Finanzen
Anzeige

Krypto-Markt steht vor Dezimierung durch Regulierung

Die Behörden weltweit bereiten Verbote gegen jene Projekte mit Kryptowährungen vor, die den staatlichen Strukturen am meisten Konkurrenz machen. Entwickler und Investoren müssen sich jetzt in Acht nehmen.
Autor
09.07.2023 10:22
Lesezeit: 2 min

Die Zukunft der Finanzen und somit auch die Zukunft der gesamten Weltwirtschaft wird viel digitaler sein, als sie es heute ist. Projekte mit Kryptowährungen – und darunter gerade jene, die echte Innovationen hervorbringen und ermöglichen – könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen. Die größte Gefahr für die Branche ist jedoch die sich abzeichnende harte globale Regulierung. Nur jene Teile der Branche, die von der kommenden Regulierung nicht betroffen sind, werden bestehen bleiben – und könnten einen Boom erleben.

Im April hat eine ganze Reihe von Entscheidungen der US-Behörden gezeigt, dass die weltweite Kryptowährungsbranche vor einem Wendepunkt steht. Zahlreiche Projekte, Unternehmen und Personen müssen sich auf massive Verbote und Strafen einstellen. Hunderte Milliarden Dollar an Kapital und Vermögen stehen vor der Vernichtung, auch wenn große Teile der Branche dies offenbar noch nicht erkannt haben. Für Anleger gibt es noch ein kurzes Zeitfenster, um dem Crash zu entkommen.

Kryptomärkte unter Beschuss

Die verstärkten Angriffe der Behörden weltweit gegen die Kryptowährungsbranche vollziehen sich vor dem Hintergrund eines wachsenden medialen Fokus auf die digitalen Zentralbankwährungen, also „digitales Bargeld“ als Ersatz für das echte Bargeld, das immer weniger genutzt wird und dessen endgültige Abschaffung nur eine Frage der Zeit ist. Die Zentralbanken vollziehen damit den logischen Schritt ins digitale Zeitalter, wodurch sie aber auch jegliche Möglichkeit finanzieller Privatsphäre abschaffen.

Der Finanzsektor der Zukunft wird nicht weniger digital sein als heute. Und da der Finanzsektor massive Auswirkungen nicht nur auf jeden Wirtschaftsbereich, sondern auch auf das alltägliche Leben der Bürger hat, werden alle von der Frage betroffen sein, wer den derzeitigen Kampf um die Zukunft gewinnt: ein echtes dezentrales Finanzsystem (DeFi), das derzeit von den Behörden angegriffen wird, oder ein staatliches Finanzsystem, das ein Maß an Kontrolle und Überwachung ermöglicht wie nie zuvor.

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.


DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: US-Aktien erholen sich, während der Dow Jones die 53.000er-Marke hält
02.09.2026

Erfahren Sie, welche treibenden Kräfte und überraschenden Entwicklungen die jüngste Bewegung an der Wall Street bestimmen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Staatsdefizit und Schuldenquote wachsen rasant: Deutschland reißt die Maastricht-Grenze
02.09.2026

Der deutsche Staat lebt deutlich über seine Verhältnisse: Während die Einnahmen im ersten Halbjahr um 2,8 Prozent zulegten, erhöhten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europäische Autoindustrie: Warum der große Stellenabbau erst beginnt
02.09.2026

Europas Autobauer verdienen noch Milliarden und streichen trotzdem Tausende Stellen. Hohe Löhne, teure Energie, schwach ausgelastete Werke...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Halberstädter Würstchen sind Geschichte: Ostdeutsches Unternehmen schließt Fabrik
02.09.2026

Hohe Kosten haben das traditionsreiche Unternehmen Halberstädter aus Sachsen-Anhalt in die Insolvenz getrieben. Ein neuer Investor ließ...

DWN
Politik
Politik Trump, China und Europas Industrie: EU-Klimachef schlägt Alarm
02.09.2026

Donald Trump steigt aus der internationalen Klimapolitik aus, China überschwemmt Europa mit staatlich gestützter grüner Technologie und...

DWN
Politik
Politik CO2-Emissionen: TU München wirft EU falsche Klimavorgaben für Autos vor
02.09.2026

Wissenschaftler der TU München werfen der EU "Fehlsteuerung" bei den Klimazielen für Autos vor. Die Kritik zielt darauf, dass in den...

DWN
Politik
Politik Kabinett beschließt Einkommensteuerreform
02.09.2026

Das Bundeskabinett hat die umstrittene Reform der Einkommensteuer beschlossen. Das Paket startet nun in die konkrete Gesetzgebung. Zur...

DWN
Politik
Politik Aufrüstung: Deutsche Marine testet weitreichendes Raketensystem Lora
02.09.2026

Abschreckung Russlands: Im Nordatlantik testet die Marine inmitten neuer Spannungen das israelische Raketensystem Lora. Mit der...