Unternehmen

Axel Springer Verlag will KI-Firmen zukaufen

Der Axel Springer Verlag wills in Geschäft mit Künstlicher Intelligenz einsteigen. Eine neue Abteilung soll ausloten, welche Firmenzukäufe sich in dem Bereich für Springer lohnen könnten.
09.06.2023 10:29
Aktualisiert: 09.06.2023 10:29
Lesezeit: 1 min

Der Axel-Springer-Verlag will sich mit Übernahmen Expertise beim Thema Künstlicher Intelligenz sichern. „Wir haben beschlossen, ein M&A-Kompetenzzentrum einzurichten“, sagte Konzernchef Mathias Döpfner in einem internen Podcast an die Beschäftigten, der der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag.

Dieses Team solle sich nur auf Übernahmen (M&A) konzentrieren. Es gehe um „Akquisitionen von KI-Unternehmen in der Frühphase oder in der Spätphase – die aus verschiedenen Gründen wichtig oder attraktiv für Axel Springer sein können“.

Axel Springer will ins KI-Geschäft einsteigen

Es sei möglich, dass man etwa fünf Übernahmen mache und dass es fünf Mal nicht funktioniere. „Vielleicht wählen wir unter ihnen das neue StepStone, das Axel Springer in Zukunft verändern wird.“ StepStone ist das erfolgreiche Online-Jobportal des Berliner Medienhauses, das bei besserem Marktumfeld noch 2023 an die Börse soll.

Das Tempo der Veränderung bei Künstlicher Intelligenz (KI) sei enorm, sagte Döpfner. „Ein Monat in der KI ist wie zwei Jahre im alten Internet.“ Große Unternehmen hätten hier – „in Bezug auf ihren Datenschatz“ – deutliche Vorteile. Bei Übernahmen wäre für Springer in der Debatte um Fake News wichtig, „wie wir Fälschungen vermeiden und wie wir die Vertrauenswürdigkeit und Wahrhaftigkeit erhöhen können“.

KI könne das Problem und auch die Lösung sein. Vielleicht gebe es aber auch eine Kategorie von Firmen, die sich mehr darauf konzentrierten, die Geschäftsmodelle bestehender Kleinanzeigengeschäfte, E-Commerce-Unternehmen, Preisvergleiche, Medienmarken und den Journalismus insgesamt durch sogenannte „Disruption“ zu stören und auf den Kopf zu stellen.

„Ich wäre sehr daran interessiert, diese Firmen zu verstehen und in sie zu investieren“, erklärte Döpfner. „Wenn jemand den Journalismus töten will, dann lasst uns verstehen, wie und warum, und lasst uns Journalisten es selbst tun.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nachhaltigkeitsberichterstattung: Droht Investoren ein Datenblindflug?
24.02.2026

Weniger Berichtspflichten, weniger Bürokratie, mehr Entlastung für Unternehmen. Doch ausgerechnet bei der...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Schäden höher als erwartet – Ukraine-Wiederaufbau kostet 500 Milliarden Euro
24.02.2026

Der Ukraine-Krieg hat gewaltige Zerstörungen hinterlassen – mit Folgen für Wirtschaft, Infrastruktur und Millionen Menschen. Eine neue...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: US-Aktien fallen aufgrund von Zollentscheidung und KI-Ängsten
23.02.2026

Die US-Aktienmärkte schlossen am Montag im Minus, während Investoren die Auswirkungen der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zur...

DWN
Politik
Politik Vier Jahre Ukraine-Krieg: Wie nah ist der Frieden wirklich?
23.02.2026

Vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs ist ein Ende der Kämpfe nicht in Sicht. Diplomatische Initiativen laufen, doch die Fronten...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Globale Konjunkturerholung gewinnt an Breite: Asien stark, Deutschland überrascht
23.02.2026

Immer mehr Indikatoren sprechen dafür, dass die Weltwirtschaft in eine Phase breiterer Erholung eintritt. Die ersten...

DWN
Politik
Politik Tausende Kinder von Sanktionen beim Bürgergeld betroffen
23.02.2026

Immer mehr Familien geraten durch Sanktionen beim Bürgergeld unter Druck – mit spürbaren Folgen für Kinder. Neue Zahlen zeigen eine...

DWN
Politik
Politik Geheimer Deal: Iran einigt sich mit Russland auf Kauf tragbarer Raketensysteme
23.02.2026

Ein geheimer Rüstungsdeal zwischen Iran und Russland sorgt für neue Spannungen im Nahen Osten. Für rund 500 Millionen Euro soll Teheran...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Neue US-Zölle: Wie riskant ist Trumps Kurs für die Finanzmärkte?
23.02.2026

Donald Trump bringt erneut globale Strafzölle ins Spiel – nur Tage nach einer juristischen Schlappe vor dem Supreme Court. Die Märkte...