Wirtschaft

Versicherer: Insolvenzen werden 2024 zunehmen

Kreditversicherer erwarten im bevorstehenden Jahr einen erneuten Anstieg der Insolvenzzahlen.
18.12.2023 16:17
Aktualisiert: 18.12.2023 16:17
Lesezeit: 1 min
Versicherer: Insolvenzen werden 2024 zunehmen
Kreditversicherer erwarten im bevorstehenden Jahr einen erneuten Anstieg der Insolvenzzahlen. (Foto: dpa) Foto: Sven Hoppe

Die deutschen Kreditversicherer erwarten angesichts des Wirtschaftsabschwungs in Deutschland im kommenden Jahr eine steigende Zahl von Unternehmensinsolvenzen. Als Gründe nannte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) die konjunkturelle Lage insgesamt sowie die anhaltend hohen Energie- und Materialpreise in Folge von Energiewende nud Klima-Sondersteuern.

Die Kreditversicherer erwarten einen Anstieg der Insolvenzen um rund zehn Prozent, "nachdem die Zahl der Firmenpleiten bereits 2023 um 20 bis 25 Prozent auf 17 400 bis 18 200 angezogen haben dürfte", wie der GDV Mitte Dezember in Berlin mitteilte.

"Insolvenzen treffen nun auch Branchen, die lange als sicher galten - beispielsweise den Maschinenbau, die Chemieindustrie und das Gesundheitswesen", sagte Thomas Langen, Vorsitzender der GDV-Kommission Kreditversicherung. Er betonte aber auch, dass die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zuletzt verhältnismäßig gering war.

Laut dem Statistischen Bundesamt wurden 2022 rund 14 500 Unternehmensinsolvenzen verzeichnet - im Vergleich zu mehr als 18 700 im Vor-Corona-Jahr 2019 und deutlich mehr in noch früheren Jahren.

Für das gesamte Jahr 2023 rechnet der GDV mit Leistungen der Kreditversicherer von mehr als 1,2 Milliarden Euro. Das sei ein Plus von 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Schon 2022 waren die Zahlungsfälle dem GDV zufolge um rund 50 Prozent gestiegen. Die Hochrechnung für 2023 basiert demnach auf den Zahlen der ersten neun Monate des laufenden Jahres.

Die meisten Firmenpleiten zählten die Kreditversicherer 2023 in der Baubranche, im Dienstleistungssektor und im Handel. Betroffen war den Angaben zufolge aber auch der Gesundheitssektor: Mehr als 30 Krankenhäuser hätten in den vergangenen zwölf Monaten Insolvenz angemeldet.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Blackchainmining kann XRP-Inhabern helfen, ein stabiles Einkommen von 6.777 US-Dollar pro Tag zu erzielen.

Im volatilen Kryptowährungsmarkt ist „stabile Rentabilität“ für viele Anleger zu einem zentralen Anliegen geworden. Trotz der...

 

DWN
Panorama
Panorama Tanken in Deutschland: Spritpreise steigen wegen Rohöl und CO2-Preis
03.02.2026

Sprit wird teurer: Benziner und Diesel kosten im Januar deutlich mehr. Haupttreiber sind steigende Rohölpreise und die neue CO2-Abgabe.

DWN
Politik
Politik Nato-Generalsekretär Rutte zu Besuch in Kiew
03.02.2026

Russlands Angriffe auf die Ukraine treffen erneut die Energieinfrastruktur. Hunderttausende Menschen stehen ohne Heizung und Strom da....

DWN
Finanzen
Finanzen Zalando-Aktie bricht ein: TikTok-Konkurrenz verunsichert Anleger
03.02.2026

Ein einziger Analystenkommentar reicht – und schon rauscht die Zalando-Aktie in den Keller. Die Anleger fürchten, dass globale...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Teilzeit boomt: Wie Unternehmen, Branchen und Demografie die Quote treiben
03.02.2026

Das Angebot an Teilzeitjobs wächst seit Jahren, damit auch die Anzahl an Beschäftigen in Teilzeit – freiwillig oder nicht. Warum die...

DWN
Finanzen
Finanzen PayPal-Aktie sackt ab: Anleger von PayPal-Quartalszahlen geschockt – was jetzt droht
03.02.2026

Die PayPal-Aktie erlebt einen dramatischen Absturz nach enttäuschenden Quartalszahlen und einem überraschenden Chefwechsel. Die Anleger...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Entscheidungsautonomie: Warum Führungskräfte entscheiden dürfen, aber nichts bewirken
03.02.2026

Flache Hierarchien, Vertrauen und Agilität gelten als neue Leitbilder moderner Unternehmensführung. Doch hinter der Fassade...

DWN
Politik
Politik US-russischer Atomvertrag vor dem Aus: Risiken für die globale Sicherheitsordnung
03.02.2026

Der US-russische Atomvertrag läuft aus und beendet die letzte verbindliche nukleare Rüstungskontrolle zwischen Washington und Moskau....

DWN
Panorama
Panorama Sind Aldi und Lidl wirklich billiger als Supermärkte?
03.02.2026

Discounter oder Supermarkt – welche Preise sind tatsächlich günstiger? Aldi und Lidl liefern sich einen erbitterten Wettkampf, doch...