Technologie
Anzeige

Forscher warnen: Künstliche Intelligenz wird die Menschheit vernichten

Führende Forscher im Bereich Künstliche Intelligenz betrachten die Entwicklung einer Superintelligenz als unaufhaltsam, welche die Menschheit ausrotten wird.
Autor
22.05.2023 11:24
Aktualisiert: 22.05.2023 11:24
Lesezeit: 2 min
Forscher warnen: Künstliche Intelligenz wird die Menschheit vernichten
Gegner der KI zeichnen gern das Bild einer dystopischen Zukunft a la „Matrix“. (Foto: 0fjd125gk87/Pixabay)

Bereits im letzten Sommer hatte eine Umfrage unter Forschern in dem Bereich ergeben, dass die Hälfte von ihnen ein Risiko von 10 Prozent sahen, dass Künstliche Intelligenz (KI) die Menschheit auslöschen wird. Dennoch hat es bisher kaum Anstrengungen gegeben, die Risiken unter Kontrolle zu bringen. Vielmehr hat sich die Entwicklung seitdem nur weiter beschleunigt.

Im März veröffentlichte eine Gruppe der größten Namen im Technologiesektor, darunter Apple-Gründer Steve Wozniak und Tesla-Chef Elon Musk, einen offenen Brief, nachdem das bisher leistungsstärkste KI-Programm GPT-4 veröffentlicht worden war. In dem Brief werden alle Labore dazu aufgefordert, „das Training von KI-Systemen, die leistungsfähiger sind als GPT-4, sofort und für mindestens sechs Monate auszusetzen“.

„KI-Systeme mit einer dem Menschen ebenbürtigen Intelligenz können tiefgreifende Risiken für die Gesellschaft und die Menschheit darstellen, wie umfangreiche Forschungsarbeiten zeigen und wie von führenden KI-Labors anerkannt wird“, heißt es in dem offenen Brief. Fortgeschrittene Künstliche Intelligenz sollte daher „mit entsprechender Sorgfalt und entsprechenden Ressourcen geplant und verwaltet werden“.

Doch eine solche Planung oder ein Management der Künstlichen Intelligenz finde „leider nicht statt“, so der Brief. Dies geschehe vor dem Hintergrund, dass KI-Labore in den letzten Monaten einen Wettlauf um die Entwicklung und den Einsatz immer leistungsfähigerer digitaler Personen gestartet hätten, der außer Kontrolle geraten sei. Niemand – nicht einmal ihre Schöpfer – könne sie verstehen, vorhersagen oder zuverlässig kontrollieren.

Künstliche Intelligenz wird uns alle töten

Der offene Brief wirft einige Fragen auf: „Sollen wir zulassen, dass Maschinen unsere Informationskanäle mit Propaganda und Unwahrheiten fluten? Sollen wir alle Arbeitsplätze automatisieren, auch die erfüllenden? Sollen wir nicht-menschliche Intelligenzen entwickeln, die uns irgendwann zahlenmäßig überlegen sind, uns überlisten, überflüssig machen und ersetzen könnten? Sollen wir den Kontrollverlust über unsere Zivilisation riskieren?“

Eliezer Yudkowsky vom Machine Intelligence Research Institute, der bereits seit 2001 an der Ausrichtung „Künstlicher Allgemeiner Intelligenz“ arbeitet und weithin als Begründer dieses Bereichs gilt, hat den offenen Brief bewusst nicht unterschrieben. Denn er ist der Ansicht, dass der Brief „den Ernst der Lage unterschätzt und dass er zu wenige Konsequenzen fordert, um das Problem zu lösen“, schreibt er im Magazin Time.

Das Hauptproblem sei eben nicht eine zum Menschen „konkurrenzfähige“ Intelligenz, sondern dass KI intelligenter wird als der Mensch, so Yudkowsky. „Viele Forscher, die sich mit diesen Fragen befassen, darunter auch ich, gehen davon aus, dass das wahrscheinlichste Ergebnis der Entwicklung einer übermenschlich intelligenten KI unter den derzeitigen Umständen darin besteht, dass wirklich jeder auf der Erde sterben wird.“


DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: 440 Wahlscheine doppelt versendet
26.08.2026

Das Wahlamt hat in Magdeburg 440 Wahlscheine für die Briefwahl doppelt gedruckt und versendet. Doch die Stadt versichert: Eine...

DWN
Panorama
Panorama Zehn Gramm zu wenig kosten Bäcker 15.000 Euro
26.08.2026

Zehn Gramm zu wenig können teuer werden: Ein Kunde beschwert sich über ein halbes Brot und setzt eine kostspielige Kette in Gang. Nun...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Während Nike in China schwächelt, wächst die freche Kopie
26.08.2026

Die chinesische Kopie von Nike Jordan ist im Heimatmarkt riesig geworden, während Nike an Boden verloren hat. Das passt zu einem Trend,...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Nvidia beendet vor Zahlenvorlage siebentägige Verlustserie
25.08.2026

Spannung an den US-Börsen: Wie Tech-Riesen und Konjunkturdaten die Wall Street bewegen.

DWN
Politik
Politik Was soll künstliche Intelligenz, wenn sich die EU nicht einmal auf den Saftkarton einigen kann?
25.08.2026

Europa will bei künstlicher Intelligenz mit den USA und China konkurrieren. Doch im eigenen Binnenmarkt scheitern Unternehmen noch immer...

DWN
Politik
Politik Milliardenloch bei der Arbeitslosenversicherung: Kommen höhere Beiträge?
25.08.2026

Im Juli gab es über drei Millionen Menschen, die arbeitslos gemeldet sind. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 6,4 Prozent. Tendenz...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bei VW wächst der Druck auf Blume
25.08.2026

Bei Volkswagen wächst die Unruhe: Tausende Jobs und vier Werke stehen auf dem Spiel, doch die Belegschaft fühlt sich vom Vorstand im...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien: Investoren suchen jetzt Gewinner in China und kaufen diese Werte
25.08.2026

Mit dem chinesischen Aktienmarkt sind mehrere Risiken verbunden. Doch zwei Schwergewichte unter den Investoren sehen in Chinas...