Deutschland

Hohe Lebenskosten: Deutsche greifen auf Ersparnisse zurück

Angesichts stark gestiegener Kosten für Energie und Lebensmittel sorgen sich einer Umfrage der Schufa zufolge immer mehr Menschen um ihren Lebensstandard.
14.11.2022 12:24
Aktualisiert: 14.11.2022 12:24
Lesezeit: 1 min

Bei der Erhebung Anfang Oktober im Auftrag der Auskunftei Schufa erwartete gut ein Drittel der rund 1000 Befragten (35 Prozent), dass ihr Einkommen nicht ausreichen werde, um weiterhin den Lebensstandard zu halten. In der Mai-Umfrage waren es rund ein Viertel (26 Prozent). Die Hälfte der Verbraucher (50 Prozent) gab an, in den vergangenen sechs Monaten auf Ersparnisse zurückgegriffen zu haben. Das waren 12 Prozentpunkte mehr als im Frühjahr.

Der Umfrage zufolge sind in vielen Fällen allerdings keine Ersparnisse mehr vorhanden. Nur ein Fünftel der deutschen Privathaushalte (20 Prozent) hat nach eigener Einschätzung genügend auf der hohen Kante, um die steigenden Lebenshaltungskosten abzufedern. Ein Drittel (36 Prozent) fürchtet, dass die vorhandenen Rücklagen nicht ausreichen werden.

„Vor allem Menschen in unteren Einkommensgruppen kommen in Schwierigkeiten. Dort waren schon vor der Krise kaum Rücklagen vorhanden“, erläuterte das Schufa-Vorstandsmitglied.

Ole Schröder am Montag. So gaben 40 Prozent der Haushalte mit einem Einkommen von unter 2000 Euro an, dass sie bereits vor der Krise über keinerlei Reserven verfügt hätten.

Viele Menschen schränken nach eigenen Angaben inzwischen ihren Konsum ein. Drei Viertel der Befragten (74 Prozent) gaben an, dass sie beim Einkaufen weniger Geld ausgäben, im Mai äußerten dies nur 63 Prozent. (dpa)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Privatökonomie verbessern: Warum viele Haushalte jeden Monat Geld verschenken
18.03.2026

Haben Sie Ihre Finanzen im Griff? Oft verstecken sich unnötige Kosten, ungenutzte Chancen und falsche Entscheidungen direkt im Alltag. Wer...

DWN
Politik
Politik Potsdamer Treffen: Niederlage für „Correctiv“ vor Gericht
18.03.2026

Im Streit über die Berichterstattung der Rechercheplattform „Correctiv“ über das sogenannte Potsdamer Treffen hat das Landgericht...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gewerkschaft Zentrum: IG Metall sieht keinen Rechtsruck bei Betriebsratswahlen
18.03.2026

Nach Angaben aus Gewerkschaften versuchten AfD-nahe Kräfte bei den Wahlen möglichst viele Mandate zu erringen. Dennoch bleibt die IG...

DWN
Finanzen
Finanzen Cum-Ex-Skandal: Deutsche Bank zahlt 29 Millionen an Fiskus
18.03.2026

Im Cum-Ex-Skandal übernimmt die Deutsche Bank einen Teil der Steuerschuld für zwei Fonds. Damit ist dieses Thema aber für Deutschlands...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Fed und EZB unter Druck: Iran-Krieg verschärft den Zinskonflikt
18.03.2026

Vor den geldpolitischen Sitzungen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank richten sich die Erwartungen der Märkte klar auf neue...

DWN
Panorama
Panorama BER-Warnstreik: Flüge gestrichen – welche Rechte Passagiere jetzt haben
18.03.2026

Der Warnstreik am BER bringt den Flugverkehr in Berlin komplett zum Erliegen. Tausende Reisende stehen vor kurzfristigen Änderungen ihrer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Möbelriese Hammer-Baumärkte im Insolvenzverfahren: Räumungsverkauf beginnt
18.03.2026

Nach dem Insolvenzverfahren verschwinden rund die Hälfte aller Hammer-Märkte in Deutschland. Während der Insolvenzverwalter nach einem...

DWN
Panorama
Panorama Klimawandel verstärkt Wetterextreme: Warum es zu Wasserknappheit kommen kann
18.03.2026

Trockenperioden und Starkregen wechseln sich ab: Warum Wasser in Deutschland manchmal zur falschen Zeit am falschen Ort ist, und welche...