Finanzen
Anzeige

Wirkung der Casinos für die deutsche Wirtschaft – Casino und Wirtschaft

Wenn man an die deutsche Wirtschaft denkt, kommen einem selten Begriffe wie Glücksspiel, Casino oder Spielbank in den Sinn. Es sind aber durchaus Begriffe, die einen nicht unbedeutenden Stellenwert für die deutsche Wirtschaft haben.
17.06.2020 15:40
Lesezeit: 2 min
Wirkung der Casinos für die deutsche Wirtschaft – Casino und Wirtschaft
Die Umsätze lohnen sich vor allem bei Sportanbietern. (Foto: dpa) Foto: Tom Weller

Um das zu verstehen, muss man sich einige Zahlen etwas näher anschauen und vor allen Dingen auch wissen, wer in diesem Markt des Glücksspiels zu den Akteuren zählt.

Sportwetten, Online-Casinos und Co.

Zunächst einmal gibt es die staatlichen Spielbanken, die dem Staat eine nicht unerhebliche Summe an Einnahmen bescheren. Dann gibt es natürlich die allen bekannten Lottozahlen und die staatlich lizensierten Wetten, wie zum Beispiel Fußball-Toto und Pferderennen. Aber seit der Etablierung des Internets findet das Glücksspiel auch online wie zum Beispiel im Eurogrand Online Casino statt.

Die staatlichen Spielbanken

Zurzeit gibt es 65 staatliche Spielbanken in Deutschland, allein 10 in Niedersachsen, gefolgt von 9 in Bayern. In diesen Spielbanken zusammen wurden in 2019 über 860 Millionen Euro von 6,4 Millionen Gästen umgesetzt. Der Besuch einer Spielbank ist mit einem gewissen Flair verbunden, das man vor allem in den alteingesessenen Häusern wie Bad Homburg und auch Baden-Baden erlebt. Für das „große Spiel“, also das Spiel an den Tischen, wo Roulette, Poker oder Black-Jack gespielt werden, gilt in den meisten Spielbanken immer noch ein vornehmer Dresscode.

Staatliche Lotterien

Lotto kennt jeder und es ist nicht umsonst das umsatzstärkste Glücksspiel in Deutschland. In 2019 wurde im Deutschen Lotto und Toto Block eine Summe von 7,3 Milliarden Euro umgesetzt. Zwar verdient hier der Staat nicht im Sinn einer Versteuerung der Gewinne, von denen immerhin gut 3,8 Milliarden ausgezahlt wurden, dafür werden aber, noch bevor die Kugeln in der Trommel rollen, direkt 20 Prozent Steuern abgeführt. Die Summe, die weder als Steuer abgeführt noch als Gewinn ausgezahlt wird, fließt in die Landeshaushalte für gemeinnützige Projekte, Sport, Kultur, Umwelt- und Denkmalschutz.

Spielhallen und Online Casinos

Während Vater Staat bei den Slots, die in den lizensierten Spielhallen in Deutschland stehen, noch kräftig mitkassiert, sieht das bei den Online-Casinos schon etwas anders aus. Hier gelingt es einfach nicht, sich auf einen einheitlichen Glückspielstaatsvertrag zu einigen, so dass das Spielen und Wetten im Online-Casino noch immer nicht abschließend legalisiert ist und somit dem Staat auch keine Einnahmen schenken. Bei den Online Casinos, die über eine gültige deutsche Lizenz verfügen, werden zum Beispiel von jedem Wetteinsatz 5 Prozent direkt abgezogen. Würden also die Casinos flächendeckend lizensiert und somit legalisiert, so wären hier für den Staat noch weitaus höhere Einnahmen zu realisieren.

Werbung für Online Casinos und Sportwetten

Welchen wirtschaftlichen Stellenwert das Glücksspiel letztendlich hat, sieht man auch an der extrem hohen Präsenz von Anbietern in der Werbung. Sei es nun in der Fernsehwerbung, in der bekannte Showgrößen wie HP Baxxter für das Drehen der Walzen an den Online Slots werben, oder sei es die Bandenwerbung in den Fußballstadien für diverse Wettanbieter. Hier werden überall so hohe Umsätze erzielt, dass sich Werbung in der Größenordnung überhaupt erst lohnt. Nicht umsonst hat auch jeder Fußballverein in einer öffentlichkeitswirksamen Liga einen gut sichtbaren Sponsor aus dem Bereich der Wettanbieter.

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.


DWN
Panorama
Panorama Homeoffice einrichten: So gelingt der perfekte Heimarbeitsplatz
05.06.2026

Das Homeoffice gehört für viele Beschäftigte längst zum Alltag. Doch ein improvisierter Arbeitsplatz kann schnell zur Belastung werden....

DWN
Politik
Politik Söder contra Pistorius: Bundeswehr-Umbau sorgt für bayerischen Protest
05.06.2026

CSU-Chef Markus Söder kritisiert Pläne von Verteidigungsminister Boris Pistorius zur Reform regionaler Bundeswehr-Strukturen scharf. In...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Misere Ausbildungsmarkt: Weniger Ausbildungsplätze trotz steigender Nachfrage
05.06.2026

Der Anteil der Betriebe, die noch ausbilden, hat 2025 einen neuen Tiefpunkt erreicht. Der Rückgang des Angebots an Ausbildungsstellen...

DWN
Politik
Politik Umfrage beziffert wackelige Zukunft: Deutsche zweifeln an Koalition und Sozialpolitik
05.06.2026

Das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit der Politik schwindet massiv: Fast drei Viertel der Deutschen bezweifeln laut dem aktuellen...

DWN
Technologie
Technologie Appell an die Tech-Riesen: Anthropic fordert globale KI-Pause
05.06.2026

Der OpenAI-Rivale Anthropic plädiert überraschend für eine kontrollierte Pause bei der Entwicklung extrem leistungsstarker Künstlicher...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Belügt Putins Generalstab den Kremlchef über die Front?
05.06.2026

Eine geleakte Karte aus dem russischen Verteidigungsministerium wirft neue Fragen über Putins Informationslage im Ukraine-Krieg auf....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nach Drohnenangriffen: Moskau muss erstmals Einbruch der Ölförderung einräumen
05.06.2026

Die ukrainischen Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur zeigen Wirkung: Vize-Regierungschef Alexander Nowak hat beim...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gigant der Meere: Ein Blick an Bord der LNG-Tanker für Deutschlands Gasversorgung
05.06.2026

Um den weltweiten Bedarf zu decken, transportieren riesige Spezialschiffe verflüssigtes Erdgas über die Ozeane. Einer dieser Giganten,...