Wirtschaft

Rockwell Automation: Cybersicherheit dominiert Prioritätenliste der Automobilindustrie

Eine neue Studie von Rockwell Automation zeigt, dass Cybersicherheit für Automobilhersteller oberste Priorität hat. Aber warum ist das so?
18.06.2024 14:30
Lesezeit: 2 min
Rockwell Automation: Cybersicherheit dominiert Prioritätenliste der Automobilindustrie
Hauptsitz von Rockwell Automation in Milwaukee, Wisconsin, USA (Quelle: Stockfoto). Foto: JHVEPhoto

Eine aktuelle Studie betont, dass Cybersicherheit zur obersten Priorität für Automobilhersteller geworden ist. Veröffentlicht wurde sie von Rockwell Automation, dem weltweit größten Unternehmen für industrielle Automatisierung und digitale Transformation mit Sitz in den USA. Sie umfasst Antworten von 182 Führungskräften aus der globalen Automobilbranche.

Die Branche konzentriert sich verstärkt auf neue Technologien, um Risiken zu minimieren und Wachstum zu fördern. James Glasson, stellvertretender Geschäftsführer bei Rockwell, unterstreicht die Dynamik des Wandels: „Der Wandel in der Automobilindustrie vollzieht sich in hohem Tempo. Klare Ziele zu setzen und die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu fördern, haben sich als entscheidende Erfolgsfaktoren – und Hindernisse – herausgestellt.“

Wachsende Investitionen in intelligente Technologien

Die Studie zeigt, dass 99 Prozent der Automobilhersteller intelligente Fertigungstechnologien nun nutzen oder evaluieren, ein Anstieg gegenüber 85 Prozent im Vorjahr.

Die Investitionen in diese Technologien sind von 23 Prozent auf 31 Prozent des Betriebsbudgets gestiegen. Glasson kommentiert: „Die Technologieinvestitionen stiegen im Vergleich zum Jahr 2023 um 35 Prozent.“

Mitarbeiterengagement und Herausforderungen

Das Mitarbeiterengagement bleibt eine große Herausforderung für Automobilhersteller. „Die Automobilhersteller konzentrieren sich auf Strategien, bei denen die Bindung der Arbeitskräfte an das Unternehmen, ihre Weiterbildung und ihr Engagement im Vordergrund stehen“, erklärt Glasson.

Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, in Technologien zu investieren, die den Wertbeitrag der Mitarbeiter steigern.

Externe Risiken und strategische Anpassungen

Der Bericht zeigt auf, dass Cybersicherheitsrisiken jetzt als das größte externe Hindernis für die Branche angesehen werden.

Glasson fügt hinzu: „Das Cybersicherheitsrisiko wird als das größte externe Hindernis für Automobilhersteller im Jahr 2024 genannt – ein Anstieg gegenüber dem neunten Platz im Jahr 2023.“

Positionierung von Rockwell Automation

„Rockwell Automation ist dank seiner fundierten Branchenkenntnisse und seines umfangreichen Portfolios an Branchenlösungen in Verbindung mit seinem umfangreichen PartnerNetwork™ in einer einzigartigen Position, um weltweit als vertrauenswürdiger Berater für Automobilunternehmen aufzutreten“, ergänzt Glasson. Dies unterstreicht Rockwells Rolle als führendes Unternehmen bei der Unterstützung der digitalen Transformation in der Automobilindustrie.

Die Ergebnisse dieser Studie verdeutlichen, dass trotz der Herausforderungen in den Bereichen Cybersicherheit und Mitarbeiterengagement die Investition in intelligente Technologien weiterhin eine Schlüsselstrategie für Automobilhersteller darstellt, um sowohl Sicherheit als auch Effizienz zu verbessern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
avtor1
Farhad Salmanian

Zum Autor:

Farhad Salmanian arbeitet bei den DWN als Online-Redakteur. Er widmet sich den Ressorts Politik und Wirtschaft Deutschlands sowie der EU. Er war bereits unter anderem für die Sender BBC und Radio Free Europe tätig und bringt mehrsprachige Rundfunkexpertise sowie vertiefte Kenntnisse in Analyse, Medienbeobachtung und Recherche mit.

DWN
Finanzen
Finanzen Chip-Ausverkauf drückt Wall Street ins Minus – Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen steigt über 5 Prozent
14.09.2026

Erfahren Sie, welche Entwicklungen die US-Märkte belasten und warum Tech-Anleger jetzt vorsichtig werden.

DWN
Politik
Politik Eisbrecher und Rohstoffe: Europas Pläne für die Arktis
14.09.2026

Europas hoher Norden rückt sicherheitspolitisch und wirtschaftlich ins Zentrum. Mehrere EU-Staaten planen neue Investitionen, engere...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Investitionen in Europa: Der Osten gewinnt, der Westen besitzt
14.09.2026

Fabriken gehen nach Osten. Arbeitsplätze gehen nach Osten. Wo liegen die wertmäßig größten Projekte? Wem gehört das Kapital?

DWN
Politik
Politik Nach Orbans Abwahl: Deutschland und Ungarn wagen politischen Neustart
14.09.2026

Der Machtwechsel in Budapest eröffnet ein neues Kapitel im deutsch-ungarischen Verhältnis. Geplant sind engere Kooperationen bei Energie,...

DWN
Politik
Politik Litauen-Brigade: Freiwillige reichen nicht aus – Pistorius ordnet Versetzungen an
14.09.2026

Deutschland treibt die dauerhafte Stationierung seiner Panzerbrigade in Litauen voran. Tausende Freiwillige haben sich bereits gemeldet,...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Vermögensverteilung in Deutschland und Europa: Zwischen privatem Reichtum und struktureller Ungleichheit
14.09.2026

Während Deutschland als stärkste Wirtschaftskraft der EU gilt, besitzen die privaten Haushalte im europäischen Vergleich überraschend...

DWN
Politik
Politik Sie kennt Russland von innen! Jetzt sieht sie, dass sich um Putin etwas verändert
14.09.2026

Wladimir Putin kontrolliert Russland weiterhin fast vollständig. Doch unter der Oberfläche wächst Unruhe: Benzinkrisen, brennende Lager,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Elon Musk macht es wieder: Noch eine Idee mit 20 Milliarden Euro bewertet
14.09.2026

Elon Musk hat mit The Boring Company erneut eine Firma auf enorme Bewertung gebracht. Das Tunnelunternehmen sammelte drei Milliarden Dollar...