorama Klimawandel verändert Deutschlands Wälder und die Forstwirtschaft grundlegend
05.04.2026

Der Wald, wie wir ihn kennen, verschwindet langsam. Steigende Temperaturen, Wassermangel und Schädlingsbefall setzen ihm zu. Fachleute...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Emissionsfreie Baumaschinen in Europa: Hohe Kosten bremsen den Markt
05.04.2026

Die Umstellung auf emissionsfreie Baumaschinen gewinnt an Dynamik, bleibt aber durch hohe Kosten und strukturelle Hürden ausgebremst....

DWN
Finanzen
Finanzen Hebel-ETF-Boom: Der Trend, den Millionen handeln – aber kaum jemand versteht
05.04.2026

Hebel-ETFs versprechen schnelle Gewinne, doch ihre Mechanik bleibt für viele Anleger ein Rätsel. Die Produkte funktionieren völlig...

DWN
Finanzen
Finanzen Riester-Rente vor dem Aus: Das plant die Regierung mit dem Riester-Nachfolger
05.04.2026

Mit dem geplanten Riester-Nachfolger wollen Union und SPD die private Altersvorsorge neu aufstellen. Mehr Rendite, weniger Bürokratie und...

DWN
Immobilien
Immobilien Gebäudesanierung: Der unterschätzte Schlüssel zur Energieeffizienz
05.04.2026

Millionen Wohnungen in Europa stammen aus einer Zeit, in der Energieeffizienz kaum eine Rolle spielte. Heute zeigt sich: Wer Gebäude...

DWN
Finanzen
Finanzen Investoren im Wettbewerb mit KI: Wer steuert Risiken besser?
05.04.2026

Künstliche Intelligenz setzt die Softwarebranche unter Druck und verschiebt die Kräfteverhältnisse in der Technologieindustrie. Welche...

DWN
Politik
Politik Top-Ökonom warnt: Superreiche gefährden die Demokratie – löst eine Vermögenssteuer das Problem?
05.04.2026

Die Reichen werden immer mächtiger und das könnte die Demokratie kippen. Ein führender Ökonom schlägt Alarm und fordert eine globale...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Energie-Startup Enpal löst Kundenservice auf: Massenentlassung ohne Vorwarnung
04.04.2026

Das hoch bewertete Berliner Energie-Startup Enpal, Marktführer in Deutschland für Photovoltaik-Anlagen sowie Wärmepumpen, hat knapp 100...