Wirtschaft

US-Eigenheimgeschäft bricht ein, Hypothekenzins so hoch wie zuletzt 2001

Das Geschäft mit neuen Einfamilienhäusern in den USA ist eingebrochen. Wegen der hohen Hypothekenzinsen sind Häuser mancherorts kaum noch erschwinglich.
26.10.2022 17:25
Lesezeit: 1 min

Das Geschäft mit neuen Einfamilienhäusern in den USA ist im September eingebrochen. Die Zahl der verkauften Neubauten fiel zum Vormonat um 10,9 Prozent auf eine Jahresrate von 603.000 Einheiten, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Rückgang auf 585.000 gerechnet. Der August-Wert wurde allerdings auf 677.000 von 685.000 nach unten revidiert.

Für finanziell weniger gut gestellte US-Bürger ist der Kauf eines Eigenheims angesichts stark gestiegener Hypothekenzinsen mancherorts kaum mehr erschwinglich. Laut dem Branchenverband MBA wird aktuell für ein Baudarlehen mit 30-jähriger Laufzeit im Durchschnitt ein Zins von 7,16 Prozent verlangt - der höchste Wert seit 2001.

Seit dem Jahresbeginn haben sich somit die Zins-Kosten für Hypothekennehmer mehr als verdoppelt - der Grund sind die kräftigen Zinserhöhungen der Notenbank Federal Reserve, die sich gegen die ausufernde Inflation in den USA stemmt. Für nächste Woche wird an den Finanzmärkten mit einer weiteren kräftigen Anhebung gerechnet.

Massiv gestiegene Materialpreise treiben zudem die Baukosten in die Höhe. Im Mittel kostete ein neues Haus im September 470.600 Dollar - ein Plus von 13,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. (Reuters)

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