Politik

China verärgert über Abschuss von mutmaßlichem Spionage-Ballon

Die Regierung in Peking reagiert scharf auf den Abschuss eines mutmaßlichen Spionageballons. China behauptet, der Ballon habe keine militärische Funktion gehabt und fühlt sich von den USA diskreditiert.
05.02.2023 09:04
Aktualisiert: 05.02.2023 09:04
Lesezeit: 1 min
China verärgert über Abschuss von mutmaßlichem Spionage-Ballon
Auf diesem von Chad Fish zur Verfügung gestellten Bild schweben die Überreste eines großen Ballons über dem Atlantischen Ozean vor der Küste South Carolinas. Darunter ist ein Kampfjet zu sehen. Der Ballon wurde von einer infrarotgesteuerten Luft-Luft-Rakete des Typs AIM-9X Sidewinder von einem F-22-Kampfflugzeug aus einer Höhe von 58.000 Fuß (etwa 17,7 km) in der Nähe von Myrtle Beach abgeschossen. (Foto: dpa) Foto: Chad Fish

Nach dem Abschuss eines mutmaßlichen chinesischen Spionage-Ballons über dem Meer vor der Küste des US-Bundesstaates South Carolina hat sich das chinesische Außenministerium am Sonntag verärgert über die die Vereinigten Staaten geäußert.

Der Ballon war bereits einige Zeit über US-Gebiet beobachtet und dann am Samstag von der Luftwaffe mithilfe von Kampfjets vor der Atlantikküste zum Absturz gebracht worden, wie Verteidigungsminister Lloyd Austin mitteilte. Austin beschuldigte China, es habe den Ballon zur versuchten Überwachung strategischer Einrichtungen auf dem US-Festland eingesetzt. Ein hochrangiger Vertreter des Verteidigungsministeriums erklärte, der Ballon sei Teil einer ganzen Flotte, die China über fünf Kontinenten zur Spionage einsetze, auch in Europa.

China: Ballon diente nur „Foschungszwecken“

Der Ballon, dessen Existenz am Donnerstag bekannt geworden war, hatte bereits für Verstimmungen gesorgt. US-Außenminister Antony Blinken hatte deswegen eine Reise nach China verschoben. China hatte erklärt, es handle sich um einen Ballon zur wissenschaftlichen Forschung und Bedauern geäußert. Höhere Gewalt habe den Ballon über US-Territorium gelenkt. Dies werde nun zur Diskreditierung der Volksrepublik genutzt.

Präsident Joe Biden erklärte am Samstag, er habe bereits am Mittwoch den Auftrag zum Abschuss gegeben und gratulierte den beteiligten Einsatzkräften. Nach Angaben aus Behördenkreisen kann sich die geplante Bergung der verstreuten Ballon-Reste aus dem Meer einige Tage hinziehen.

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