Politik

Greta Thunberg wird Ehrendoktorin der Theologie

Die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg wird dieses Jahr die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der renommierten Universität Helsinki erhalten.
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24.03.2023 11:00
Lesezeit: 2 min

Die Theologische Fakultät der Universität Helsinki ehrt Greta Thunberg mit der Ehrendoktorwürde. Die Universität Helsinki ist die größte und älteste Hochschule Finnlands. Sie ist bilingual mit den Sprachen Finnisch und Schwedisch. Zudem werden viele Veranstaltungen auf Englisch angeboten. Die Universität hat etwa 36.000 Studenten und 7.600 Angestellte.

Die Theologische Fakultät wird am 9. Juni 2023 neben Greta Thunberg sieben weiteren Personen die Ehrendoktorwürde würdigen. Insgesamt werden von der Universität Helsinki dieses Jahr 30 Personen auf diese Weise geehrt. Die Ehrung von Thunberg kündigte die Theologische Fakultät diese Woche auf ihrer Webseite wie folgt an:

Im Frühjahr werden die Theologische Fakultät, die Veterinärmedizinische Fakultät und die Juristische Fakultät die Verleihung der akademischen Grade feiern. Die Philosophische Fakultät wird ihre hundertste Verleihungszeremonie abhalten.

Traditionsgemäß wird im Rahmen der Verleihungszeremonien mehreren Persönlichkeiten der Titel Doctor honoris causa verliehen, die höchste Auszeichnung der Universität. In diesem Jahr werden insgesamt 30 herausragende Persönlichkeiten aus der ganzen Welt zu Ehrendoktoren ernannt.

[...]

Greta Thunberg ist eine schwedische Meinungsmacherin und Aktivistin. Der Schulstreik für das Klima, den sie im Herbst 2018 vor dem schwedischen Parlament inszenierte, weitete sich bald zu der globalen Bewegung "Fridays for Future" aus, bei der Schüler Entscheidungsträger auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu Klimaschutzmaßnahmen auffordern.

Der Wert ihrer kompromisslosen und konsequenten Arbeit für die Zukunft unseres Planeten wurde mit mehreren bedeutenden Auszeichnungen und Preisen gewürdigt. Ihr Handeln hat uns alle vor die Aufgabe gestellt, als Mitglieder von Gemeinschaften und Gesellschaften, aber vor allem als Menschen, unser tägliches Leben zu verändern.

Thunberg ist weiterhin politisch aktiv. Anfang des Monats wurde sie zusammen mit anderen Demonstranten bei einer der Blockade mehrerer Ministerien in Norwegen von der Polizei weggetragen. Der Protest richtete sich gegen einen Windpark in einer Region mit vielen indigenen Rentierzüchtern. Wie weitere Demonstranten wurde sie neben dem Ministerium wieder abgesetzt.

Norwegens höchstes Gericht hatte im Oktober 2021 geurteilt, dass der Windpark auf der Halbinsel Fosen an der Westküste des Landes die Rechte der indigenen Völker in der Region, der Samen, verletzt. Da seitdem aber Berichten zufolge nichts passierte und mittlerweile mehr als 500 Tage verstrichen sind, fordern die Aktivisten die Regierung auf, den Windpark zu entfernen. Deshalb protestieren sie seit mehreren Tagen vor verschiedenen Ministerien in Oslo.

Thunberg ging es bei ihrer Teilnahme an den Protesten nicht darum, gegen grüne Energie zu demonstrieren, sondern gegen die Verletzung der Rechte indigener Völker. Sie werde sich weiter an den Demonstrationen beteiligen, sagte sie der Zeitung "Verdens Gang". Thunberg hatte bereits am Dienstag an einem Protest vor dem Finanzministerium in Oslo teilgenommen. (dpa, gu)

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