Unternehmen

Gastgewerbe startet mit Umsatzplus, bleibt aber noch hinter 2019-Niveau zurück

Hotels, Bars und Restaurants konnten zum Jahresbeginn ein Umsatzplus verbuchen. Bereinigt durch saisonale Effekte bleibt der Umsatz des Gastgewerbes jedoch noch deutlich hinter dem Vor-Corona-Niveau zurück.
21.03.2023 11:22
Aktualisiert: 21.03.2023 11:22
Lesezeit: 1 min
Gastgewerbe startet mit Umsatzplus, bleibt aber noch hinter 2019-Niveau zurück
Auf dem Tisch im Außenbereich einer Gaststätte auf dem Frankfurter Römerberg stehen Biergläser in der Sonne. (Foto: dpa) Foto: Arne Dedert

Restaurants, Bars und Hotels sind mit einem kräftigen Umsatzplus ins Jahr gestartet. Das Gastgewerbe zählte im Januar 8,9 Prozent mehr in den Kassen als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte.

Bereinigter Umsatz liegt noch deutlich hinter 2019

Inflationsbereinigt (real) blieb davon ein Plus von 7,1 Prozent übrig. Allerdings lag der reale und um Kalender- und Saisonschwankungen bereinigte Gastgewerbeumsatz noch um deutliche 12,7 Prozent unter dem Niveau von Januar 2019, dem Vergleichsmonat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

In der Branche geht die Entwicklung stark auseinander. In der Gastronomie wuchs der reale Umsatz von Dezember auf Januar um 11,4 Prozent. Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten dagegen ein Umsatzminus von 1,0 Prozent.

Leichte Entspannung im Gastgewerbe in Sicht

Zum Ende der Winterzeit hat sich einer Umfrage zufolge die wirtschaftliche Lage im Gastgewerbe verbessert. Demnach fiel der Umsatz im Februar im Gastgewerbe zwar immer noch 3,1 Prozent unter das Vorkrisenniveau, wie der Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) herausfand. Doch habe sich das Minus deutlich reduziert. Auf die kommenden drei Monate blicken die Hoteliers und Gastronomen positiver.

„Immer mehr Betriebe im Gastgewerbe zeigen sich nach der jahrelangen Durststrecke optimistisch gestimmt“, sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick kürzlich. „Der Anteil der Pessimisten nimmt ab.“ Erfreulich sei zudem, dass nach dem Aufwärtstrend in der Ferienhotellerie im vergangenen Jahr nun auch der Geschäftsreise- und Städtetourismus anziehe.

Der Kostendruck für die Betriebe bleibt allerdings immens. Als größte Herausforderungen nennen die Betriebe steigende Energiekosten (80,1 Prozent), gefolgt von höheren Lebensmittelpreisen (77,4 Prozent). Nach Angaben der Unternehmer sind die Energiekosten im Februar um durchschnittlich 71,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Die Kosten für Lebensmittel lagen demnach 31,0 Prozent und für Getränke 20,5 Prozent über den Vorjahreswerten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Wero kaum bekannt: Deutsche nutzen Paypal-Alternative selten
18.08.2026

Europa will beim Bezahlen unabhängiger von den USA werden. Wero soll als Alternative zu Paypal und Co. aufgebaut werden. Doch viele kennen...

DWN
Politik
Politik Europas vielleicht stärkste Armee kommt nicht in die NATO. Das kann katastrophale Folgen haben
18.08.2026

Die Ukraine wird auf absehbare Zeit wohl nicht Nato-Mitglied. Doch zugleich verfügt sie über eine der stärksten Armeen Europas und über...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Spannungen zwischen den USA und dem Iran dämpfen KI-Optimismus
17.08.2026

Erfahren Sie, wie geopolitische Konflikte und Entwicklungen im Tech-Sektor die Wall Street bewegen.

DWN
Politik
Politik Bahnhöfe, Steuererklärung, TV – was sich im September ändert
17.08.2026

An ersten Bahnhöfen darf kein Alkohol getrunken werden und Sport-Fans können sich auf die NFL-Saison freuen. Der September bringt auch...

DWN
Politik
Politik Chat Control: Will die EU private Nachrichten lesen?
17.08.2026

Chat Control soll helfen, sexuelle Gewalt gegen Kinder im Netz aufzudecken. Doch die geplanten EU-Regeln lösen massive Kritik aus, da sie...

DWN
Technologie
Technologie Russlands Starlink-Kopie ist weiter als erwartet
17.08.2026

Russland arbeitet schneller als erwartet an einem eigenen Satellitennetz nach dem Vorbild von Starlink. Das System Rasswet hat bereits...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Milliardendeal: Ventilatorenspezialist EBM-Papst wird an US-Konzern verkauft
17.08.2026

Mit dem Verkauf an den börsennotierten Konzern Madison Air will das fränkische Familienunternehmen EBM-Papst den Zugang zum...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dax-Konzerne: Rekordgewinne und Personalabbau  
17.08.2026

Trotz Rekordgewinnen von 52,6 Milliarden Euro bauen Deutschlands größte Börsenkonzerne massiv Stellen ab. Während die...