Politik

Selenskyj fordert Patriot-Raketen und Kampfjets vom Westen

Der ukrainische Präsident Selenskyj fordert von seinen Verbündeten weitere militärische Unterstützung. Konkret benötige die Ukraine Patriot-Abwehrraketen und moderne Kampfjets.
01.06.2023 16:03
Aktualisiert: 01.06.2023 16:03
Lesezeit: 1 min
Selenskyj fordert Patriot-Raketen und Kampfjets vom Westen
Wolodymyr Selenskyj (l), Präsident der Ukraine, und Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, nehmen am Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in Moldau teil. (Foto: dpa) Foto: Kay Nietfeld

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Verbündeten beim Europa-Gipfel in Moldau eindringlich um Unterstützung mit modernen Kampfjets und Patriot-Abwehrraketen gebeten.

Selenskyj fordert Patriot-Raketen und Kampfflugzeuge

Bei der militärischen Unterstützung der Ukraine komme es nun auf zwei Komponenten an: „eine Patriot-Koalition, die der russischen Erpressung durch ballistische Raketen ein Ende setzt, und eine Koalition moderner Kampfflugzeuge, die beweist, dass Terror gegen unsere Bürger keine Chance hat“, sagte Selenskyj am Donnerstag in der Auftaktsitzung des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) vor fast 50 Staats- und Regierungschefs auf Schloss Mimi in Bulboaca.

Die Ukraine hat bereits Patriot-Luftverteidigungssysteme von ihren Verbündeten erhalten – auch aus Deutschland. An einer auf dem G7-Gipfel geschmiedeten Koalition zur Unterstützung der Ukraine mit F-16-Kampfjets aus amerikanischer Produktion beteiligt sich die Bundesregierung dagegen bisher nicht.

Mehrere andere europäische Länder, darunter die Niederlande und Großbritannien, haben angekündigt, ukrainische Piloten für die F-16 ausbilden zu wollen. Deutschland hat selbst keine F-16, Großbritannien allerdings auch nicht.

Bundeskanzler Olaf Scholz betonte auf dem Gipfel erneut, wie wichtig die deutsche Unterstützung bei der Luftverteidigung der Ukraine sei. Dieser Beitrag sei gerade jetzt wichtig, „wo es so viele Angriffe mit Raketen, mit Flugzeugen, mit Marschflugkörpern seitens der Russischen Föderation gibt“, sagte er zum Auftakt des Gipfels. Dieser findet nur etwa 20 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt stattfindet.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Zu wenig Verdienst und zu hohe Kosten: Ein Viertel der Haushalte ohne Ersparnisse
11.03.2026

In einer Zeit, in der das Gesamtvermögen der deutschen Privathaushalte Rekordhöhen erreicht, zeigt eine aktuelle Umfrage, dass fast ein...

DWN
Panorama
Panorama Zwischen Alltag und Angriffen: So erleben Israelis den Krieg
11.03.2026

Mal Espresso, dann wieder Sirenengeheul: In Tel Aviv kämpfen die Menschen darum, ein Stück Normalität zu bewahren. Eindrücke aus einer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiepreise im Fokus: Wie der Iran-Krieg die Weltwirtschaft belastet
11.03.2026

Die militärische Eskalation zwischen den USA, Israel und dem Iran erhöht weltweit die Nervosität an den Energiemärkten. Könnte ein...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg eskaliert weiter
10.03.2026

Die Angriffe im Iran eskalieren weiter, während Trump ein baldiges Kriegsende signalisiert. Gleichzeitig spitzt sich die Lage für die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Boom der Abnehmmedikamente: Trend verstärkt soziale Ungleichheit in der Gesundheitsbranche
10.03.2026

Abnehmmedikamente wie Ozempic verändern die Behandlung von Adipositas und verschärfen zugleich die Debatte über soziale Ungleichheit im...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Die Elektroauto-Euphorie ist vorbei: Jetzt kommt die Rechnung
10.03.2026

Abschreibungen in Höhe von rund 50 Milliarden Euro, gestoppte Projekte und eine strategische Kehrtwende zurück zum Verbrennungsmotor: Die...

DWN
Technologie
Technologie Von der Leyen kündigt Strategie für Kernenergie-Ausbau an
10.03.2026

Europa will bei der Kernenergie aufholen: Eine neue Strategie für kleine Reaktoren soll Innovationen vorantreiben und die Stromversorgung...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Spannungen im Persischen Golf: Wie der Iran-Krieg die Energiemärkte belastet
10.03.2026

Der Iran-Krieg erhöht den Druck auf Energiepreise, Finanzmärkte und globale Kapitalströme. Welche Märkte, Branchen und Regionen sind...