Politik

Ukraine verstärkt Drohnen-Angriffe tief in Russland

Erneut meldet Russland, den Abschuss zahlreicher Drohnen. Die Ukraine hat ihre Angriffe mit Drohnen in den letzten Monaten verstärkt - auch auf zivile Ziele.
10.08.2023 09:21
Lesezeit: 2 min

Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums 13 weitere Drohnen-Angriffe abgewehrt. Ziele seien die Halbinsel Krim und erneut der Raum Moskau gewesen, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. "Heute wurden Versuche des Kiewer Regimes, Terroranschläge mit unbemannten Luftfahrzeugen auszuführen, vereitelt." Opfer habe es keine gegeben.

Bei der größten Krim-Stadt Sewastopol, wo die russische Schwarzmeerflotte sitzt, wurden den Angaben zufolge zwei Drohnen abgeschossen. Elf weitere unbemannte Fluggeräte wurden durch Signalstörungen unweit der von Russland annektierten Halbinsel zum Absturz ins Meer gebracht. Darüber hinaus meldete das Verteidigungsministerium den Abschuss einer Drohne über dem Moskauer Vorort Odinzowo. Eine weitere Drohne sei auf dem Weg nach Moskau über der Region Kaluga zerstört worden.

Seit im Mai über dem Kreml eine Drohne abgefangen wurde, haben derartige Angriffe selbst tief im Landesinneren Russlands zugenommen. Alleine im August geriet ein Moskauer Geschäftsviertel bereits zweimal ins Visier. In den vergangenen Tagen wurden zudem ein russisches Tankschiff und eine Marinebasis im russischen Schwarzmeerhafen Noworossiysk mit ferngesteuerten Booten attackiert.

Die Ukraine äußert sich in der Regel nicht dazu, wer hinter den Angriffen auf russischen Territorium steckt. Allerdings haben Vertreter Kiews die Vorgänge öffentlich durchaus mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. Laut einem Bericht der "New York Times" vom Mai vermuten US-Geheimdienste, dass ukrainische Spione oder Militär-Geheimdienste für den Drohnenangriff auf den Kreml verantwortlich sein könnten.

Weiter Meldungen zum Ukraine-Krieg:

08.33 Uhr - Polen will bis zu 10.000 Soldaten an die Grenze zu Belarus verlegen. 4000 sollten den Grenzschutz direkt unterstützen, 6000 seien in Reserve, sagt Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak in einem Radiointerview. "Wir verlegen die Armee näher an die Grenze zu Belarus, um den Aggressor abzuschrecken und damit er es nicht wagt, uns anzugreifen." Polen fürchtet um seine Sicherheit seit Hunderte Wagner-Söldner im vergangenen Monat nach ihrem aufgegebenen Putschversuch in Russland nach Belarus gegangen sind. Das belarussische Militär hält diese Woche eine Übung in der Nähe der Grenze zu Polen ab.

06.23 Uhr - Bei einem russischen Drohnenangriff ist dem örtlichen Gouverneur zufolge in der Region Riwne im Westen der Ukraine ein Benzindepot zerstört worden. Verletzte habe es nicht gegeben, schreibt Witaly Kowal auf Telegram.

05.59 Uhr - Russische Streitkräfte schießen nach Angaben der Nachrichtenagentur RIA in der Nähe der Krim-Stadt Sewastopol elf ukrainische Drohnen ab. Zwei Drohnen seien von der Luftabwehr getroffen worden, neun weitere von elektronischen Gegenmaßnahmen, berichtet RIA unter Berufung auf das russische Verteidigungsministerium. (Reuters)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Welche Funktionen sind 2026 bei Trading-Plattformen wirklich wichtig?

Trading-Plattformen entwickeln sich rasant weiter. Im Jahr 2026 geht es längst nicht mehr nur darum, Wertpapiere oder andere...

DWN
Politik
Politik EU in Gefahr: Wie Großmächte Europas Vetorecht ausnutzen
01.08.2026

Orbáns Wahlniederlage eröffnet der EU eine seltene Reformchance. Doch neue Blockierer könnten schon bald nachrücken. Experten warnen:...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien: China löst nächste Panikwelle aus – was Anleger jetzt beachten müssen
01.08.2026

Chipaktien brechen ein, China holt technologisch auf und Anleger fürchten die nächste große Blase. Doch hinter der neuen Börsenpanik...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Massenverrentung: Die Ruhestandswelle bedroht ganze Unternehmen
01.08.2026

Die Ruhestandswelle rollt auf die Unternehmen zu, doch viele Betriebe sind kaum vorbereitet. Mit jedem erfahrenen Mitarbeiter drohen...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Rally bei Tech-Aktien beendet volatile Woche
31.07.2026

Erfahren Sie, welche Kräfte die Wall Street derzeit bewegen und was das für Anleger bedeutet.

DWN
Finanzen
Finanzen Intel-Aktie: Der Chip-Hersteller, dessen Aktienkurs raketenartig gestiegen ist, hat einen hohen Preis
31.07.2026

Intel ist an der Börse wieder auf der Startrampe. Die Intel-Aktie ist seit Jahresbeginn explodiert, die Quartalszahlen überraschten...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Tsuga: Datenseilakt mit Netz und doppeltem Boden
31.07.2026

KI lässt die Datenmengen in Unternehmen explodieren – und stellt bisherige Cloud-Modelle infrage. Tsuga-Gründer Gabriel-James Safar...

DWN
Finanzen
Finanzen Kospi-Index: Wie der KI-Boom Anleger in die Schuldenfalle lockte
31.07.2026

Einige Anleger wollten mit KI-Aktien schnell reich werden, nun kämpfen sie um ihre Ersparnisse. Der Kospi-Index ist nach einer...

DWN
Politik
Politik Zeitfaktor im EU-Prozess: Moldaus Präsidentin Sandu drängt auf zügige Beitrittsverhandlungen
31.07.2026

Im Ringen um den Beitritt zur Europäischen Union fordert Moldau mehr Tempo von den Partnerstaaten. Präsidentin Maia Sandu unterstreicht...