Finanzen

Fachmagazin kürt Draghi zum „Notenbanker des Jahres“

Das Londoner Magazin Centralbanking hat EZB-Chef Mario Draghi den Titel „Notenbanker des Jahres“ verliehen. Draghi habe entscheidend dazu beigetragen, das Vertrauen in den Euro wiederherzustellen.
13.01.2014 14:40
Lesezeit: 1 min

Aktuell:

Stuttgart-21-Gegner erstatten Strafanzeige gegen Pofalla

EZB-Präsident Mario Draghi ist für das Fachmagazin Centralbanking der „Notenbank-Gouverneur des Jahres“. Das teilte die in London herausgegebene Publikation am Montag mit. Draghi haben entscheidend dazu beigetragen, das Vertrauen in die von der Schuldenkrise geschüttelte Währungsunion und den Euro wiederherzustellen, hieß es in der Begründung für die erstmals vergebene Auszeichnung.

Draghi sagte, er fühle sich durch die Auszeichnung geehrt:

„Dank der EZB und der harten Arbeit der Regierungen bei der Umsetzung der fiskalischen Konsolidierung und der Strukturreformen, haben sich die Bedingungen in den Finanzmärkten seit Juli 2012 Schritt für Schritt gebessert. Es sind große Fortschritte erreicht worden im Hinblick auf die Steuerung der Eurozone, und die EZB spielt dabei ihre Rolle.“

Zuletzt erleichterte Draghi den europäischen Großbanken den Umgang mit Derivaten. Doch die gewaltigen Risiken, die die Banken mit Wetten eingehen, sind mit 3 Prozent Eigenkapital nicht abzufangen (mehr hier).

„Notenbank des Jahres“ wurde die Zentralbank von China. Der Preis für die „Transparenteste Notenbank des Jahres“ erhielt die Riksbank von Schweden.

Der frühere Fed-Chef Paul Volcker erhielt den Preis für sein Lebenswerk. Er hatte nicht nur während seiner Amtszeit an der Spitze der Federal Reserve mit Erfolg die Inflation in den USA gestoppt, sondern in den vergangenen Jahren als Berater von Präsident Barack Obama als Reaktion auf die Finanzkrise eine strengere Regulierung vorangetrieben.

Nach ihm ist die sogenannte Volcker-Regel benannt, die Banken den Eigenhandel untersagt und dadurch das Risiko neuer Krisen senken soll. Die Einführung der Regel wurde Ende vergangenen Jahres von den US-Aufsehern beschlossen - allerdings in einer abgespeckten Version.

Weitere Themen

Investor Bell: „Der weltweite Kampf um Lebensmittel hat begonnen“

Griechenland nimmt führende Abgeordnete der „Goldenen Morgenröte“ fest

Boehringer: Wir fordern Transparenz über das deutsche Gold

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Finanzen
Finanzen DAX aktuell: DAX-Kurs fällt nach Trumps Zollankündigung - wie sollten Anleger reagieren?
03.04.2025

Die erneute Zollankündigung von US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die Aktienmärkte stark unter Druck gesetzt. Der DAX-Kurs...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ostdeutsche Textilbranche kämpft mit Umsatzeinbußen – trotz erfolgreichen Neustart
03.04.2025

Sachsen und Thüringen zählen noch zu den größten Textilstandorten bundesweit. Doch die ostdeutsche Textilbranche hat erheblich zu...

DWN
Politik
Politik Trump Strafzölle: Warum fehlt Russland auf Trumps Zölle-Liste?
03.04.2025

Die von US-Präsident Donald Trump verkündeten Strafzölle treffen eine Liste von 185 Handelspartnern – Russland fehlt darauf, im...

DWN
Panorama
Panorama April 2025: Lohn, Pakete, Elterngeld - die wichtigsten Änderungen
03.04.2025

Beschäftigte im Bau erhalten mehr Lohn, Pakete werden teurer und auch im neuen Bundestag steht einiges an. Der neue Monat bringt zudem...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DGB-Studie: Chinesische Investoren auf Rückzug in Europa
03.04.2025

Eine Analyse der SPD-nahen Hans-Böckler-Stiftung vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) analysiert, dass die Firmen-Mitbestimmung nach...

DWN
Panorama
Panorama Marode Infrastruktur: Deutschlands bröckelnde Brücken - Geld allein reicht nicht
03.04.2025

500 Milliarden aus dem Schuldenpaket von Union und SPD sollen in die marode Infrastruktur fließen: Brücken, Schienen und Straßen – oft...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trump-Zölle könnten Preiskarussell, Zinserhöhungen und Insolvenzen anheizen - die EU bereitet sich vor
02.04.2025

Die Regierungen weltweit bereiten sich auf die massive Einführung von Zöllen durch US-Präsident Donald Trump vor, die, so sein Plan,...

DWN
Finanzen
Finanzen Tesla-Aktie stürzt ab: Miese Tesla-Auslieferungen belasten - was das für Anleger bedeutet
02.04.2025

Die weltweiten Auslieferungen des US-Autobauers Tesla sind im vergangenen Quartal um 13 Prozent auf 336.681 Fahrzeuge zurückgegangen....