Politik
Anzeige

Chinas Militär in der neuen Weltordnung – Bereitet sich Peking auf einen großen Krieg vor?

China ist nicht nur ein wirtschaftlicher Gigant, sondern auch eine militärische Supermacht. Doch große Teile der Streitkräfte arbeiten mit veraltetem Gerät und sind nicht kampferprobt. Das will Xi Jinping ändern.
Autor
26.02.2023 10:00
Lesezeit: 2 min
Chinas Militär in der neuen Weltordnung – Bereitet sich Peking auf einen großen Krieg vor?
Die Tests mit Hyperschallraketen zeigen, dass Chinas Militär zunehmend moderner wird. (Foto: Alexyz3d/iStock) Foto: Alexyz3d

Lange Zeit galt Chinas Militär zwar als groß, aber hoffnungslos veraltet. Die eingesetzte Technik stammt teilweise noch aus der Nachkriegszeit und die Armee hat seit dem Vietnamkrieg keine Kampferfahrung mehr. China führt keine Auslandseinsätze und verfügt auf der gesamten Welt auch nur über einen einzigen Stützpunkt im ostafrikanischen Dschibuti.

China führt die weltweite Entwicklung von Hyperschallraketen an

Hyperschallraketen sind die neueste Form der interkontinentalen Kriegsführung. Sie fliegen mit über 6000 Kilometern pro Stunde in der oberen Atmosphäre und werden meist in Kombination mit einem Gleiter eingesetzt, der dann von der Trägerrakete abgekoppelt wird und das eigentliche Projektil trägt. Die Raketen können allerdings auch mit Atomsprengköpfen bestückt werden.

Was sie von herkömmlichen Interkontinentalraketen unterscheidet, ist, dass sie keiner eindeutigen Laufbahn folgen und dadurch für Flugabwehrsysteme nur schwer zu erfassen sind. Außerdem sind sie in der Lage, ihren Kurs schnell zu ändern, was es praktisch unmöglich macht, sie rechtzeitig zu neutralisieren. Das erklärt auch die schockierte Reaktion der Amerikaner, als sie vom Raketentest der Chinesen erfuhren.

China dementiert jegliche Meldungen über Hyperraketentest und behauptete auch nach dem aufsehenerregenden Test im Juli 2021, dass es sich um Routinetests mit wiederverwendbarer Raumfahrttechnik gehandelt habe. Peking habe kein Interesse an einem Wettrüsten, sagte Liu Pengyu, Sprecher der chinesischen Botschaft in den USA, mit Hinblick auf die Tests. Nun, wer es glaubt.

Doch auch auf anderen Gebieten hat China die Nase vorn.


DWN
Politik
Politik Bundeswehr-Beförderungsstopp sorgt für massive Kritik
19.05.2026

Mitten in den Reformplänen der Bundeswehr löst der Bundeswehr-Beförderungsstopp heftige Diskussionen aus. Gerichtsurteile erzwingen...

DWN
Politik
Politik Koalition sucht richtigen Zeitpunkt: Bundestag diskutiert Verzicht auf Diätenerhöhung
19.05.2026

Eigentlich war die nächste Diätenerhöhung bereits fest eingeplant. Doch die wirtschaftliche Lage und harte Sparmaßnahmen verändern die...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie: Anleger blicken auf Stellenabbau beim VW-Entwicklungsdienstleister IAV
19.05.2026

Tausende Arbeitsplätze stehen bei IAV auf dem Spiel, die Stimmung unter den Beschäftigten ist angespannt. Während die IG Metall massive...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Varta-Stellenabbau: Produktion in Nördlingen endet, über 300 Arbeitsplätze fallen weg
19.05.2026

Varta verliert einen entscheidenden Kunden und zieht drastische Konsequenzen. Die Produktion im Werk Nördlingen endet, rund 350...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Schutz für Stahlindustrie: EU verschärft Zollregeln für Stahlimporte
19.05.2026

Europas Stahlhersteller kämpfen seit Jahren gegen günstige Importe aus dem Ausland. Nun zieht die EU die Reißleine und verschärft die...

DWN
Finanzen
Finanzen Cerebras-Aktie: Nvidia-Konkurrent startet mit großem Knall an der Börse
19.05.2026

Vor ein paar Tagen ging in den USA ein Chiphersteller an die Börse, der als einer der heißesten Nvidia-Konkurrenten gilt. Die...

DWN
Politik
Politik Straße von Hormus unter Druck: VAE planen Pipeline als Antwort auf den Iran-Krieg
19.05.2026

Die VAE beschleunigen den Bau einer neuen Ölpipeline, die den Export unabhängiger von der Straße von Hormus machen soll. Für Europa und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Selbstständigkeit unter Druck: Freelancer-Markt kühlt ab – was für Unternehmen juristisch heikel ist
19.05.2026

Der Freelancer-Markt in Deutschland wird spürbar härter: weniger Projekte, mehr Unsicherheit und mehr rechtlicher Druck. Vor allem die...