Deutschland

Ludwigshafen: Somalier ersticht zwei Menschen

In Ludwigshafen hat ein Somalier drei Menschen mit einem Messer angegriffen, bevor er durch den Einsatz der Polizei unschädlich gemacht wurde.
19.10.2022 11:45
Aktualisiert: 19.10.2022 11:45
Lesezeit: 1 min
Ludwigshafen: Somalier ersticht zwei Menschen
Terror in Ludwigshafen. Ein Somalier hat am Dienstag zwei Menschen erstochen. (Foto: dpa) Foto: Frank Rumpenhorst

Die Polizei in Ludwigshafen sucht weiterhin nach dem Motiv für den Messerangriff, bei dem am Dienstag zwei Menschen getötet und ein weiteres Opfer schwer verletzt worden waren. Die Hintergründe der Tat sowie das Motiv des mutmaßlichen Täters konnten bislang noch nicht eindeutig ermittelt werden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

Medienberichte über einen möglichen Beziehungsstreit vor der Tat und über Ausrufe des mutmaßlichen Täters bei der Tat seien Bestandteil der laufenden Ermittlungen, sie könnten derzeit nicht bestätigt werden. Der tödliche Messerangriff wurde den Angaben zufolge mit einem großen Küchenmesser ausgeführt. Die mutmaßliche Tatwaffe wurde in dem Drogeriemarkt gefunden, in dem der Verdächtige von der Polizei gestellt und mit mehreren Schüssen verletzt worden war.

Der mutmaßliche Angreifer und ein ebenfalls schwer verletztes Opfer seien notoperiert worden und noch nicht vernehmungsfähig. Die beiden tödlich verletzten Männer im Alter von 20 und 35 Jahren sollten im Lauf des Mittwochs obduziert werden.

Der 25-Jährige soll am Dienstag im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim nach bisherigen Ermittlungen drei Menschen mit einem Messer attackiert haben. Zwei Männer starben, ein 27-Jähriger wurde schwer verletzt. Der Polizei zufolge handelt es sich bei dem Verdächtigen um einen somalischen Staatsangehörigen. Die drei Opfer des Messerangriffs seien nach bisherigen Erkenntnissen Deutsche.

Lesen Sie dazu: CDU-Innenpolitiker: „Können auffällige Migranten nicht mehr alle psychisch betreuen“

Die Polizei bat Zeugen darum, Hinweise, Fotos und Videos von der Tat zu übermitteln. Dazu schalteten die Ermittler ein Portal im Internet frei und richteten ein Hinweistelefon ein. Die Beamten riefen auch auf Twitter Zeugen auf, sich zu melden. In die Ermittlungen ist auch das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz eingeschaltet worden. „Es wird natürlich in alle Richtungen ermittelt“, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling (SPD).

Der Ort der Festnahme befindet sich mitten im Stadtteil Oggersheim. In der Nähe sind weitere Geschäfte, darunter ein Supermarkt, und eine Straßenbahnhaltestelle. Oggersheim mit mehr als 20 000 Einwohnern wurde als Wohnort des früheren CDU-Bundeskanzlers Helmut Kohl (1930-2017) bekannt.

Bereits im Sommer 2021 hatte ein Somalier in Würzburg drei Frauen mit Messerstichen getötet.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Erholung bei Chip-Aktien stützt Nasdaq – Anleger warten auf Midterm-Ergebnisse
03.11.2026

Blick auf die Wall Street: Welche Dynamiken jetzt bei Tech-Riesen und Leitindizes die Richtung vorgeben.

DWN
Finanzen
Finanzen 21 Millionen Rentner: Gesetzliche Rente steigt 2027 um mehr als vier Prozent?
03.11.2026

Eine Erhöhung von mehr als vier Prozent steht voraussichtlich für Deutschlands Rentner an. Von 2028 an müssen sich Arbeitnehmer und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schaeffler-Aktie rutscht ab: Werke und Jobs werden Opfer der Sparmaßnahmen
03.11.2026

Die Krise in der deutschen Industrie setzt sich fort: Der fränkische Autozulieferer Schaeffler will vier deutsche Standorte schließen und...

DWN
Politik
Politik Analyse: Trumps Korruption und Kleptokratie haben ihn eingeholt
03.11.2026

Kurz vor den Zwischenwahlen rückt ein Thema überraschend an die Spitze der Sorgen amerikanischer Wähler: Korruption. Donald Trumps...

DWN
Finanzen
Finanzen Nationale Reserven: Goldkäufe der Notenbanken steigen deutlich
03.11.2026

Notenbanken haben ihre Goldkäufe im dritten Quartal deutlich ausgeweitet, während Anleger weniger Barren und Münzen kauften. Welche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lebensmittelhersteller Völpel insolvent: Hohe Energiekosten belasten Familienunternehmen
03.11.2026

Die Völpel GmbH aus Königsmoos in Bayern ist auf die Herstellung von Trockenkräutern, Tees, Trockengemüse und Kräutersalz...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger US-Diplomat: Trumps Regierung wird von persönlichen Interessen angetrieben
03.11.2026

Der frühere US-Diplomat George Kent erwartet auch nach den Zwischenwahlen keinen Kurswechsel von Donald Trump. Er wirft der Regierung vor,...

DWN
Technologie
Technologie Energiefresser Rechenzentren: KI-Boom lässt Strombedarf drastisch steigen
03.11.2026

Schon 2026 verbrauchen deutsche Rechenzentren so viel Strom wie rund 6,5 Millionen Haushalte. Bis 2035 könnte der Bedarf nochmals stark...