Finanzen

DAX startet knapp unter Rekordhoch in die neue Handelswoche

Etwas träge ist der deutsche Aktienmarkt in die neue Handelswoche gestartet. Der DAX-Rekordlauf der vergangenen Tage könnte sich aber jederzeit fortsetzen, der Leitindex tendierte zum Handelsstart am Montag nur knapp unterhalb seines Allzeithochs vom 23. Februar. Was heute wichtig ist und wie es weitergehen könnte!
26.02.2024 10:06
Aktualisiert: 26.02.2024 10:06
Lesezeit: 1 min
DAX startet knapp unter Rekordhoch in die neue Handelswoche
"Bulle und Bär" vor der Frankfurter Börse. DAX-Rekordhoch in Reichweite. (Foto: dpa) Foto: Silas Stein

Der DAX trat am Montag im frühen Handel mit 17.419 Punkten auf der Stelle, bleibt damit aber in Tuchfühlung zum Rekordhoch vom Freitag. Zum Ende vergangener Woche hatte der Leitindex mit 17.443 Zählern eine weitere Bestmarke erreicht - vor allem dank der Rally an der Wall Street. Dort sorgte der Hype rund um Künstliche Intelligenz und die Nvidia-Aktie für Kursgewinne.

"Rücksetzer sollten ins Kalkül gezogen werden", warnen aber die Experten der Landesbank Helaba und begründen dies vor allem mit der technischen Lage des Dax. Auslöser eines Rücksetzers könnten Inflationsdaten sein, merkte Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets an. Am Donnerstag werden Verbraucherpreise für die Eurozone veröffentlicht sowie in den USA Inflationsdaten, die sich an den privaten Konsumausgaben orientieren. Sie könnten Hinweise liefern für die zukünftige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank Fed.

Der MDAX der mittelgroßen Börsentitel gab am Montagmorgen um 0,2 Prozent auf 25 953 Punkte nach. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 lag mit 0,1 Prozent ebenfalls leicht im Minus.

Im DAX erklommen die Aktien von Rheinmetall ein weiteres Rekordhoch. Um 1,5 Prozent ging es aufwärts. Seit Jahresbeginn beträgt der Aufschlag bereits 45 Prozent. Damit sind die Papiere des Rüstungs- und Automobilkonzerns unangefochten Spitze im DAX. Die Aussicht auf stark steigende Rüstungsausgaben in Folge des Krieges in der Ukraine treibt den Kurs auf immer neue Höhen.

Eine Kaufempfehlung der Investmentbank Stifel für BASF ließ die Aktien des Chemiekonzerns um ein Prozent steigen.

In der zweiten Reihe, im MDAX, wurden die Papiere von Online-Dienstleistern verkauft. Aktien des Kochboxenversenders Hellofresh verloren 5 Prozent und die des Essenslieferanten Delivery Hero 2,7 Prozent.

Der Kohlefaserspezialist SGL Carbon erwägt derweil eine Trennung vom Geschäft mit Carbonfasern und Verbundmaterialien. Die Aussicht auf einen Ertrag aus einem Verkauf sorgte für ein Kursplus von 2,1 Prozent. (dpa)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen US-Regulierungspläne lösen Turbulenzen am Kryptomarkt aus: XRP legt kräftig zu – Investoren suchen neue Anlagestrategien

Frankfurt/London, Februar 2026 – Der Kryptomarkt befindet sich erneut in einer Phase erhöhter Schwankungen. Makroökonomische...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Rente mit 70? Was die Regierung diskutiert und wer betroffen wäre
28.02.2026

Rente mit 70 – dieser Plan könnte schon bald Realität werden. Die Rentenkommission und verschiedene Experten legen seit einigen Tagen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Glasfaser-Internet: Telekom peilt bei Glasfaser-Ausbau 25 Millionen Haushalte an
28.02.2026

Die Bagger der Telekom kommen gut voran, doch die Resonanz der Kunden in puncto Glasfaser-Internet ist noch ausbaufähig. Der Konzern legt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Run aufs weiße Gold: Warum Deutschland zum Lithium-Produzenten werden kann
28.02.2026

Lithium ist einer der wichtigsten und wertvollsten Rohstoffe für die Zukunftstechnologie. Rohstoffknappheit und der anhaltende KI-Boom...

DWN
Technologie
Technologie Künstliche Intelligenz: Entscheidet KI über Aufstieg oder Abstieg Europas?
28.02.2026

Wissen explodiert, Märkte beschleunigen, Entscheidungen müssen in Sekunden fallen. Künstliche Intelligenz wird damit zur Dampfmaschine...

DWN
Immobilien
Immobilien Ifo: Schärfere Mietpreisbremse verschärft Wohnungsnot
28.02.2026

Der Wohnungsbau in Deutschland liegt am Boden. Denn die Kosten sind so hoch, dass sich der Bau für Vermieter vielerorts nicht lohnt. Ein...

DWN
Politik
Politik Moldau im Machtkampf: Russland bekämpft EU-Annäherung mit Millionen
28.02.2026

Russland versucht mit hohen Geldsummen und gezielter Desinformation, proeuropäische Mehrheiten in Beitrittsstaaten wie Moldau zu...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Milliarden: Prozess um ehemaliges Streamingportal movie2k.to
28.02.2026

Ein ehemaliges Streamingportal, Millionen Raubkopien und ein Bitcoin-Vermögen in Milliardenhöhe: Vor dem Landgericht Leipzig wird ein...

DWN
Politik
Politik 4 Jahre Ukraine-Krieg: Russland unter militärischem und finanziellem Druck
28.02.2026

Vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Kriegs steht Russland trotz demonstrativer Stärke vor massiven militärischen Verlusten und wachsenden...