Finanzen

Bankenkrise bringt BlackRock erhebliche Mittelzuflüsse

Vor dem Hintergrund einer Bankenkrise und steigernder Börsen hat BlackRock sein verwaltetes Vermögen im ersten Quartal auf über 9 Billionen Dollar steigern können.
Autor
14.04.2023 15:14
Aktualisiert: 14.04.2023 15:14
Lesezeit: 2 min

Die von verwalteten BlackRock Vermögenswerte sind im ersten Quartal um 5,8 Prozent auf 9,09 Billionen Dollar angestiegen. Das Unternehmen profitierte davon, dass sich die Aktien- und Anleihemärkte erholten und dass Anleger nach dem Zusammenbruch mehrerer US-Banken Schutz suchten. Der Aktienindex S&P 500 ist im ersten Quartal um 7 Prozent geklettert, während der Bloomberg US Aggregate Bond Index um 3 Prozent zulegte.

Die Nettomittelzuflüsse in alle Fonds des Vermögensverwalters beliefen sich auf insgesamt 110 Milliarden Dollar, teilte BlackRock mit Sitz in New York am Freitag in einer Erklärung mit. Langfristige Anlageprodukte, zu denen Investmentfonds und börsengehandelte Fonds gehören, verzeichneten einen Zuwachs von 103 Milliarden Dollar und übertrafen damit die durchschnittliche Schätzung der von Bloomberg befragten Analysten von 84,1 Milliarden Dollar.

Die Federal Reserve hatte Anfang 2022 mit aggressiven Zinserhöhungen begonnen, was die Widerstandsfähigkeit vieler kleiner und mittlerer Banken auf die Probe gestellt hat. Die Einlagen bei Geschäftsbanken sind in der Folge eingebrochen - insbesondere in den Wochen nach dem Zusammenbruch der Silicon Valley Bank und der Signature Bank Mitte März.

Der Vermögensverwalter BlackRock hingegen hat die Umwälzungen gut überstanden, da die Kunden im ersten Quartal netto 8 Milliarden Dollar in seine Cash-Management-Produkte investierten. "Die heutige Vertrauenskrise im regionalen Bankensektor wird das Wachstum der Kapitalmärkte weiter beschleunigen, und BlackRock wird dabei eine zentrale Rolle spielen", sagte Chief Executive Officer Larry Fink in der Erklärung.

Trotz der erheblichen Mittelzuflüsse im ersten Quartal fiel der bereinigte Nettogewinn gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar oder 7,93 Dollar je Aktie. Der Umsatz ging um 10 Prozent auf 4,24 Milliarden Dollar zurück und entsprach damit der Vorhersage der Analysten. Die Aktien von BlackRock sind in diesem Jahr bisher um 5,3 Prozent gefallen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bundesbank: Mini-Wachstum im Frühjahr trotz Iran-Krieg
28.07.2026

Trotz des Iran-Kriegs und steigender Energiepreise bleibt die deutsche Wirtschaft stabil. Wie Verbraucher und Industrie dem Gegenwind...

DWN
Finanzen
Finanzen 20.000 Euro für Loyalität: Warum ASML Mitarbeiter halten will
28.07.2026

Das niederländische Unternehmen ASML spielt eine entscheidende Rolle für die weltweite Chip-Produktion, seine Aktie ist jedoch bereits...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Firmen streichen Ausbildungsplätze
28.07.2026

Immer weniger Ausbildungsplätze treffen auf immer weniger Bewerber. Das ist aber sowohl für Betriebe als auch für junge Menschen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft schlägt Alarm: Hohe Energiekosten treiben Unternehmen ins Ausland
28.07.2026

Deutschlands Unternehmen kämpfen weiter mit hohen Energiekosten. Was zunächst wie ein kurzfristiges Problem erschien, entwickelt sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditkarten vor dem Aus: Mastercard plant den radikalen Umbau
28.07.2026

Kreditkartennummern könnten beim Onlinekauf schon bald der Vergangenheit angehören. Mastercard will Europas digitale Zahlungen bis 2030...

DWN
Technologie
Technologie RWE baut Mega-Speicher im Tagebau Hambach
28.07.2026

RWE verwandelt den Tagebau Hambach zunehmend in einen Standort für erneuerbare Energien. Ein neuer Großbatteriespeicher soll künftig...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Edelmetall fällt vor Fed-Entscheid Richtung 4.000 Dollar – wie geht es weiter?
28.07.2026

Der Goldpreis steht am Dienstag unter Druck. Vor der Fed-Zinsentscheidung rückt er wieder näher an die Marke von 4.000 Dollar. Anleger...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien: Warum der Ausverkauf für Anleger zur großen Chance werden könnte
28.07.2026

Billionen Dollar Börsenwert sind verschwunden, Technologiekonzerne stürzen ab und die Angst vor einer platzenden KI-Blase wächst. Doch...