Immobilien

Berlin kauft groß ein: 4500 Wohnungen von Vonovia!

Zwei landeseigene Unternehmen in Berlin haben die Erlaubnis erhalten, große Bestände an Wohnungen und Grundstücken vom Immobilienkonzern Vonovia zu kaufen.
12.06.2024 18:00
Lesezeit: 1 min

Das Bundeskartellamt hat den geplanten Erwerb genehmigt, wie am Montag mitgeteilt wurde. "In Berlin sind inzwischen rund 22 Prozent der rund 1,7 Millionen Mietwohnungen in der Hand des Landes", erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts. "Das Vorhaben des Landes Berlin, etwa 4500 Wohnungen vor allem im Bezirk Lichtenberg von Vonovia zu erwerben, ist jedoch wettbewerblich unbedenklich."

Durch diese Übernahme vergrößert sich der Einfluss der landeseigenen Gesellschaft auf den Berliner Wohnungsmarkt nur minimal. Ende 2022 befanden sich rund 375.000 Mietwohnungen im Eigentum der sieben landeseigenen Immobilienunternehmen, was etwa 22 Prozent der 1,7 Millionen Berliner Mietwohnungen entspricht.

Howoge hat 4500 Wohnungen im Visier

Die Wohnungsbaugesellschaft Howoge plant, sämtliche Geschäftsanteile der Prima Wohnbauten Privatisierungs-Management GmbH zu übernehmen. Durch diesen Kauf steigt der Anteil der landeseigenen Wohnungen geringfügig auf etwa 22,4 Prozent, so das Bundeskartellamt. Laut der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen betrifft der Erwerb knapp 4500 Wohnungen in den Bezirken Lichtenberg und Treptow-Köpenick.

Zusätzlich hat das Kartellamt den Erwerb aller Geschäftsanteile an der Stadtentwicklungsgesellschaft Buch durch Howoge und die ebenfalls landeseigene Berlinovo Immobilien Gesellschaft genehmigt. Diese Stadtentwicklungsgesellschaft besitzt ein 40 Hektar großes unbebautes Grundstück in Berlin-Buch im Bezirk Pankow, auf dem bis zu 1200 Wohnungen gebaut werden könnten. Für beide Projekte ergibt sich laut Senatsverwaltung ein Kaufpreis von insgesamt rund 700 Millionen Euro.

Immobilien Neu Gedacht

***

Immobilien-neu-gedacht.de ist eine Publikation von Bonnier Business Press Deutschland und beschäftigt sich mit den Themen Hauskauf und Hausbau in allen Facetten.

DWN
Finanzen
Finanzen Shein an der Börse: Wer bei Fast Fashion jetzt vorn liegt
05.09.2026

Der chinesische Konzern Shein hat sich an der Börse den größten Namen der Fast Fashion angeschlossen. Doch wie läuft es bei seinen...

DWN
Politik
Politik 37 Jahre alt und rund 15 Milliarden Euro schwer: Das ist Mario Draghis neuer Partner
05.09.2026

Der frühere EZB-Chef und ehemalige italienische Ministerpräsident Mario Draghi hat sich mit einem irischen Tech-Milliardär...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bahn-Sanierung ohne monatelange Vollsperrungen: VCD legt Gegenentwurf vor
05.09.2026

Die Bahn will ihr marodes Schienennetz mit groß angelegten Generalsanierungen zuverlässiger machen. Doch das bisherige Konzept bringt...

DWN
Finanzen
Finanzen Restaurant-Aktien: Zwei Wachstumswetten für die nächsten 20 Jahre
05.09.2026

Tech-Aktien gelten als erste Adresse für spektakuläres Wachstum. Doch zwei Restaurantketten aus den USA könnten Anlegern langfristig...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Deepal S05 im Test: Der Chinese, der keiner sein will
05.09.2026

Der Deepal S05 kommt aus China, trägt aber deutlich europäische Züge. Entworfen wurde der Elektro-SUV in Turin, und genau das merkt man...

DWN
Politik
Politik Landtagwahl in Sachsen-Anhalt: Was Sie über die Sachsen-Anhalt-Wahl wissen sollten
05.09.2026

Sachsen-Anhalt steht vor einer Wahl, deren Folgen weit über Magdeburg hinausreichen könnten. Die AfD liegt vorn, mögliche Mehrheiten...

DWN
Finanzen
Finanzen Anleihen: Warum Schulden so teuer sind wie lange nicht
05.09.2026

Die Renditen langfristiger Staatsanleihen großer Volkswirtschaften sind auf Niveaus gestiegen, die teils seit der Finanzkrise nicht mehr...

DWN
Technologie
Technologie Biometrie-Panne: Die gefährlichste Rolle ist der Zwilling
05.09.2026

Manche Dinge sind offenbar selbst für die klügsten Systeme eine zu große Herausforderung. Und dies ist eine Glosse genau über diese...