Politik

SPD will mehr Geld für EU-Banken-Fonds

Die SPD unterstützt die Kritik von EZB-Chef Draghi an Schäubles Plänen zur europäischen Bankenunion. Die geplanten zehn Jahre für die Aufbauphase seien viel zu lang, so Fraktions-Vize Schneider. Zudem sei der Fonds mit 55 Milliarden Euro zu klein angesetzt.
31.01.2014 11:44
Lesezeit: 1 min

Aktuell:

EU entscheidet, wer Staatsbürger werden darf

Die SPD macht Front gegen den Kurs von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Sachen Bankenunion.

Der Stellvertretende SPD-Fraktionschef Carsten Schneider hat den zuständigen Berichterstattern des EU-Parlaments Unterstützung beim Vorgehen gegen die maßgeblich von Schäuble verfochtenen Pläne der EU-Finanzminister zugesagt, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die SPD verbünde sich damit mit dem EU-Parlament gegen Schäuble.

In dem Schreiben habe Schneider insbesondere die zehnjährige Aufbauphase für den geplanten einheitlichen Abwicklungsfonds für marode Banken als viel zu lang bemängelt.

„Auch die Zielgröße des Fonds von gegenwärtig etwa 55 Milliarden Euro erscheint uns als zu niedrig bemessen“, so Schneider. Darüber hinaus solle man prüfen, ob der Fonds nicht selbst Geld am Kapitalmarkt aufnehmen können sollte. Schneider bewertet das Entscheidungsverfahren im Krisenfall als „kompliziert und in der Praxis schwer umzusetzen“.

Auch EZB-Präsident Mario Draghi hatte bereits für einen schnellen Aufbau des Abwicklungsfonds plädiert. Schäuble hatte sich aber dagegen gewandt (mehr hier).

Die EU-Finanzminister hatten sich im Dezember auf ein einheitliches System zur Bankenabwicklung geeinigt. Allerdings bedarf dieser Vorschlag noch der Zustimmung des EU-Parlaments, das im Mai neu gewählt wird.

Weitere Themen

Banken schnüffeln: Kommunisten als Bank-Kunden unerwünscht

China: Zahlungsausfall bedroht weltweites Finanz-System

Goldman Sachs greift nach Energie-Versorgung in Dänemark

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Finanzen
Finanzen Saab-Aktie: Neue Drohnenkiller-Rakete Nimbrix soll den Markt revolutionieren
31.08.2025

Saab hat eine neue Waffe entwickelt, die Drohnen und ganze Schwärme zerstören soll. Mit dem Projekt „Nimbrix“ hofft der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zwischen Stagnation und Rezession: Was es konkret heißt, dass die deutsche Wirtschaft schrumpft
31.08.2025

Deutschlands Wirtschaft steckt weiter fest: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpft stärker als erwartet, die Rezession dauert an. Während...

DWN
Immobilien
Immobilien House Flipping: Wie Sie mit sanierungsbedürftigen Objekten Geld machen können
31.08.2025

Der USA-Trend findet auch hierzulande immer mehr Anklang: Beim House Flipping geht es darum, möglichst günstig Immobilien zu erwerben,...

DWN
Technologie
Technologie Fachkräftemangel? Roboter bauen schon heute Häuser – schneller, günstiger, sicherer
31.08.2025

Die Baustelle der Zukunft: Roboter, Drohnen und autonome Helfer übernehmen Aufgaben rund um den Bau – präzise, effizient und 24 Stunden...

DWN
Politik
Politik Was will Trump, der „amerikanische Erdogan“?
31.08.2025

Donald Trump greift die Fed und Amerikas Institutionen frontal an – mit Folgen, die weit über die USA hinausreichen. Droht Europa ein...

DWN
Politik
Politik Trump-Krise: Rebellion im Herzen der MAGA-Bewegung
31.08.2025

Donald Trump sieht sich mit der größten internen Rebellion seiner Amtszeit konfrontiert. Der Epstein-Skandal droht, seine Machtbasis in...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienerwerb: Umfrage offenbart Wissenslücken beim Immobilienkauf
31.08.2025

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung kann schnell Hunderttausende Euro kosten, doch viele Menschen kennen wichtige Bedingungen nicht....

DWN
Finanzen
Finanzen Polen setzt auf Atomenergie: Orlen verspricht den Bau des ersten SMR-Reaktor Europas
31.08.2025

Polen baut Europas ersten Small Modular Reactor (SMR) vom Typ BWRX-300. Während Warschau auf Kernkraft setzt, könnte Deutschland bald...