Politik

Ukraine greift russische Raffinerien mit Drohnen an

Die Drohnenangriffe der Ukraine auf Russland nehmen zu. Nach einem Luftangriff auf Moskau gerieten nun zwei russische Raffinerien ins Visier. Steht eine Offensive kurz bevor?
31.05.2023 12:17
Lesezeit: 1 min

Einen Tag nach einen Luftangriff auf Moskau sind zwei russische Ölraffinerien russischen Angaben zufolge Ziele von Kampfdrohnen geworden. In der Anlage Afipski sei durch die Attacke ein Feuer ausgebrochen, das unter Kontrolle gebracht werden konnte, teilte der Gouverneur der Region Krasnodar am Mittwoch mit.

Wenig später meldete die staatliche Nachrichtenagentur RIA den Absturz eines unbemannten Flugobjekts in der etwa 20 Kilometer entfernten Raffinerie Ilski. Schäden oder Opfer gebe es dort keine. Beide Werke liegen im Einzugsgebiet des größten russischen Ölverlade-Hafens Noworossijsk am Schwarzen Meer.

Es blieb zunächst unklar, wer die Drohnen abgefeuert hat. Russland beschuldigt die Ukraine, Ziele auf russischem Gebiet zu attackieren. Die Regierung in Kiew übernimmt fast nie öffentlich die Verantwortung für Aktionen in dem Nachbarland oder in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten.

Russland meldet Tote und Verletzte in Ostukraine

Unterdessen starben in den ostukrainischen Region Luhansk fünf Menschen bei ukrainischen Raketenangriffen, teilten die örtlichen, von Russland kontrollierten Behörden mit. 19 Personen seien verletzt worden.

Opfer durch ukrainisches Artillerie-Feuer gebe es auch in einem russischen Dorf nahe der nordostukrainischen Stadt Charkiw, schrieb der dortige Gouverneur auf dem Messaging-Dienst Telegram. Reuters konnte diese Berichte nicht verifizieren. Die ukrainische Regierung war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Drohnenkrieg: Steht die ukrainische Offensive bevor?

Am Dienstag war Moskau erstmals Ziel eines größeren Drohnen-Angriffs. Das russische Verteidigungsministerium sprach von acht unbemannten Flugobjekten, von denen einige über dem exklusiven Vorort Rubljowka und unweit der Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin abgeschossen worden seien. Vor einigen Wochen waren zwei Drohnen über dem Kreml explodiert.

Am selben Tag hatte Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew zum dritten Mal binnen 24 Stunden mit Drohnen angegriffen. Offiziellen Angaben zufolge starb dabei eine Person, elf weitere wurden verletzt.

Da keine der beiden Seiten in den vergangenen Monaten größere Geländegewinne erzielen konnten, haben sie zuletzt ihre Luftangriffe verstärkt. Gleichzeitig bereitet sich die Ukraine auf eine Offensive vor, um die russischen Invasoren aus dem Land zu drängen.

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